Heute im Sortiment:
Hanny Porter, Ronja Räubertochter, Pater Brown, Philip Maloney
Außerdem:
Auf der Schwelle zum Paradies, Kara ben Nemsi auf seinem Weg durch den Orient und auf der Suche nach der Berechenbarkeit des Todes
Ronja Räubertochter
Autor(en): Astrid Lindgren (Schweden 1907 - 2002)
Produktion: BERU 1991
Bearbeitung, Literatur / Kinderhörspiel
Regie: Christa Kowalski
Bearbeitung: Waltraud Lewin
Komposition: Hermann Naehring
Inhaltsangabe: Ronja lebt glücklich unter Räubern und gehört nur sich selbst. Sie hütet sich, in den Höllenschlund zu fallen, indem sie ihn mit Birk Borkason um die Wette überspringt. Eigentlich müßten beide Todfeinde sein, denn ihre Räuberbanden sind es auch. Sie aber werden wie Bruder und Schwester. Einer hält es ohne den anderen nicht aus. So trennen sie sich von ihren Räuberfamilien. Zu zweit in der Bärenhöhle, in der wilden Natur, unter Graugnomen und Wilddruden lernen sie, mit Leben und Tod zurechtzukommen. Als Räuber, werden sie nicht leben!
(ab 6 Jahren)
Mit:
Ronja: Kathlen Justiz
Mattis: Klaus Manchen
Lovis: Karin Ugowski
Glatzen-Per: Werner Senftleben
Birk: Sebastian Oberschmidt
Borka: Michael Schweighöfer
Undis: Ute Boeden
Räuber / Graugnome: Horst Lampe, Romeo Riemer, Lothar Dimke
Wilddruden / Unterirdische: Kaspar Eichel, Kristof-Mathias Lau, Birgit Edenharter
Rumpelwichte: Susanne Schwaab, Waltraud Kramm
Laufzeit: 48 Minuten
Sendetermine: MDR Figaro - Sonntag, 7. Januar 2007, 08:05 Uhr
Die haarsträubenden Fälle des Philip Maloney 298:
Die gestohlene Identität
Autor(en): Roger Graf (Schweiz 1958)
Produktion: DRS 2006
Originalhörspiel, dt. / Krimi
Inhaltsangabe: Maloneys neue Klientin reist aus Österreich an. Ihr wurde vor zwei Jahren eine Handtasche gestohlen. Seit einigen Wochen erhält sie Anrufe und Briefe aus der Schweiz, die darauf hindeuten, dass jemand in ihrem Namen in betrügerischer Absicht Bestellungen macht und Dinge einkauft, die nicht bezahlt werden. Rasch entdeckt Maloney eine Spur, die von einem Hotelzimmer zu einer Frau führt.
Mit:
Philip Maloney: Michael Schacht
Polizist: Jodoc Seidel
Signetstimme: Peter Schneider
Anita Rinnhofer: Susanne Rabl
Beat Vontobel: Andrej Togni
Rahel Martinjak: Sibilla Semadeni
Walter Truniger: Roy Gablinger
Sendetermine: DRS 3 - Sonntag, 7. Januar 2007, 11:10 Uhr (Ursendung)
Johann verschwindet
Autor(en): Hans Zimmer (BRD 1946)
Produktion: DLR 2006
Originalhörspiel, dt. / Kinderhörspiel
Regie: Klaus-Michael Klingsporn
Komposition: Wolfgang Loos
Sendetermine: DLR - Sonntag, 7. Januar 2007, 13:30 Uhr (Ursendung)
Der Burespiegel
Autor(en): Jeremias Gotthelf (Schweiz 1797 - 1854)
Produktion: DRS 1962
Bearbeitung, Literatur
Regie: Robert Egger
Bearbeitung: Hans Rudolf Hubler
Übersetzung: Hans Rudolf Hubler
Sprache: Dialekt
Inhaltsangabe: Nachdem Albert Bitzius (1797-1854) in ein und demselben Jahr erst seine Mutter und dann seinen Bruder Fritz verloren hatte, 1836 war das, begann er sein schriftstellerisches Wirken und schrieb seinen ersten Roman mit dem Titel «Der Bauernspiegel oder Lebensgeschichte des Jeremias Gotthelf, von ihm selbst beschrieben». Darin entwirft er ein Gegenbild zum romantisierenden Bauernbild des Biedermeier und prangert Missstände (korrupte Gemeindebeamte, Verdingwesen, Schulsystem) deutlich an. Durch den Titel gibt sich der Text als Autobiographie aus, ist aber fiktiv und kann wohl am ehesten dem Genre des Entwicklungsromans zugeordnet werden. Bitzius war sehr um das Schulwesen und die Erziehung besorgt, er wurde deshalb sogar einmal strafversetzt. Von seinem Hauptdarsteller übernahm er den Namen als sein Pseudonym und nannte sich fortan Jeremias Gotthelf.
