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Was passiert, wenn man mehr mit den Augen als mit dem Herzen liebt? Was geschieht mit gescheiterten Menschen, die andere Menschen gerne scheitern sähen? Wie sähe eine Flaschenpost aus, die man heute hundert Jahre in die Zukunft sendet? Was ist, wenn die Realität die Erinnerungen längst zunichte gemacht hat? Und was geschieht mit Lebewesen, die auf dem Abstellgleis landen?
Tod eines Straßenhändlers
Autor(en): Janwillem van de Wetering (Niederlande 1931)
Produktion: SWF/WDR 1983
Bearbeitung Literatur / Krimi
Regie: Peter Michel Ladiges
Bearbeitung: Peter Michel Ladiges
Inhaltsangabe: Ein Mann namens Abe Rogge wurde auf grausame Weise getötet, quasi unter den Augen Hunderter von Polizisten, die jedoch mit der Bekämpfung von Demonstrationen beschäftigt waren. Ein schwerer, metallischer Gegenstand hat Abe Rogges Gesicht buchstäblich zerschmettert, während er in seinem Zimmer im ersten Stock seines Hauses am Rande der Recht-Bloomslot-Gracht am Fenster stand. Schon die Ausführung dieser Tat gibt Rätsel auf, denn die Tatwaffe, wahrscheinlich eine Art Morgenstern, ist unauffindbar. Die Suche nach dem Täter führt die Kriminalisten wieder einmal in ein besonderes Milieu, denn der Tote war Straßenhändler, er belieferte die Amsterdamer Flohmärkte mit Waren en gros. Diese Tätigkeit hat ihm einigen Wohlstand eingebracht. Unter anderem jenes Haus in der Recht Bloomslot, in dem er mit seiner Schwester und einem jungen Helfer namens Louis Zilver lebte, der aus wohldurchdachten Gründen wenig von der Polizei und der Gesellschaft hält.
Mit:
Erzähler: Hans-Peter Hallwachs
Commissaris: Wolfgang Büttner
Grijpstra: Charles Wirths
de Gier: Matthias Ponnier
Cardozo: Andreas Mannkopff
Esther: Christel Koerner
Zilver: Wolfgang Peau
Monika Barth, Horst Beilke, Friedrich von Bülow, Carola Erdin, Marianne Mosa, Wolfgang Reinsch
Laufzeit: 48 Minuten
Sendetermine: DLF - Samstag, 10. Februar 2007, 00:05 Uhr
Der Schrei der Eule
Autor(en): Patricia Highsmith (USA 1921 - 1995)
Produktion: NDR 1985
Bearbeitung Literatur / Krimi
Regie: Hans Rosenhauer
Bearbeitung: Marion Kollbach
Übersetzung: Gisela Stege
Inhaltsangabe: Nach Büroschluss treibt sich der Ingenieur Robert Forester als Voyeur in idyllischen Wohngegenden herum. Besonders die hübsche Jenny hat es ihm angetan. Eines Abend entdeckt sie ihn im Gebüsch, und es entwickelt sich zwischen den beiden eine heimlich-unheimliche Liebesbeziehung. Doch Robert kann mit der realen Zuneigung eines Menschen, den er zuvor glorifiziert hat, wenig anfangen. Da verschwindet Jennys Verlobter, und die Polizei findet eine Leiche im Fluß. Ist der Voyeur auch der Mörder?
In "Der Schrei der Eule", einem ihrer bekanntesten Romane, entwickelt Patricia Highsmith zwei Motive, die für ihr gesamtes Schaffen zentral sind: die Unmöglichkeit der Liebe und die Unvermeidbarkeit des Bösen.
Mit:
Dr. Knott: Hans Hessling
Greg: Helmut Zierl
Jack: Gerhard Olschewski
Jenny: Esther Hausmann
Jennys Mutter: Helga Bammert
Kriminalkommissar: Siegfried Kernen
Mrs. van Vleet: Gerda Katharina Kramer
Nickie: Hannelore Hoger
Polizeiarzt: Hans Barein
Polizist: Wolfgang Hartmann
Robert: Dietmar Mues
Stimme: Almuth Bock
u.a.
Laufzeit: 55 Minuten
Sendetermine: WDR 5 - Samstag, 10. Februar 2007, 10:05 Uhr
Nachruf auf ein Pony
Autor(en): Ludvík Askenazy (Tschechoslowakei 1921 - 1986)
Produktion: ORF 1980
Originalhörspiel int.
Regie: Helmut Froschauer
Inhaltsangabe: Das Pony Simpelmeier, bestens geeignet, die große Trommel der Militärmusik eines tschechischen Infanterieregiments zu ziehen, wird durch die Besetzung der Tschechoslowakei durch die Deutschen außer Dienst gestellt. Das gleiche Schicksal hat der Tambourmajor Kubala, mit dem das Pony nun ins zivile Leben zieht, das eigentlich ein besseres wird, denn Kubala gründet einen kleinen Wanderzirkus. Durch sein gefährliches Zutrauen zu allen Militärmusiken wird das Pony aber endlich wieder in die Armee aufgenommen, wenn auch nicht ganz so, wie es sich das erträumt hatte...
