Heute im Sortiment:
Sherlock Holmes im Titania-Format, Roald Dahl im Kurzformat.
Dazu diverse Erinnerungen an Menschen, Städte, Kampf und Sex
Der liebe Augustin
Autor(en): Horst Wolfram Geissler
Produktion: DRS 1967
Bearbeitung Literatur
Regie: Guido Frei / Albert Rösler
Bearbeitung: August E. Hohler / Eduard Stäuble
Komposition: Hans Steingrube
2. Teil: Die Spieldose
Inhaltsangabe: "Der liebe Augustin" von Horst Wolfram Geissler ist die Geschichte eines leichten Lebens. Im Mittelpunkt steht die Figur des Augustin Sumser, Spieldosenmacher zu Lindau am Bodensee. Der Roman erschien im Jahre 1921 und gehört seither zu den meistgelesenen und beliebtesten Büchern in deutscher Sprache.
Die fast märchenhaft anmutende Geschichte spielt Ende des 18.-, anfangs des 19. Jahrhunderts und liegt völlig quer in der literarischen Landschaft. Weshalb sich eine Kapazität wie August E. Hohler dennoch darauf einliess, formulierte er gleich selber: "So darum, weil wir der Meinung sind, dass uns heute nichts so Not tut, als am liebreizenden Beispiel zu erfahren, mit welcher Grazie und Heiterkeit man der Schwere des Lebens begegnen kann". Was 1967 galt dürfte auch vierzig Jahre später nichts von seiner Gültigkeit verloren haben.
Mit:
Erzählerin: Therese Giehse
Der liebe Augustin: Peter W. Loosli
Bürger von Lindau: Max Haufler
Pfr. Anton Knöpfle: Emil Hegetschwiler
Montgelas: Sigfrit Steiner
Kaiser Napoleon: Lukas Ammann
Talleyrand: Walter Morath
Sophie von Ungelter: Olga Gloor
Fürstäbtissin: Margrit Thomann
Susanne: Marianne Kober
Tante Jent: Walburga Gmür
u.a.
Gesamtlaufzeit: ~ 200 Minuten
Sendetermine: DRS 1 - Montag, 12. Februar 2007, 14:00 Uhr - Teil 2 von 5
Das erste Mal
Autor(en): Erhard Schmied (BRD 1957)
Produktion: RBB 2006
Regie: Wolfgang Rindfleisch
1. Teil: Klaus
Inhaltsangabe: An 'Das erste Mal' erinnert sich wahrscheinlich jeder, die Erinnerungen daran aber sind sicher so unterschiedlich wie die jeweiligen Abläufe dieses Ereignisses.
- Klaus, heute 40 Jahre alt, hatte dafür eine exakte Ablaufliste vorbereitet, aber dann kam es doch ganz anders.
Mit:
Klaus: Axel Werner
Gesamtlaufzeit: ~ 25 Minuten
Sendetermine: RBB Kultur - Montag, 12. Februar 2007, 14:10 Uhr - Teil 1 von 5 (Ursendung)
Grotvadder ward'n biwegelangs
Autor(en): Ernst-Otto Schlöpke (BRD 1922)
Produktion: RB/NDR 1970
Regie: Erich Keddy
Sprache: Dialekt
Inhaltsangabe: Reisen in die Vergangenheit sollte man besser nicht unternehmen, sie enttäuschen nur. Ernst-Otto Schlöpke schickt in diesem Spiel Vater und Sohn auf die Reise in eine kleine Küstenstadt, um dem Vater Gelegenheit zu geben, den Sohn zu den Stätten seiner Kindheit zu führen und ihn das "einfache Leben" zu lehren, das ja alle Eltern in ihrer Jugend schätzen gelernt haben. Aber die Zeit hat Dinge und Menschen verändert, und von dem, was der Vater in so lieber Erinnerung hatte, ist nichts übrig geblieben.
Mit:
Peter Witt: Bernd Wiegmann
Willi, sein Sohn: Claus Boysen
Hans Paulsen: Heinz Burmeister
Eike, seine Tochter: Elsbeth Kwintmeyer
Junge: Hans Werner Radula
Junge Frau: Ingeborg Heydorn
Alte Frau: Almut Sandstede
Fremdenführer: Jens Ehlers
Erzähler: Walter Arthur Kreye
Laufzeit: 47 Minuten
Sendetermine: NDR 1 NS - Montag, 12. Februar 2007, 20:05 Uhr
Die Ästhetik des Widerstands
Autor(en): Peter Weiss (BRD 1916 - 1982)
Produktion: BR/WDR 2007
Bearbeitung Literatur
Regie: Karl Bruckmaier
Bearbeitung: Karl Bruckmaier
Komposition: David Grubbs
5. Teil: Guernica
Inhaltsangabe: 'Die Ästhetik des Widerstands', das in den Jahren von 1971 bis 1981 entstandene erzählerische Hauptwerk des Schriftstellers Peter Weiss, gehört zu den wichtigsten deutschsprachigen Romanen der zweiten Hälfte des Zwanzigsten Jahrhunderts. Im Zentrum des fast eintausend Seiten umfassenden Triptychons, das die Geschichte des Scheiterns sozialistischer Ideale und Kämpfe und das Ausgeliefertsein des Individuums in totalitären Zeiten abbildet, steht die Person eines fiktiven deutschen Widerstandskämpfers. Dieser Ich-Erzähler verlässt als Jugendlicher 1937 Berlin und gelangt über die Tschechoslowakei, Spanien und Paris nach Schweden. Da wie dort wird er Zeuge der Widerstandskämpfe gegen Nazideutschland und der Machtkämpfe innerhalb der Kommunistischen Partei. "Wer ist dieses Ich? Ich selbst bin es."