Mit:
Jeremias: Ernst Flückiger
Präsident: Paul Hofmann
Wirtin: Elisabeth Oppliger
Grossvater: Hans Gfeller
Grossmutter: Gertrud Demenga-Schwarz
Benz: Oskar Bachmann
Mutter: Eva Minder-Wilker
u.a.
Sendetermine: DRS 1 MW - Sonntag, 7. Januar 2007, 14:00 Uhr - Teil 1 von 12
Die Erziehung der Engel
Autor(en): Esther Vilar (Argentinien 1935)
Produktion: MDR 1998
Bearbeitung, Literatur / Komödie
Regie: Stefan Dutt
Bearbeitung: Heide Böwe
Inhaltsangabe: An der Schwelle des Paradieses erwartet die Verstorbenen zwar nicht das Jüngste Gericht, aber doch eine Art Zwischenlandung mit kurzer Schulung: Die künftigen Engel müssen schließlich nicht nur lernen, sich in Zukunft mit Hilfe ihrer Flügel fortzubewegen, sie müssen sich auch die Grundregeln der HVO, der Himmlischen Verkehrsordnung, einprägen - sonst käme es angesichts der (infolge des Ewigen Lebens unvermeidlichen) Überfüllung des erdnahen Raumes zu Dutzenden von Zusammenstößen und Abstürzen täglich. Während dieser letzten und abschließenden Weiterbildungsveranstaltung erhalten der Serienautor Max, die Feministin Sarah Rodinski, die Künstlerwitwe Mrs. Gladstone, Reverend Hopkins und die zwölfjährige Nancy - die letzte Maschine aus New York war ziemlich unterbesetzt - darüber hinaus Gelegenheit, Gott persönlich kennenzulernen und sich, verblüfft, davon zu überzeugen, dass er - pardon: sie - eine Frau ist. Außerdem können sie ihr ein paar der Fragen stellen, die sie nie zu fragen wagten: zum Beispiel, ob der Selbstmord aus Platzmangel oder aus Imagegründen verboten ist, ob das Schaltjahr durch einen Rechenfehler entstand, was sie von Science Fiction hält und ob sie sauer war, als Edison die Glühbirne erfand und das nächtliche Dunkel der Schöpfung elektrisch zu beleuchten begann. Aber ob sie ahnen, dass Gott währenddessen darüber sinniert, ob er nicht das Ozonloch verbreitern und dann noch einmal ganz von vorn anfangen sollte, once more with feeling, nochmal mit Gefühl?
Mit:
Gott: Rosemarie Gerstenberg
Engelin Paula: Bärbel Röhl
Mr. Max Klein: Walter Renneisen
Mrs. Sarah Rodinski: Nina Hoger
Nancy: Annelie Leschke
Mrs. Gladstone: Heide Kipp
Reverend Hopkins: Klaus Herm
Japanerin: Emi Tamura
Japaner: Kazuhiro Sato
Flugansagen: Christina Weidemann
Laufzeit: 51 Minuten
Sendetermine: HR 2 - Sonntag, 7. Januar 2007, 14:05 Uhr
Die Serapions-Brüder
Autor(en): E. T. A. Hoffmann (Deutschland 1776 - 1822)
Produktion: BR 2006
Bearbeitung, Literatur / Märchen/Fantasy
Regie: Klaus Buhlert
Bearbeitung: Klaus Buhlert
Komposition: Klaus Buhlert
12. Teil: Die Königsbraut
Preise / Auszeichnungen: Hörspiel des Monats
Inhaltsangabe: Ein wahnsinniger Einsiedler, der im Wald lebt und sich für den Märtyrer Serapion hält, wird zum Namensgeber für ein literarisches Quartett der Fantasten: Zunächst sind es vier, später sechs Freunde, die sich als Serapions-Brüder bei abendlichen Treffen in einer Berliner Stadtwohnung ihre selbst verfassten Erzählungen und Märchen vorlesen. E.T.A. Hoffmann wählte diese Rahmenhandlung für eine Sammlung von Texten, die er zwischen 1814 und 1821 schrieb und unter dem Titel 'Die Serapions-Brüder' veröffentlichte. Für die Hörspielfassung, produziert vom Bayerischen Rundfunk, wurden 12 der insgesamt 27 Erzählungen akustisch umgesetzt. Dazu gehören so berühmte Novellen wie Rat Krespel, Die Automate oder Das Fräulein von Scuderi, aber auch kürzere, weniger bekannte Geschichten.