Mit:
Erzähler: Paul Hoffmann
Kubala: Otto Tausig
Kosina: Kurt Sowinetz
Hirsch: Peter Wolfsberger
Beamter: Michael Toost
Wirt: Carlo Böhm
1. Soldat: Thomas Egg
2. Soldat: Peter Wolsdorff
Laufzeit: 60 Minuten
Sendetermine: ORF 1 - Samstag, 10. Februar 2007, 14:00 Uhr
Messages for 2099
Autor(en): Kai Grehn (DDR 1969) / Carsten Nicolai (DDR 1965)
Produktion: HR/DLF 2007
Regie: Kai Grehn
Komposition: alva.noto (Carsten Nicolai)
Sprache: Deutsch/Englisch
Inhaltsangabe: Der Autor Kai Grehn und der bildende Künstler Carsten Nicolai (als Musiker unter dem Pseudonym alva noto) haben zwei Jahre lang Botschaften an die Menschen im Jahr 2099 gesammelt, um sie als "akustische Flaschenpost" ans Ende des 21. Jahrhunderts zu senden. Wenn sie geöffnet wird, sind die beiden Künstler aller Wahrscheinlichkeit nach längst nicht mehr am Leben ebenso wenig wie der Großteil der Zeitgenossen, die jetzt ihre Botschaft in die Zukunft schicken.
"Messages for 2099" wird auf Vinyl-Scheiben gepreßt, die am 10.02.2007 in der Deutschen Nationalbibliothek Frankfurt/M abgespielt und live vom Hessischen Rundfunk urgesendet werden. Im Anschluß an die Ursendung werden die Vinyl-Platten in einer versiegelten Archivierungsbox der Deutschen Nationalbibliothek übergeben, mit der Vorgabe, 2099 an dieser Stelle wieder zur Aufführung gebracht zu werden.
Vier weitere Archivierungsboxen, die ebenfalls das auf Vinyl-Scheiben geschnitten Stück "Messages for 2099" enthalten, werden zudem weltweit in die Sammlung anderer Bibliotheken und Museen aufgenommen, um das Stück auch dort 2099 zur Aufführung zu bringen.
Mit:
Hermann Balters, Renè Beder, Michael Borremans, Jule Böwe, Mathias Bröckers, Eugen Drewermann, Adolf Endler, Wolfgang Engler, Mathias Greffrath, Durs Grünbein, Ekkehard Klemm, Kinderchor der Dresdner Singakedemie, Albert Hofmann, Johannes Jansen, Imre Kertész, Tetsuo Kogawa, Oliver Kray, Daniel Kulla, Oliver Ligneth-Dahm, Leonard Little Finger, Christoph Mayer, Anna Maylian, Friedericke Mayröcker, Reinhold Messner, Michael Moynihan, Phil Niblock, Opiate, Arvo Pärt, Berliner Passanten, Dan Pelleg, Hans Jörg Rheinsberger, Pipilotti Rist, Otto E. Rössler, Ryuichi Sakamoto, Michael Schindhelm, Berliner Schulkinder, Torsten Schulz, Tim Staffel, George Tabori, Jenny de la Torre, Jakob von Uexkull, Hetty E. Verolme, Wim Wenders, Robert Anton Wilson, Frank Wilczek, Uljana Wolf, Juli Zeh
Laufzeit: ~ 73 Minuten
Sendetermine: HR 2 - Samstag, 10. Februar 2007, 20:05 Uhr (Ursendung)
DLF - Samstag, 10. Februar 2007, 20:05 Uhr (Ursendung)
Grotvadder ward'n biwegelangs
Autor(en): Ernst-Otto Schlöpke (BRD 1922)
Produktion: RB/NDR 1970
Regie: Erich Keddy
Sprache: Dialekt
Inhaltsangabe: Reisen in die Vergangenheit sollte man besser nicht unternehmen, sie enttäuschen nur. Ernst-Otto Schlöpke schickt in diesem Spiel Vater und Sohn auf die Reise in eine kleine Küstenstadt, um dem Vater Gelegenheit zu geben, den Sohn zu den Stätten seiner Kindheit zu führen und ihn das "einfache Leben" zu lehren, das ja alle Eltern in ihrer Jugend schätzen gelernt haben. Aber die Zeit hat Dinge und Menschen verändert, und von dem, was der Vater in so lieber Erinnerung hatte, ist nichts übrig geblieben.
