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Jaxx

Nur der HSV

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1

Donnerstag, 1. April 2004, 20:47

Osna-Cops: Mord an den Städtischen Bühnen (1)

Länge: 01:07:00"
Buch: Dennis Rohling
Produzent: Dennis Rohling
Regie: Dennis Rohling
Technik: Dennis Rohling
Musik: Norbert Böker, Dennis Rohling, Michael Eickhorst
Coverdesign: Dr. Nathan Ferkel ;o)



Inhalt:
Die Städtischen Bühnen in Osnabrück - eine Hochburg der Kunst und der Kultur. Doch über das Treiben aus Schauspiel, Gesang und Tanz legt sich ein dunkler Schatten. Helmut Dreschner, der Stage Manager, wird nachts bei Bühnenarbeiten hinterrücks erschossen. Der darauffolgende Morgen beginnt somit für Kommissar Zufall und seinen Kollegen Rainer Hohn mit einem neuen Fall. Gekonnt unfähig machen sich Zufall und Hohn an die Arbeit, werten Indizien aus und befragen Mitarbeiter des Theaters. Da sie allerdings nicht richtig vorankommen, beschließen sie, sich als Schauspieler getarnt unter das Theatervolk zu mischen. Die Tarnung scheint perfekt und die Kommissare können in aller Ruhe weiterarbeiten. Bis ihnen eine dumme Tatsache den berühmten Strich durch die Rechnung macht: Die Regisseurin des Theaterstücks, für das beide proben, ist eine alte Bekannte von Rainer Hohn!
Ist es unter diesen Umständen eigentlich noch möglich, den Fall zu lösen?




Kritik:
Eine Geschichte der etwas anderen Art – ihre Umsetzung inbegriffen- trifft hier auf die Ohren der Hörer. Den mittlerweile bekannten Spruch: „Kino für die Ohren“ kann man bei Mord an den Städtischen Bühnen in „Theater für die Ohren“ umbenennen.
Dem Hörer wird relativ schnell klar, dass es sich bei dem Hörspiel eher um Klamauk, gepaart mit Komik und Wortwitzen, die nicht unbedingt die witzigsten sind, handelt, aber die Umsetzung als solches sehe ich als gelungen an. Die Story ist zwar mehr als verworren aber es schleicht sich doch ein roter Faden durch das Hörspiel: Kommissar Zufall und sein Kollege Rainer Hohn müssen schon einiges mitmachen um den Fall zu lösen Ob es ihnen gelingen wird scheint sehr unwahrscheinlich – oder vielleicht doch nicht?

Die beiden Hauptakteure (Kommissar Zufall und Kommissar Hohn) werden von Norbert Böker und Dennis Rohling gesprochen. Beide Sprecher machen ihre Sache wirklich gut. Vor allen Dingen kommt der teils sehr trockene Humor sehr gut rüber. Die Dialoge der beiden lassen ein Schmunzeln an manchen Stellen aufkommen. Ebenfalls respektabel ist Friedjof Hähnchen – gesprochen von Michael Eickhorst. Seine hecktisch Aussprache ist zum Teil echt göttlich!
Die übrigen Sprecher leisten eine tolle Arbeit aber es gibt auch hier Ausnahmen. Mitunter sind die Stimmen einfach zu quietschig. Ich denke mal, dass es auch die Intention des Regisseurs Dennis Rohling) war, aber einige Passagen sind echt an der Schmerzgrenze (was mein Ohr anbelangt).

Richtig gut finde ich die „Fast-Food-Szenen“. Hier habe ich mich köstllich amüsiert. Die Umsetzung ist einfach herrlich übertrieben in Szene gesetzt worden aber – wenn man ehrlich ist – so übertrieben nun auch wieder nicht. Tolles Ding!

Was den Rest der Geschichte betrifft so möchte ich es dem einzelnen Hörer überlassen, den Plot zu deuten. Meiner Meinung nach ist das Ende gar kein richtiges Ende sondern vielmehr die überhaste Eile, um sich den Outtakes zu widmen, welche mit über zehn Minuten recht lang aber dafür auch köstlich sind.