Die Rahmenhandlung von den Serapions-Brüdern nutzte Hoffmann für ebenso tiefgehende wie ironische Reflexionen über die Dichtkunst. So ist die 'Regel des Serapion', auf die sich die Freunde einigen, ein Spiegel seiner eigenen dichterischen Vorgehensweise: "Jeder prüfe wohl, ob er auch wirklich das geschaut, was er zu verkünden unternommen, ehe er es wagt, laut damit zu werden." Weil die Serapions-Brüder ihre eigenen Erfindungen lebendig vor Augen sehen, verliert sich in ihren Erzählungen die Unterscheidung zwischen Fantasie und Alltag, zwischen dem Vertrauten und dem Unheimlichen - ein Automat, der Fragen nach der Zukunft beantwortet, tritt ebenso auf wie eine Frau, die sich für ein Gespenst hält, ein Nussknacker, der gegen den Mausekönig kämpft, der Teufel selbst, verruchte Mörder, zweifelhafte Ärzte oder eine Königsbraut.
Hörspiel des Monats Dezember 2006 - Begründung der Jury der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste:
"Jede Bewegung erzeugt ihre Gegenbewegung. So ist es nur folgerichtig, wenn nach den großen Fantasy-Projekten der ARD-Hörspielredaktionen der Vater des Gruselgenres, E.T.A. Hoffmann, mit einer aufwendigen Produktion seiner märchenhaften 'Serapions-Brüder' bedacht wird. Dieses literarische Sextett vermag auch in Zeiten der medialen Reizüberflutung und Special Effects uns mit dem so einfachen wie nachhaltigen Mittel einer Erzählstimme das Fürchten zu lehren. Tatsächlich ist es noch gar nicht lange her, daß man vor Beklemmung Hoffmanns Erzählungen auf den Nachttisch zurücklegen mußte oder zwecks Provozierung von Gänsehaut seinem Liebsten die wundersamen Begebenheiten aus dem Reich der Phantasie mit der Hand abschrieb. Es ist nicht verwunderlich, daß zwei der wichtigsten Werke der Operngeschichte ihr Sujet aus den 'Serapions-Brüdern' beziehen: 'Hoffmanns Erzählungen' von Jacques Offenbach nach 'Die Automaten' und 'Cardillac' von Paul Hindemith nach 'Das Fräulein von Scuderi.' Erstklassig besetzt und mit durchdachten musikalischen Miniaturen des Regisseurs und Komponisten Klaus Buhlert akustisch in Szene gesetzt, ist diese monolithische Produktion ein Beweis dafür, daß, da uns nach immer neuen Geschichten dürstet, die alten zyklisch wiederkehren und einen krankenkassenentlastenden Beitrag zur Therapie unserer Ängste und Neurosen durch gute Literatur leisten."
Mit:
Herbert Fritsch, Felix von Manteuffel, Bernhard Schütz, Stefan Wilkening, Werner Wölbern, Manfred Zapatka
Gesamtlaufzeit: ~ 720 Minuten
Sendetermine: BR 2 - Sonntag, 7. Januar 2007, 14:55 Uhr - Teil 12 von 12
Vaudreys Verschwinden
Autor(en): Gilbert Keith Chesterton (Großbritannien 1874 - 1936)
Produktion: MDR/RBB/SWR 2005
Bearbeitung, Literatur / Krimi
Regie: Klaus Zippel
Bearbeitung: Ulrich Griebel
Komposition: Stefan König
Übersetzung: Alfred P. Zeller
Inhaltsangabe: Sir Arthur Vaudrey verschwindet am helllichten Tag in dem kleinen Dorf, das nahe seiner Villa liegt. Pater Brown verfolgt Vaudreys Weg: den Metzgerladen hatte er aufgesucht und war beim Herauskommen noch gesehen worden - dann verliert sich seine Spur. Wohin kann der lebenslustige alte Herr noch gegangen sein? Vielleicht in den Tabakladen, der auch eine Barbierstube beherbergt, oder in den Krämerladen einer alten Frau, vielleicht in ein Konfektionsgeschäft oder in einen Laden, der Limonade verkauft? Zurück zu seiner Villa kann er jedenfalls nicht gegangen sein, der Weg wurde von einem Angler beobachtet. Pater Brown findet den Vermissten schließlich am Flussufer: mit durchschnittener Kehle. Nun muss der Hintergrund des Mordes aufgeklärt werden. Verdächtige gibt es genügend, bis der kleine Pater schließlich einen als Mörder entlarvt.