Der namenlose Protagonist ist in vielen Details dem Autor nachgebildet. Er gibt Peter Weiss Gelegenheit, durch seine literarische Trauer- und Erinnerungsarbeit eine sprachmächtige Aufarbeitung eines historisch entscheidenden Jahrzehnts in der Auseinandersetzung der Ideologien zu liefern. Am Ende steht der Fall des Faschismus, gleichzeitig entwerten sich aber auch die Utopien der europäischen Linken im sowjetischen Personenkult und in der weltanschaulichen Zerrissenheit der Arbeiterparteien. Darüber hinaus arbeitet sich Weiss auch an der für ihn persönlich relevanten Hauptfrage ab, inwieweit politische Notwendigkeit und individuelle Erkenntnis über ästhetische Zusammenhänge miteinander zur Deckung gebracht werden können - auch hier gelingt dem Autor eine bittere Synthese aus Kunsttheorie und Realitätsanspruch: Der Ich-Erzähler und seine Gefährten entwickeln nicht nur über politische Erörterungen und Einschätzungen, sondern ebenso über Lektüren und gemeinsame Kunstbetrachtung eine Art kollektive Weltsicht. Durch die Reflektion seines politischen Tuns wie durch die Deutung großer Kunstwerke erfindet sich der Erzähler im Roman eine eigene Position als geistiger Arbeiter, als freier Schriftsteller, der sich aber aus ebenso freien Stücken der Disziplin einer Kaderpartei unterwirft: "Für den Ruf nach totaler Zertrümmerung der Kunst hatten wir nichts übrig, solche Parolen konnten sich diejenigen leisten, die übersättigt waren von Bildung."
Zu seinem Romanprojekt betrieb Peter Weiss intensive historische Recherchen, um dem entstehenden Werk "breiteste Realität zu geben". Neben der Hauptperson begegnet der Leser Figuren wie Willi Münzenberg oder Herbert Wehner und den Mitgliedern der Widerstandsorganisation um Harro Schulze-Boysen (`Rote Kapelle'). "Ich benutzte die authentischen Namen im Roman als Chiffren", notierte Peter Weiss dazu. Eine dieser Chiffren ist Bert Brecht. Auf ihn und seine Mitarbeiter stößt der Ich-Erzähler im schwedischen Exil. Weiss beschreibt manchmal bis ins quälende Detail alles über die Antagonismen zwischen Sozialdemokraten und Kommunisten in Deutschland, Spanien, Schweden und im französischen Exil, denen groß angelegte Ausdeutungen von Gemälden (Picassos 'Guernica') und Romanen (Kafkas 'Das Schloss') gegenüberstehen. In den grob zehn Jahren (1937 bis 1947), die der Roman umfasst, bekämpften zwei totalitäre Systeme - Faschismus und Kommunismus - sich selbst und die Menschheit aufs grimmigste und rücksichtsloseste. Im Namen einer pervertierten Vernunft und Wissenschaftlichkeit wurde mehr gemordet als je in der Geschichte zuvor im Namen einer Religion oder metaphysischen Idee - und dies aus dem Herzen des zivilisierten Europa heraus.
Gut fünfundzwanzig Jahre nach dem Tod von Peter Weiss, gut fünfzehn Jahre nach dem Zerfall des kommunistisch regierten Ostblocks liest man "Wehrt Euch"-Parolen auf den Straßen Berlins und im Osten Deutschlands, diesmal auf den Plakaten der politischen Erben der Nazi-Ideologie - und nicht als illegal hinterlassenes Signum des Widerstands gegen das NS-Regime wie im Roman 'Die Ästhetik des Widerstands'. Zu keinem besseren Zeitpunkt könnte man erinnern an einen der noch vor nicht allzu langer Zeit meistgespielten und meistgelesenen Nachkriegsautoren Deutschlands, an Peter Weiss und seine 'Ästhetik des Widerstands', die nun in einer fast zwölfstündigen Hörspielfassung, erarbeitet und realisiert von Karl Bruckmaier, vorliegt - immer noch monströs, immer noch schwierig, immer noch besessen vom Wunsch, auf der Basis von Vernunft und Verstehen eine bessere Welt zu errichten, ohne deshalb die Menschlichkeit abzuschaffen. Und doch auch anders als der Roman: das Hörspiel ist sich der Widersprüche des Textes durch den zeitlichen Abstand und die historischen Ereignisse stärker bewusst, ebenso der Zerrissenheit des Autors, seines Leidens, seines tatsächlich stellvertretenden und existentiellen Leidens bis hin zum Tod. In der zwangsläufig radikal komprimierten Hör-Fassung wird die Ästhetik auch verstehbarer, zugänglicher durch die Stimmen von Peter Fricke, Robert Stadlober, Rüdiger Vogler, Susanne-Marie Wrage, Hanns Zischler.
