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Mittwoch, 9. März 2005, 12:20

Jackson-Prozess: Bruder des angeblichen Opfers gibt Lügen zu

Santa Maria (dpa) - Der jüngere Bruder des angeblichen Opfers im Missbrauchprozess gegen Michael Jackson hat am Dienstag im Kreuzverhör zugegeben, gelogen zu haben. In einer teilweise scharfen Befragung durch Jackson-Verteidiger Thomas Mesereau räumte der 14- Jährige ein, in einem früheren Gerichtsverfahren unter Eid falsche Angaben gemacht zu haben.

Mesereau wies den Jungen auch auf Unstimmigkeiten in seinen Aussagen über die angebliche Belästigung durch Jackson hin, die der jüngere Bruder beobachtet haben will. "Ich kann mich nicht genau erinnern, was ich früher gesagt habe", zitierte die "Los Angeles Times" den Teenager im Zeugenstand.

Im Kreuzverhör bemühte sich Mesereau, die Glaubwürdigkeit des vermutlich einzigen Augenzeugen der angeblichen sexuellen Belästigung in Zweifel zu ziehen. Bereits in seinem Eröffnungsplädoyer hatte der Anwalt die Familie des Jungen als Lügner dargestellt, die Anschuldigungen erfinde, um so von Jackson Geld fordern zu können.

Im Jahr 2000 hatte die Familie in einem Streit um angeblichen Ladendiebstahl ein Warenhaus auf Schadenersatz verklagt. Der Junge räumte ein, dass er damals unter Eid die falsche Aussage machte, nie von seinem Vater geschlagen worden zu sein. Warum er vor Gericht gelogen habe, wollte Mesereau von dem Jungen wissen. Er erinnere sich nicht daran. Das liege nun fünf Jahre zurück, entschuldigte sich der Teenager.

Mesereau legte dem Jungen auch eine Sex-Zeitschrift vor, die Jackson den Brüdern laut Aussage des 14-Jährigen im Frühjahr 2003 gezeigt haben soll. Das Magazin war aber erst vier Monate nach dem letzten Aufenthalt der Jungen auf Jacksons Neverland Ranch im Handel erschienen. Der Junge erklärte daraufhin, dass der Sänger ihnen "diese Art von Zeitschriften" gezeigt habe.

Im Kreuzverhör sagte der Teenager, dass beim Betreten von Jacksons Schlafzimmerflur wie üblich ein Alarm angegangen sei. Dies sei auch der Fall gewesen, als er Jackson und seinen Bruder im Bett beobachtet habe. Prozessbeobachter stellten sich prompt die Frage, warum der Sänger von diesem Geräusch nicht aufgeschreckt wurde. Am Mittwoch sollte die Befragung des Jungen durch die Verteidigung fortgesetzt werden.

Er fühle sich gut, sagte Jackson am Dienstag beim Verlassen des Gerichtsgebäudes. Seine Sprecherin fügte in einer Stellungnahme hinzu, dass die "verleumderischen" und "anzüglichen" Aussagen des Jungen am Vortag für Jackson "verletzend und peinlich" waren.

Am Montag hatte der Bruder vor der Jury geschildert, wie sein heute 15 Jahre alter Bruder im Frühjahr 2003 von dem Popstar unsittlich berührt wurde. Der Aussage nach soll Jackson in seinem Schlafzimmer den schlafenden Jungen angefasst und sich dabei selbst befriedigt haben.

Hm, irgendwie bestätigt sich bei mir immer mehr, dass Jackson tatsächlich unschuldig ist. Ich glaube wirklich, dass der einfach
nur ein Problem damit hat, nie wirklich ein normales Kind
gewesen zu sein. Daher hängt er auch den ganzen Tag mit Kindern rum.
Dass es natürlich bei seiner Kohle immer wieder so Arschlöcher gibt,
die aus dieser Sache Kohle ziehen wollen, liegt doch sehr nahe.
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »balrog« (9. März 2005, 12:22)


Kirschblüte

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2

Mittwoch, 9. März 2005, 13:56

RE: Jackson-Prozess: Bruder des angeblichen Opfers gibt Lügen zu

Zitat

Original von balrog
Ich glaube wirklich, dass der einfach
nur ein Problem damit hat, nie wirklich ein normales Kind
gewesen zu sein. Daher hängt er auch den ganzen Tag mit Kindern rum.
Dass es natürlich bei seiner Kohle immer wieder so Arschlöcher gibt,
die aus dieser Sache Kohle ziehen wollen, liegt doch sehr nahe.