Mit:
Erzähler: Jürgen Holtz
Pater Brown: Horst Bollmann
Evan Smith: Marco Albrecht
Dr. Abbott: Matthias Hummitzsch
Sybil Rye: Conny Wolter
John Dalmon: Stefan Kaminsky
Laufzeit: 54 Minuten
Sendetermine: DLR - Sonntag, 7. Januar 2007, 15:05 Uhr
Brüder
Autor(en): Bart Moeyaert (Belgien 1964)
Produktion: SWR 2006
Bearbeitung, Literatur / Kinderhörspiel
Regie: Elisabeth Arzberger
Komposition: Jens-Uwe Bartholomäus
Inhaltsangabe: Der Älteste, der Stillste, der Echteste, der Fernste, der Liebste, der Schnellste und ich - das sind die sieben Brüder, von denen in kurzen Geschichten erzählt wird. Immer vom Jüngsten, der neben den sechs anderen oft das Gefühl hat, viel zu jung zu sein. Um die ganz alltäglichen Abenteuer von sieben Jungen geht es - und gleichzeitig ist gar nichts alltäglich, sondern alles Abenteuer.
Mit:
Peter Sikorski
Laufzeit: 55 Minuten
Sendetermine: SWR Cont.Ra - Sonntag, 7. Januar 2007, 16:05 Uhr
Der Orientzyklus
Autor(en): Karl May (Deutschland 1842 - 1912)
Produktion: WDR 2006
Bearbeitung, Literatur
Regie: Walter Adler
Bearbeitung: Walter Adler
Komposition: Pierre Oser
Weitere Titel: Roman: Durch die Wüste
Roman: Durchs wilde Kurdistan
Roman: In den Schluchten des Balkan
Roman: Durch das Land der Skipetaren
Roman: Der Schut
Roman: Von Bagdad nach Stambul
Inhaltsangabe: 9. Januar 1879. Wegen Amtsanmaßung wird der mehrfach vorbestrafte 37-jährige Schriftsteller Karl Friedrich May vom Königlichen Amtsgericht zu Stollberg in Sachsen zu drei Wochen Gefängnis verurteilt. Mitte August bittet May um Aufschub des Haftantritts, da er sich für literarische Arbeiten noch Bücher besorgen müsse. Am 1. September schließen sich hinter ihm die Tore des Arresthauses in Hohenstein. Die Haft endet am 22. September abends um 19 Uhr. Etwa ein Jahr später erscheint "Im Deutschen Hausschatz" in Regensburg unter dem Titel "Giölgeda padishanün" die erste Erzählung mit den beiden Protagonisten Kara Ben Nemsi und Hadschi Halef Omar. Die zerstückelten, in unregelmäßigen aber schnellen Abständen erscheinenden Zeitschriftenabdrucke fügt der Freiburger Verleger Fehsenfeld ab 1891 zur sechsbändigen Buchausgabe unter dem Titel "Der Orientzyklus" zusammen.
Die Erzählungen handeln von der Abenteuerreise des Christen Kara ben Nemsi (Sohn der Deutschen) und des gläubigen Moslems Hadschi Halef Omar, die sie von Algerien über Ägypten quer durch die Sahara ans Rote Meer und zu den Heiligen Stätten des Islam führt. Sie durchqueren die Arabische Halbinsel, reisen ins Zweistromland von Euphrat und Tigris und weiter nach Konstantinopel, dem heutigen Istanbul. Auf der Suche nach dem Schut, dem geheimnisvollen Anführer der Verbrecherbande, die den Balkan in Angst und Schrecken versetzt, kommen sie durch Bulgarien und Mazedonien, bis die Geschichte in Albanien durch ein so genanntes Gottesurteil ihr Ende findet.
