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Freitag, 27. Februar 2015, 21:25

Hörspiele und Bücher

Wie ist eigentlich eure persönliche Verbindung zwischen Hörspielen und Buchvorlagen?
Seid ihr schon ab und zu mal durch ein Hörspiel dazu angeregt worden, das entsprechende Buch oder ein anderes Buch desselben Autors oder derselben Serie zu lesen?
Oder wart ihr nach der Lektüre eines Buches neugierig auf das Hörspiel?
Oder trennt ihr Hörspiele einerseits und Bücher andererseits (vorausgesetzt, ihr lest überhaupt Bücher ;P ) strikt und konsumiert nichts "doppelt"?
Ein Lehrer zum anderen:
"Unsere Schüler sehen viel zu viel fern."
"Wieso?"
"Heute ist einer mitten in der Klassenarbeit aufgestanden und hat gesagt: `Ich nehm' den Telefonjoker!´"

LibussaKrokus

Grumbeersupp un' Quetschekuche

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2

Freitag, 27. Februar 2015, 21:46

Interessante Frage, die ich klar beantworten kann. Wie ich hier bereits schon öfter angemerkt habe, liebe ich das Buch: "Der abenteuerliche Simplicissimus Teutsch" von Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen. Ein rechtes Schelmenstück deutscher Litertur, vor allem wenn man bedenkt, wann das Buch erschienen ist (1668). Nun, da war es irgendwann mal klar, dass ich die Vethake-Vertonung, erschienen auf Bunny, haben musste! Und! Ich war sehr positiv überrascht! :] Genauso interessiert mich die Umsetzung von Winterfelds "Caius ist ein Dummkopf" . . . wie hab ich die Geschichten als kleiner Bub geliebt!

Eine andere Buchvorlage, die mich zum Kauf eines, bzw. einer ganzen Serie von Hörspielen animiert hat, ist "Mark Brandis" von Nikolai von Michalewsky. Wie ich finde, eine perfekte Umsetzung der Vorlage.
Zu nennen wären hier vielleicht auch noch der Lederstrumpf, Schreckenstein und/oder die Jules Verne und Karl May Adaptionen . . .

. . . aber umgekehrt? :gruebel: Da muss ich erstmal in mich gehen!
Nothing makes a father happier than seeing his daughter with a smile on her face and her boyfriend with fear in his eyes!

Glück ist wie furzen. Wenn man es erzwingt, kommt nur Scheiße raus!

3

Freitag, 27. Februar 2015, 21:56

Bei mir lag im Umgekehrt auf jeden Fall der Schwerpunkt! Ich bin z.B. erst durch die DDF-Hörspiele auf die Idee gekommen, mal ein paar DDF-Bücher zu lesen, vorher kannte ich die überhaupt nicht.
Ebenso mal ein "Commander Perkins"-Buch (gefiel mir aber nicht).
Und Balduin Pfiff und Perry Clifton-Bücher von Wolfgang Ecke.
Einer der seltenen Fälle, wo ich zuerst die Bücher kannte und erst danach die Hörspiele, war TKKG.

Erst relativ spät habe ich Bücher wie "Die Abenteuer des Huckleberry Finn" oder "Lederstrumpf" gelesen, bei denen ich die Hörspielfassungen schon längst kannte. Mehr fällt mir im Moment selbst nicht ein...
Ein Lehrer zum anderen:
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LibussaKrokus

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4

Freitag, 27. Februar 2015, 22:10

. . . aber umgekehrt? :gruebel: Da muss ich erstmal in mich gehen!

Wenn überhaupt, dann vielleicht "Ein Autobus, groß wie die Welt" und "Meine Mutter darf es nie erfahren" von Simmel . . . auf die Bücher bin ich bei den Flohmarktbesuchen erst aufmerksam geworden, weil ich die Platten habe! Aber gelesen? Nein hab ich die noch nicht! :nö:
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5

Samstag, 28. Februar 2015, 16:11

Bei "Autobus" lohnt sich das Lesen auf jeden Fall, denn das Buch ist wesentlich intensiver als das Hörspiel, besonders als die Kinder im Bus sich selbst überlassen sind. Hier kannte ich übrigens das Buch vor dem Hörspiel und war dann von dem Hörspiel eher enttäuscht.

Bei "Mutter" war es umgekehrt. Da fand ich das Hörspiel toll, aber als ich später das Buch las, gefiel es mir nicht besonders - was aber natürlich daran liegen mag, dass ich die Handlung schon kannte und das Hörspiel sie eigentlich umfassend abdeckte.

Und noch was: Durch die Hörspiele vom "Gespensterschiff", "kleinen Muck" und "Kalif Storch" bin ich damals darauf gekommen, mal das Buch "Die Karawane" von Wilhelm Hauff zu lesen. Kann ich nur empfehlen :] , denn darin erfährt man z.B., dass das Märchen vom "kleinen Muck" ein viel positiveres Ende hat als z.B. das Europa-Hörspiel von Halver. Und es kommen noch mehr Orient-Geschichten vor, die man nicht unbedingt kennt, z.B. die ziemlich heftige Story von der "abgehauenen Hand".
Ein Lehrer zum anderen:
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Samstag, 28. Februar 2015, 17:56

Hallo,

ich bin alles andere als ein Bücherwurm. Obwohl ich eigentlich gerne einige Star Wars Bücher lesen würde (bsw. die X-Wing Serie) schaffe ich es einfach nicht. Selbst bei Stoff der mir Spaß macht - wie Star Wars brauche ich ewig bis ich mal ein Buch durch habe (insgesamt habe ich glaube ich 3 Star Wars Bücher gelesen). Meine Mutter liest sehr gerne und hat auch dicke Bücher locker in einer Woche durch - aber ich muss mich irgendwie immer zwingen weiterzulesen - und dass obwohl mir der Inhalt eigentlich zusagt. Keine Ahunung woran das liegt.

Buchvorlagen von Hörspielen lese ich daher auch so gut wie gar nicht. Ich habe bsw. keine Ahnung was oder ob bei den DDF oder TKKG Hörspielen teile der Buchvorlage wegelassen wurden oder nicht und ehrlich gesagt interessiert es mich auch nicht besonders. Wenn das Hörspiel gut ist dann ist gut - wenn es doof ist, ists halt doof :)

Was ich allerdings recht pauschal sagen kann ist, dass mir, meiner Erfahrung nach - kürzere Hörspielumsetzungen in denen dann wohl ein teil des Buchs weg gelassen wird oft besser gefallen als solche die gerade noch so auf die 80 Minuten CD drauf passen. Lieber knackige 44 Minuten TKKG als 78 Minuten bei denen man mit Handlungsstängen oder Längen erschlagen wird :)

Oh aber um auf die eigentlich Frage zurück zu kommen - Nein ich lese keine Bücher weil mir ein Hörspiel gut gefällt - andersherum auch nicht. Eher ist es so, dass ich mir dann denke - warum soll ich das Buch noch lesen wenn ich den Inhalt vom Hörspiel her schon kenne und nun ja um einfach mal so ein Buch zu lesen was noch nicht als Hörspiel erschien fehlt es mir meist an Lust ;)