Mit:
Robert Stadlober, Peter Fricke, Rüdiger Vogler, Michael Tregor, Helga Fellerer, Ulrich Frank, Paul Herwig, Helmut Stange, Christian Friedel, Stephan Zinner, Katharina Schubert, Sabine Kastius, Susanne-Marie Wrage, Hanns Zischler, Jochen Striebeck, Wolfgang Hinze, Jule Ronstedt
Gesamtlaufzeit: ~ 660 Minuten
Sendetermine: BR 2 - Montag, 12. Februar 2007, 20:30 Uhr - Teil 5 von 12 (Ursendung)
Das Zeichen der Vier
Autor(en): Arthur Conan Doyle (Großbritannien 1859 - 1930)
Produktion: Titania 2004
Bearbeitung Literatur / Kinderhörspiel
Regie: Marc Gruppe
Bearbeitung: Stephan Bosenius / Marc Gruppe
Komposition: Manuel Rösler
Inhaltsangabe: London 1880
In Mary Morstans Leben ereignet sich merkwürdiges. Alljährlich erhält sie anonym eine wertvolle Perle zugesandt. Nun hat sie auch noch ein Unbekannter zu einem Treffpunkt bestellt. Besteht ein Zusammenhang mit ihrem vor Jahren spurlos verschwundenen Vater?
Sherlock Holmes und sein treuer Freund Dr. Watson tun ihr Bestes, den mysteriösen Fall ihrer jungen Klientin aufzuklären. Dabei geraten sie in ein gefährliches Abenteuer um einen märchenhaften Schatz. Schon bald gibt es einen Toten. Tatwaffe: ein vergifteter Dorn ...
Mit:
Sherlock Holmes: Joachim Tennstedt
Dr. Watson: Detlef Bierstedt
Peer Augustinski, Regina Lemnitz, Christian Rode, Janina Sachau, Friedrich Schoenfelder, Arianne Borbach, Heinz Ostermann, Jürg Löw, Alexander Doering, Lothar Didjurgis, Herbert Schäfer, Lucas Mertens, Dagmar von Kurmin
Gesamtlaufzeit: ~ 128 Minuten
Sendetermine: SWR DasDing - Montag, 12. Februar 2007, 22:00 Uhr - Teil 1 von 3
Schreckmümpfeli:
Mann aus dem Süden
Autor(en): Roald Dahl (Großbritannien 1916 - 1990)
Produktion: DRS 1976
Regie: Rainer Zur Linde
Inhaltsangabe: Ein Cadillac ist mehr als nur ein Auto.
Mit:
Siegfried Meisner, Günter Gube, Klaus Seidel, Herta Veuhoff
Laufzeit: 9 Minuten
Sendetermine: DRS 1 - Montag, 12. Februar 2007, 23:00 Uhr
White Light oder Die Reise ans Ende der Unendlichkeit
Autor(en): Rudy Rucker
Produktion: WDR 2004
Bearbeitung Literatur / Dokumentation
Regie: Thomas Wolfertz
Bearbeitung: Julia Förster
Inhaltsangabe: Rayman ist eigentlich ein ziemlich durchschnittlicher Typ, wären da nicht diese zwei kleinen Eigenheiten: Er ist Mathematiker und hat einen Hang zum Spirituellen. Jedenfalls sollte jemand mit dem Spezialgebiet "Unendlichkeit" und einer Neigung zu "Out-of-Body"-Reisen niemals, niemals zuviel trinken. Denn es könnte passieren, dass er Jesus trifft und den Teufel. Dass er auf der Reise zum ewigen Mount On einer existenziellen Kakerlake begegnet, sich mit seinen Vorbildern Albert Einstein und Georg Cantor anfreundet - und auf vier Rädern unkontrolliert dem größten Geheimnis des Universums entgegenrast ...
Mit:
Ray: Andreas Pietschmann
Kathy: Nina Weniger
Frank: Heinrich Giskes
Einstein: Ernst August Schepmann
Anja Lais, Hüseyin Michael Cirpici, Volker Niederfahrenhorst, Paul Faßnacht, Juan Carlos Lopez, Ulrich Hass, Hans Schulze, Bert Stevens, Reinhart Firchow, Andreas Grothgar, Robert Steudtner, Julia Förster
Laufzeit: 51 Minuten
Sendetermine: WDR 3 - Montag, 12. Februar 2007, 23:05 Uhr
[Quelle:
www.hoerdat.de]