Die beiden ersten Bände erzählen vom Weg durch die algerische Wüste, auf dem Kara ben Nemsi und Halef die Leiche eines Franzosen entdecken. Kurze Zeit später begegnen sie dem Armenier Hamd el Amasat, der offensichtlich der Mörder ist. Hamd el Amasat, auch Abu en Nassr (Vater des Sieges) genannt, kann ihnen jedoch entkommen, indem er ihren Führer Sadek auf dem berüchtigten Salzsee erschießt. Kara ben Nemsi und Halef ziehen weiter bis zum Nil, wo sie eine junge Frau aus einem Harem befreien. Sie geraten in Gefangenschaft des Piraten Abu Seïf (Vater des Säbels), können sich aber befreien und reisen in die Gegend von Mekka. Halef lernt Hanneh kennen und heiratet sie. Auf der nächsten Reiseetappe gesellt sich der Engländer Sir David Lindsay dazu, auf dessen Dampfboot die Fahrt nach Bagdad gelingt. Beim Stamm der Haddedihn wird Kara ben Nemsi mit einem besonderen Pferd geehrt: Rih. Kara ben Nemsi führt die Haddedihn in ihrem Krieg gegen feindliche Stämme zum Sieg.
Gemeinsam ziehen Kara ben Nemsi, Halef und Scheik Mohammed Emin nach Norden ins Land der Kurden, um Amad el Ghandur, den Sohn Mohammed Emins, aus der türkischen Festung Amadijah zu befreien. Die Kurden schenken Kara ben Nemsi den Hund Dojan, mit dessen Hilfe die Freunde ihre Abenteuer im Kurdenland bestehen. Sie begegnen der geheimnisvollen Marah Durimeh, dem "Geist der Höhle". Sie wird zusammen mit Kara ben Nemsi unter den verfeindeten Stämmen Frieden stiften.
Walter Adler bearbeitete den sechsbändigen Orientzyklus Karl Mays in enger Verschränkung mit dessen Biografie. Im Vordergrund dieser opulenten Inszenierung steht die Vielschichtigkeit der ethnischen, religiösen und moralischen Determinanten, um die herum Karl May seine Romane komponiert hat. Textgrundlage dieser Fassung ist die für die Karl May-Stiftung von Hans Wollschläger und Hermann Wiedenroth herausgegebene historisch-kritische Ausgabe. Die Folgen 5-12 umfassen die vier weiteren Bände des 6-teiligen Orientzyklus ("Von Bagdad nach Stambul", "In den Schluchten des Balkan", "Durch das Land der Skipetaren" und "Der Schut") und werden im Laufe des ersten Halbjahres 2007 gesendet.
"Ein 'Potpourri' von sogenannten Abenteuern, wie mir nach dem ersten Teil scheint. Was Pornographie in Sachen Sex und Potpourri in Sachen Musik ist, nämlich eine Sammlung von 'Stellen' oder 'Höhepunkten', macht den schönsten Abenteuerroman zum Langweiler.
Dazu die ständig zu aufgeregte, immer unruhige und überlaute Stimme des Ich-Erzählers Sylvester Groth.
Was für ein trauriger Verschleiß einer hochkarätigen Sprecherriege!" (KB)
Mit:
Sprecher: Bernd Kuschmann
Karl May / Kara Ben Nemsi: Sylvester Groth
Mutter May: Kerstin Thielemann
Vater May: Udo Kroschwald
Richter: Thomas Thieme
Staatsanwalt: Volkert Kraeft
Direktor: Jürg Löw
Ilisch: Navid Akhavan
von Falckenstein: Josef Tratnik
Hadschi Halef Omar: Matthias Koeberlin
Layritz: Hansjoachim Krietsch
Hamd el Amasat: Werner Wölbern
Sadek: Peter Harting
Omar Ibn Sadek: Hüseyin Michael Cirpici
Bote des Abrahim Mamur: Götz Schulte
Abrahim Mamur: Michael Mendl
Senitza: Camilla Renschke
Reis Abu Hassan: Horst Mendroch
Isla Ben Maflei: Florian von Manteuffel
Matrose: Götz Argus
Khawasse: Andreas Grötzinger
Sabeth-Bei: Felix von Manteuffel
Abu Seïf: Andreas Grothgar
Amscha, Tochter von Scheik Malek: Renan Demirkan
Scheik Malek: Christian Redl
Hanneh, Tochter von Amscha: Fanny Thevissen
Kürekdschi: Wolfgang Rüter
Gesamtlaufzeit: ~ 650 Minuten
Sendetermine: WDR 5 - Sonntag, 7. Januar 2007, 17:05 Uhr - Teil 5 von 12 (Ursendung)
Sabeth oder Die Gäste im schwarzen Rock
Autor(en): Günter Eich (BRD 1907 - 1972)
Produktion: SWF 1954
Originalhörspiel, dt. / Märchen/Fantasy
Regie: Fritz Schröder-Jahn
Komposition: Johannes Aschenbrenner
Inhaltsangabe: Elisabeth, ein neunjähriges Bauernkind, hat gegen das Verbot der Eltern in der Schule erzählt, daß auf dem abgelegenen Hof daheim seit einiger Zeit ein großer freundlicher Rabe umgeht, der sprechen kann. Die nüchternen Nachforschungen der Lehrerin und des Schulleiters bestätigen, was das Kind erzählt: Der Rabe hat seine Gefährten, die auf den nebligen Feldern sitzen, verlassen und hat die Sprache der Menschen gelernt - mit ihr aber auch das Gedächtnis und das Vergessen. Als seine Gefährten eines Tages davonfliegen, bleibt er allein zurück: die beglückend-bedrückende Erscheinung aus einer anderen Welt, in der man kein Gedächtnis braucht, um sich an seinen Ursprung zu erinnern, und in der die Ewigkeit so lange dauert wie die Zeit zwischen Ruf und Echo.