Da stimme ich Dir zu. Dass er versucht, seine verlorene Kindheit verzweifelt wieder aufzuholen sieht man ja allein schon an dem Mini-Disneyland, was bei ihm im Garten steht.

Allerdings halte ich ihn auch für schwer psychisch geschädigt, natürlich bedingt durch seine Jugend. Manchmal könnte man meinen, er hat jeglichen Bezug zur Realität verloren.
Allein diese ganzen Schönheitsops, wer tut sich denn sowas freiwillig an?
Es gab mal eine Zeit, da fand ich ihn richtig nett, aber heute würde ich den noch nichtmal mit einer Zange anfassen. :eek:
Wer kann denn schon sagen, wie er wirklich tickt?

Gruß

Kirschblüte

Dodo

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Mittwoch, 9. März 2005, 15:42

ein bisschen strange ist der Kerl auf jeden Fal...was die OPs angeht, angeblich waren sie je medizinisch notwendig, da er ja so ein seltsames Hautleiden hat....
Im letzten Jahr voller Schaffensdrang: Mein Buch: Meine CD: --> Schall & Rauch - Die große Frage <-- Have fun! :DD

leocat

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4

Mittwoch, 9. März 2005, 16:42

Frage am Rande:

Zitat

räumte der 14- Jährige ein, in einem früheren Gerichtsverfahren unter Eid falsche Angaben gemacht zu haben.
Kann man einen 9-Jährigen (es ging ja um ein 5 jahre zurückliegendes verfahren) vereidigen? In Deutschland geht das nicht, oder? Hier muss man doch mindestens volljährig sein. :confused:

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »leocat« (9. März 2005, 16:44)


Quercus

Wilddieb

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5

Mittwoch, 9. März 2005, 17:30

in den usa kannst du ja auch einen 8jährigen wegen sexueller belästigung jahrelang in den knast stecken *wunder*

ich glaube im übrigen nicht, das jackson ganz unschuldig ist. aber ich glaube, dass er super harmlos ist. vielleicht hat er tatsächlich irgend einen der jungen mal überredet seinen schniepel anzufassen oder sich mit ihm zusammen nen porno heftchen anzuschauen. vielleicht hat ihn auch der junge überredet.

hätte mir einer mit 12 son heftchen gezeigt, ich wäre ihm dankbar gewesen :D

mal im ernst, streng genommen hat der sich bestimmt ein bischen rechtlich daneben benommen, aber ich denke, dass er völlig unfähig zu irgendeiner gewalttat ist und nicht in die gleiche kiste wie einschlägige kinderschänder gesteckt werden sollte.

ein bischen pädophiel ist er bestimmt, das alleine macht ihn aber eher zu ner armen wurst und nicht zu einem verbrecher.

ich vermute auch, dass diese familie einfach geld erpressen will
"Du hast das Recht auf eine eigene Meinung, aber Du hast kein Recht auf eigene Fakten." Paul Romer

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William Shakespeare: "Wenn alle Leute nur dann redeten, wenn sie etwas zu sagen haben, würden die Menschen sehr bald den Gebrauch der Sprache verlieren."

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Mittwoch, 9. März 2005, 17:36

Keine Ahnung wer hier im Recht ist. Die Leidtragenden sind aber in jedem Fall die Kinder. Entweder weil tatsächlich ein Mißbrauch stattfand oder weil sie von den Eltern aus Geldgier zu Falschaussagen gezwungen wurden. Egal was davon zutrifft, da werden sie noch ihr Leben lang dran zu knabbern haben.
Liebe Grüße
Nico

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