Mit:
Peter Witt: Bernd Wiegmann
Willi, sein Sohn: Claus Boysen
Hans Paulsen: Heinz Burmeister
Eike, seine Tochter: Elsbeth Kwintmeyer
Junge: Hans Werner Radula
Junge Frau: Ingeborg Heydorn
Alte Frau: Almut Sandstede
Fremdenführer: Jens Ehlers
Erzähler: Walter Arthur Kreye
Laufzeit: 47 Minuten
Sendetermine: NDR 1 MV - Samstag, 10. Februar 2007, 19:05 Uhr
NDR 1 HH - Samstag, 10. Februar 2007, 20:05 Uhr
Ein rätselhaftes Opernhaus
Autor(en): Javier Tomeo (Spanien 1932)
Produktion: SWR 1999
Bearbeitung Literatur
Regie: Walter Adler
Bearbeitung: Walter Adler
Übersetzung: Stefan Scheuermann
Inhaltsangabe: "Wir befinden uns in den Katakomben der Oper von H., sechs Stockwerke unter der Bühne. Nicht das geringste Zeichen des tosenden Lebens an der Erdoberfläche dringt bis hierher..." Was Tomeo szenisch anweist, soll nicht den Auftritt des "Phantoms der Oper" vorbereiten, obwohl die Personnage hinlänglich phantastisch ist: eine Brünhilden-Sopranistin in den Vierzigern und ein finsterer Sonderling, der wie ein Untersuchungsrichter agiert. Es beginnt ein verhörähnlicher Dialog über asymmetrische blaue Augen, das Singen von Weihnachtsliedern im August, übergewichtige Mütter, den gezielten Pfeilschuß in den Hintern einer bulgarischen Mezzosopranistin, den Kampf einer Brünhilde gegen eine Madame Butterfly - alles Beweisstücke eines allumfassenden Scheiterns, eines Herumirrens unserer Sopranistin in den Fluren der Mittelmäßigkeit. Aber der Untersuchungsrichter ist auch nur ein Gescheiterter.
Mit:
Erzähler: Felix von Manteuffel
Brünhilde: Jutta Hoffmann
Untersuchungsrichter: Jürgen Hentsch
Chor der Frauen: Juliane Bacher, Johanne Hanke, Lilo von Plüskow, Ulrike Sinnig, Sara Sommerfeldt, Regine Hentschel
Laufzeit: 59 Minuten
Sendetermine: DRS 2 - Samstag, 10. Februar 2007, 21:00 Uhr
Berger und Levin 3:
Der Junge, der Geschichten auf Flugzeuge schrieb
Autor(en): Adolf Schröder (BRD 1938)
Produktion: NDR 1992
Originalhörspiel dt. / Krimi
Regie: Norbert Schaeffer
Komposition: Gerd Bessler
Preise / Auszeichnungen: Hörspiel des Monats
Inhaltsangabe: Bergers Freundin Rosa Grönwald hat ein Päckchen Sicherheitsnadeln im Kaufhaus erstanden. Darauf steht in Kinderschrift: "Ich heiße Erwin, ich wohne in Wermelshausen. Ich liebe Euch alle. Ich bin in Not". Berger, Ex-Kommissar und Ex-Alkoholiker, fährt nach Wermelshausen, um den Jungen zu suchen. Erwin ist ein zwölfjähriger, scheinbar verrückter Junge, den die Eltern zu Hause gefangen halten. Berger bringt Erwin, der nur in gleichnishaften Geschichten redet, zu seinem Freund Levin, dem Psychotherapeuten. Aufgedeckt wird nicht allein ein sexuelles Verbrechen. Aufgedeckt werden Kindheitsgeschichten unterschiedlicher Generationen, die sich zu einem Mosaik zusammenfügen. Schmerzhafte Erinnerungen werden gemeinsam bewußt.
Mit:
Otto Sander, Hans-Peter Hallwachs, Hannelore Hoger, Dieter Mann, Esra Friedländer, Marion Breckwoldt, Gerda Gmelin, Daniel Bablitz, Lotte Bablitz, Sarah Kanstein, Annette Paulmann, Guido Zanke
Laufzeit: 46 Minuten
Sendetermine: NDR Info - Samstag, 10. Februar 2007, 21:05 Uhr
Lügen haben keine Beine
Autor(en): Peter C. Simon ( 1969)
Produktion: WDR 2007
Originalhörspiel dt. / Audio Art
Regie: Peter C. Simon
Inhaltsangabe: "Lügen haben keine Beine" von Peter C. Simon ist ein akustisches Reisetagebuch einer Person, die gar nicht verreist ist, eine surreale Reportage vom Unterwegssein und dem Kampf mit dem "Originalton" in mehreren Etappen. Was ist Wahrheit, woran erkennt man sie akustisch? Ausgehend von Realklängen konfrontiert er Aufnahmen unterschiedlicher Städte und Orte mit teils aus der Luft gegriffenen, teils tatsächlich so aufgezeichneten Ereignissen. Neue Bilder und Geschichten tauchen vor dem inneren Auge auf. Es ist unbestritten: Reisen erweitert den Horizont. "Lügen haben keine Beine" ist ein "Souvenir" im ursprünglichsten Sinne des Wortes und erlaubt dem Zuhörer ein "Jetsetten" durch die eigene Fantasie.
Laufzeit: 54 Minuten
Sendetermine: WDR 3 - Samstag, 10. Februar 2007, 23:05 Uhr (Ursendung)
[Quelle:
www.hoerdat.de]