Mit:
Sabeth: Eduard Marks
Elisabeth Fortner: Gudrun Gewecke
Bäuerin, Frau Fortner: Gisela von Collande
Bauer, Josef Fortner: Robert Rathke
Knecht: Kurt Ebbinghaus
Magd: Gudula Kownatzky
Therese Weisinger, die Lehrerin: Gisela Mattishent
Eginhard Woturba, der Schulleiter: Gert Westphal
Redakteur: Heinz Klevenow
Sekretärin: Margot Velder
Ein Kind: Helga Serfas
Herr Schlefink: Gert Keller
Frau Schlefink: Otti Schütz
Stimmen: Fritz Koppe, Kaspar Henrichs, Adelheid Meermann, Christa Henninger, Peter Buchwald, Marietta Selss, Roswitha Watzek
Laufzeit: 69 Minuten
Sendetermine: SWR 2 - Sonntag, 7. Januar 2007, 18:20 Uhr
Alice hinter den Spiegeln
Autor(en): Lewis Carroll (Pseudonym für: Charles Lutwidge Dodgson) (Großbritannien 1823 - 1898)
Produktion: WDR/HR 1975
Bearbeitung, Literatur
Regie: Heinz von Cramer
Bearbeitung: Heinz von Cramer
Übersetzung: Christian Enzensberger
Inhaltsangabe: "Carrolls Bücher handeln von der Gesellschaft. Hier, und fast nur hier, besteht Alice ihre Abenteuer; ihr wahrer Schauplatz ist das Parkett; der Kampf geht um die Schicklichkeit; die Waffe ist das Wort. Die wahren Exekutionen finden im Gespräch statt. In den Ländern, die Alice durchwandert, stirbt man die Tode der Verlegenheit und des Verstummenmüssens; man wird nicht ermordet, sondern mundtot gemacht; und nicht die Gurgel wird einem abgeschnitten, wohl aber die Antwort." (Christian Enzensberger)
"André Breton machte bereits darauf aufmerksam, daß die Zerstörung der geistigen Konventionen des 19. Jahrhunderts durch die Alice-Romane von Carroll den Boden vorbereitete für die großen künstlerischen Bewegungen unseres Jahrhunderts, wie etwa den Surrealismus, Futurismus und Dadaismus. Ich möchte den Nachweis gerne führen in einer freien akustischen Collage-Komposition, einer gleichsam musikalischen, symphonischen Neustrukturierung der Texte aus unseren heutigen Literatur- und Realisations-Erfahrungen heraus." (Heinz von Cramer)
Mit:
Hille Darjes, Ingrid van Bergen, Dieter Borsche, Marianne Lochert, Matthias Ponnier, Charles Wirths, Grete Wurm, u.a.
Laufzeit: 85 Minuten
Sendetermine: DLR - Sonntag, 7. Januar 2007, 18:30 Uhr
Vera spart Zeit
Autor(en): Rumjana Zacharieva (Bulgarien 1950)
Produktion: WDR 2007
Originalhörspiel, dt. / Kinderhörspiel
Regie: Moritz Alexander Berg
1. Teil: Vera und das Telefon
Inhaltsangabe: Vera freut sich. Ihre Mutter bekommt ein Baby. Bloß schon jetzt haben die Eltern keine Zeit! Zeit ist wertvoll. Mama und Papa sind arm, denn sie haben wenig Zeit. Und wenn das Baby da ist, wird die Zeit noch weniger. Vera ist entschlossen, den Eltern zu helfen. Sie geht zur Bank und möchte Zeit sparen. Im Restaurant bestellt sie eine Portion Zeit. Sie bittet den Schneider, ihr die Zeit zu verlängern. Und wenn die Zeit davon fliegt, will Vera ihr hinterher fliegen - mit einem Flugticket, das sie im Reisebüro kaufen möchte. Nach und nach fällt es sogar Veras Eltern auf, dass Vera tüchtig Zeit spart.