Die Musik ist besonders hervorzuheben: Hier haben Norbert Böker, Dennis Rohling und Michael Eickhorst ganze Arbeit geleistet. Das Titellied, welches Rohling und Eickhorst singen, gefällt mir wirklich gut (der Ohrwurm lässt grüßen). Das eine oder andere Stück dürfte dem Hörer bekannt sein aber die eigenen Kompositionen glänzen ebenso und brauchen sich nicht zu verstecken. Ebenso verhält es sich mit den Geräuschen. Diese sind gut gewählt und super eingebaut.

Das Cover finde ich zu ausdruckslos. Der visuelle (Kauf-)Reiz ist für meinen Geschmack nicht gegeben.

Fazit:
Komödiantisch, gesellschaftskritisch und manchmal auch an der Schwelle des Ekels; so würde ich Kommissar Zufalls ersten Fall beschreiben. Die Hörspielmacher aus Osnabrück wählen einen aussergewöhnlichen wenn nicht sogar avantgardistischen Stil, welcher wohl nicht in jedes Ohr passen mag.
Mit Wortwitz, Klamauk und schrägen Typen hat Ferkel Records ein (Satire-)Hörspiel auf die Beine gestellt, welches entweder geliebt oder gehasst wird. Ein bisschen schwanger gibt es halt nicht. Für meinen Verstand ist das Ende zu schwer aber was solls – ein paar Biere am Wochenende und ich werde es auch verstehen.
»Jaxx« hat folgende Datei angehängt:

2

Samstag, 3. April 2004, 20:28

RE: Osna-Cops: Mord an den Städtischen Bühnen (1)

Zitat

Original von Jaxx
Mit Wortwitz, Klamauk und schrägen Typen hat Ferkel Records ein (Satire-)Hörspiel auf die Beine gestellt, welches entweder geliebt oder gehasst wird. Ein bisschen schwanger gibt es halt nicht. Für meinen Verstand ist das Ende zu schwer aber was solls – ein paar Biere am Wochenende und ich werde es auch verstehen.


Hi Jaxx. Danke für die Rezi.

Also ich habs auch gehört. Liebe es aber nicht. Und hassen ? Mhhh... wohl auch nicht. Ich kann nur mit dieser Art von Comedy nicht viel anfangen. Aber ich gehe eben auch zum Lachen meistens in den Keller. :harhar:

Jedenfalls finde ich das Thema lesenswert und habe einen der nach unten zeigenden Daumen (Bewertung des Threads) damit gerade wieder eliminiert :P.

acquire

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3

Samstag, 3. April 2004, 21:22

RE: Osna-Cops: Mord an den Städtischen Bühnen (1)

Ich habe mal die 2 Daumen nach unten weggemacht.
Jetzt ist nur noch einer da. :(

Deine Rezi gefällt mir und ich freue mich schon darauf, das Hörspiel zu hören!
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Jaxx

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4

Samstag, 3. April 2004, 23:58

Hi Olli, hi acquire!

Danke für eure Beiträge!
Ich habe die Daumen heute auch gesehen und wollte eigentlich was dazu schreiben aber ich habe es dann doch gelassen. Diese Art der "Politik" kann man nicht erklären und man sollte es auch nicht versuchen. Aber vielleicht gibt es ja noch ein paar Leute, die nicht kategorisch denken? ;)


Gruß

Jaxx

5

Sonntag, 4. April 2004, 00:12

Zitat

Original von Jaxx
Hi Olli, hi acquire!

Danke für eure Beiträge!
Ich habe die Daumen heute auch gesehen und wollte eigentlich was dazu schreiben aber ich habe es dann doch gelassen. Diese Art der "Politik" kann man nicht erklären und man sollte es auch nicht versuchen. Aber vielleicht gibt es ja noch ein paar Leute, die nicht kategorisch denken? ;)


Gruß

Jaxx


Gruß zurück :DD

Der Daumen nach unten ist genau wie der nach oben Ausruck einer Meinung. Meinungen kann man auch als Politikum missbrauchen. Macht aber nix... Getreu dem Spruch: Wir haben uns doch alle lieb bewerte ich eigentlich Rezensionsthreads gar nicht. Der anonyme Daumen (in welche Richtung er auch ziegt) entbindet mich dann nämlich von der Pflicht, was schreiben zu müssen. Und als bekennender Egomane und Narzist bin ich doch über jede Aufmerksamkeit dankbar, die man mir zukommen läßt....:harhar:

Danke in jedem Fall nochmals für die Rezi. Ich weiss wie viel Arbeit (und Zeit) darin steckt.