Gesamtlaufzeit: ~ 32 Minuten
Sendetermine: WDR 5 - Sonntag, 7. Januar 2007, 19:30 Uhr - Teil 1 von 4 (Ursendung)
Der Weg zum Glück
Autor(en): Ingrid Lausund (BRD 1965)
Produktion: ZST 2005
Bearbeitung, Theater
Regie: Matthias Kratzenstein / Daniel Wüthrich
Bearbeitung: Bernd Moss
Komposition: Matthias Kratzenstein / Sven Rossenbach / Florian Van Volxem / Daniel Wüthrich
Inhaltsangabe: Wer bin ich und was mache ich eigentlich hier? Die alljährliche Wiederkehr des Geburtstages gibt Anlass zu tieferem Räsonement. Ist Nachweis des unwiederbringlichen Verrinnens der Lebenszeit. Aber was heißt überhaupt Leben, wenn man das Gefühl hat, nicht daran teilgenommen zu haben? Keine Frage: Der Mann, der hier zu sich selber spricht, ist in der Sinn-Krise. Irgendetwas läuft gründlich schief bei ihm. Aber was tun? Spontane Ausbruchsversuche scheitern. Da kennt sich jemand selbst zu genau, als dass er auf seine Selbstüberrumpelungen noch hereinfällt. Je schwerer die Beine, desto rastloser die Selbstzerfleischung ... (Ingrid Lausund)
Ingrid Lausund hat mit diesem liebenswürdigen Leerläufer eine absurd-komische Figur geschaffen, die das einsame und geschäftige Treiben unserer Zeit vollkommen verinnerlicht hat und die erst am Ende ihrer körperlichen Kräfte zu einem überraschenden Entschluss gelangt.
"Ein Running Gag ist ein Witz, der sich immer weiter wiederholt. Voraussehbar und unausweichlich. Immer nach demselben Muster. Das Stolpern über die Bananenschale. Wahlweise kann es auch was anderes sein. Ein Handy. Oder eine Frau. Oder die Frage nach dem Sinn des Lebens.
Manche Running Gags können Jahre dauern. Dann sagt man nicht mehr Running Gag, dann sagt man Zwangsneurose. Immer nach demselben Muster. Der Zwangsneurotiker hat das Gefühl, er sei umgeben von einer großen Leere, gottverlassen und allein auf dieser Welt. Das ist er auch. Denn es ist ein Soloabend. Bernd Moss läuft um sein Leben." (Deutsches Schauspielhaus in Hamburg)
Mit:
Bernd Moss
Sendetermine: NDR Info - Sonntag, 7. Januar 2007, 21:05 Uhr (Ursendung)
Die Befristeten
Autor(en): Elias Canetti (Österreich 1905 - 1994)
Produktion: WDR 1966
Bearbeitung, Theater / Science Fiction
Regie: Raoul Wolfgang Schnell
Komposition: Bernd Alois Zimmermann
Inhaltsangabe: Elias Canetti hat sich zeit seines Lebens mit der Frage des Todes befaßt, dessen Beleidigung seiner Existenz er nicht hinnehmen wollte. Wieder und wieder, sei es in seinen Essays oder seinen Aufzeichnungen, rennt er gegen diese Tatsache des Lebens an, die, wie er meint, Ursache allen menschlichen Leidens sei.
In seinem Stück »Die Befristeten« versucht er dem Tod wenigstens die eine Spitze zu nehmen: seine Unberechenbarkeit und konstruiert eine Gesellschaft, in der das Todesdatum eines Menschen seit der Geburt bereits feststeht und jedem im Vorhinein ein bestimmtes Maß Leben zugesprochen worden ist, das er sich nun also nach Gutdünken einteilen und verwalten kann. Entstanden ist eine Art schwarzes Paradies, dessen kalte Ordnung jedes Leben erstickt. Die Namen sind verschwunden und durch die Zahl ersetzt, an der man das Lebensalter erkennen kann, und die Zeit wird zu einem Kapital, mit dem man in den Beziehungen kalkuliert. Offen bleibt, welcher Gott - welche Macht - hinter dieser Gesellschaft die Einteilungen vornimmt, also über Leben und Tod entscheidet.
Mit:
Fünfzig: Hans Caninenberg
der Freund: Günther Tabor
der Kapselan: Paul Hoffmann
einer: Helmut Peine
ein anderer: Wolfgang Büttner
Mutter, 32: Ricarda Benndorf
Junge, 70: Marius Müller-Westernhagen
Junge, 10: Hildegard Krekel
das Paar, er: Friedrich W. Bauschulte
das Paar, sie: Gisela Mattishent
junge Frau beim Begräbnis ihres Kindes: Giselheid Hönsch
erster junger Herr, 88: Edgar Hoppe
junger Herr, 28: Tillmann Röhrig
erste Alte, 93: Trudik Daniel
Alte, 96: Johanna Koch-Bauer
Laufzeit: 88 Minuten
Sendetermine: HR 2 - Sonntag, 7. Januar 2007, 21:30 Uhr
Ein Brief an Hanny Porter
Autor(en): Thor Kunkel (BRD 1963)
Produktion: MDR 2002
Bearbeitung, Literatur / Krimi
Regie: Christoph Dietrich
Bearbeitung: Steffen Moratz
Komposition: Holger Kliemchen
Inhaltsangabe: Sie wollten einfach nur mal wieder für ein paar Tage ausspannen: in ihrem Appartement auf Hawaii, das das Ehepaar Richard und Hanny Porter vor einigen Jahren als Kapitalanlage gekauft hatte, und das sie das Jahr über an Feriengäste aus aller Welt vermieten. "So einfach kann das Leben sein", denkt die verwöhnte und attraktive Hanny Porter noch kurz vor ihrer Ankunft. Sie fliegt stets als erste voraus, als Aufklärungseinheit wie sie sagt, bevor ihr gestresster Richard - Besitzer einer Hühnerfarm und als solcher mittlerweile zum Hauptlieferanten für ´Kentucky Fried Chicken` aufgestiegen - auf dem bereiteten Terrain eintrifft. Diesmal jedoch findet Hanny eine unangenehme Überraschung vor - eine verunstaltete, nach Urin stinkende Wohnung und einen an sie gerichteten, handgeschriebenen Brief. Ellie, die Verfasserin der Zeilen, schildert, wie sie erstmals im Leben zusammen mit ihrem Ehemann Marv im Haus der Porters das Paradies kennen gelernt habe - ein Paradies, in dem ihnen weder zu leben noch zu sterben vergönnt ist. "Es muss doch ein beruhigendes Gefühl sein, zu wissen," bekommt Hanny zu lesen, "dass ärmere Menschen, wie wir zum Beispiel, Ihren Ruhesitz finanzieren, nicht wahr?" Und auch das mit dem Uringeruch im Schlafzimmer sei weiter nicht so schlimm, schließlich würde der das Ungeziefer fern halten, aber Marv leide nun mal nach einer Prostata-Operation an Bettnässerei. Und unversehens gerät das wohlsituierte Paar in einen leibhaftigen Alptraum: Marv und Ellie sind nicht, wie im Brief angekündigt, nach Hause gefahren. Der Neid der besitzlosen Alten ist derart geweckt, dass sie ihre Vermieter kurzerhand in Geiselhaft nehmen. "Lassen Sie uns ein paar Tage im Schatten Ihres Glücks ausruhen", bittet der über siebzigjährige Marv Borkmann fast freundlich - und stellt Hanny und Richard dabei mit einem "harmlosen Nervengift" ruhig. Das vom Leben geprellte, kranke Rentnerehepaar verlängert seinen Urlaub nun auf unbestimmte Zeit. Was soll ihnen schon geschehen? Lehrt der gerade laufende Prozess um den Ex-Footballstar O.J. Simpson nicht gerade eindrucksvoll, dass man sogar mit Mord ungestraft davon kommen kann und dass es keine Gerechtigkeit mehr gibt?
Mit:
Hanny Porter: Andrea Sawatzki
Richard Porter: Christian Berkel
Marv Borkmann: Traugott Buhre
Ellie Borkmann: Rosemarie Fendel
Ruthie: Maria Happel
Laufzeit: 59 Minuten
Sendetermine: MDR Figaro - Sonntag, 7. Januar 2007, 22:00 Uhr
[Quelle:
www.hoerdat.de]