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Montag, 12. März 2007, 16:08

2007-03-18 (Sonntag)

Heute im Sortiment:
Eine Kaninchen-Fährte, Elterntausch auf Kästnerisch, Crash-Tests live, ein historischer Versicherungsbetrug, ein komponierender Knastbruder, Fledermausweisheiten, die Suche nach einer Ausreißerin und eine Diva zwischen Ruhm und Gewissen :D


Das doppelte Lottchen

Autor(en): Erich Kästner (Deutschland 1899 - 1974)
Produktion: DGR 1974
Bearbeitung Literatur / Kinderhörspiel
Regie: Ruth Scheerbarth
Bearbeitung: Ruth Scheerbarth
Komposition: Hans Bergmann

Inhaltsangabe: Es ist schon merkwürdig, wenn sich zwei kleine Mädchen, die nichts voneinander wussten, plötzlich in einem Ferienheim gegenüber stehen und feststellen müssen, dass sie sich gleichen wie ein Ei dem anderen. Luise Palfy aus Wien hat zwar lange Locken und Lotte Körner aus München zwei streng geflochtene Zöpfe - das ist aber auch wirklich der einzige Unterschied. Luise und Lotte beschließen dem Geheimnis ihrer Ähnlichkeit auf den Grund zu gehen: Luise fährt als Lotte nach München zurück und Lotte als Luise nach Wien...

(ab 8 Jahren)

Mit:
Erzähler: Hans Söhnker
Vater: Ernst Stankovski
Mutter: Ruth Scheerbarth
Lotte: Bettina Spier
Luise: Sabine Clasen
Irene Gerlach: Almut Eggert
Resi: Lou Seitz
Hofrat Strobl: Hans Madin
Fräulein Linnekogel: Beate Kopp
Frau Muthesius: Edith Hancke
Fräulein Ulrike: Ursula Gerstel
Herr Gabele: Robert Rober
Doktor Bernau: Hans Bergmann
Anni Habersetzer: Martina Kintscher


Laufzeit: 47 Minuten
Sendetermine: MDR Figaro - Sonntag, 18. März 2007, 08:05 Uhr



Das Märchen von dem Rhein und dem Müller Radlauf

Autor(en): Clemens Brentano (Deutschland 1778 - 1842)
Produktion: DSK 1992
Bearbeitung Literatur / Märchen/Fantasy
Regie: Peter Groeger
Bearbeitung: Mario Göpfert
Komposition: Peter Gotthardt

Inhaltsangabe: Der Rhein treibt jeden Tag dem Müller Radlauf das Mühlenrad. So sind die beiden gute Freunde. Da fällt eines Tages Prinzessin Ameley ins Wasser. Der Rhein trägt sie zum Müller, der Müller schwimmt mit ihr ans Ufer und bringt sie zurück nach Mainz. Sie gefällt ihm, und er gefällt ihr. Und der König von Mainz hat dem, der sie rettet, ihre Hand versprochen. Doch der König hält sein Wort nicht. Er jagt den Müller davon. Da erklärt der Müller Radlauf dem König von Mainz den Krieg. Der Müller gewinnt diesen ungleichen Kampf nur, weil ihm sein alter Freund, der Rhein, dabei hilft.

Mit:
Erzähler: Karl Maria Steffens
Müller Radlauf: Ingolf Gorges
Amelei: Nadja Engel
Rhein: Dietrich Körner
König: Jürgen Kluckert
Königin: Gisela Büttner
Rattenkönig: Gerald Schaale
Elke Brosch, Gloria Jadwiga, Harald Moszdorf, Kristof Mathias Lau, Hans Klimar


Laufzeit: 50 Minuten
Sendetermine: DLR - Sonntag, 18. März 2007, 13:30 Uhr



Der Burespiegel

Autor(en): Jeremias Gotthelf (Schweiz 1797 - 1854)
Produktion: DRS 1962
Bearbeitung Literatur
Regie: Robert Egger
Bearbeitung: Hans Rudolf Hubler
Übersetzung: Hans Rudolf Hubler
Sprache: Dialekt

Inhaltsangabe: Nachdem Albert Bitzius (1797-1854) in ein und demselben Jahr erst seine Mutter und dann seinen Bruder Fritz verloren hatte, 1836 war das, begann er sein schriftstellerisches Wirken und schrieb seinen ersten Roman mit dem Titel «Der Bauernspiegel oder Lebensgeschichte des Jeremias Gotthelf, von ihm selbst beschrieben». Darin entwirft er ein Gegenbild zum romantisierenden Bauernbild des Biedermeier und prangert Missstände (korrupte Gemeindebeamte, Verdingwesen, Schulsystem) deutlich an. Durch den Titel gibt sich der Text als Autobiographie aus, ist aber fiktiv und kann wohl am ehesten dem Genre des Entwicklungsromans zugeordnet werden. Bitzius war sehr um das Schulwesen und die Erziehung besorgt, er wurde deshalb sogar einmal strafversetzt. Von seinem Hauptdarsteller übernahm er den Namen als sein Pseudonym und nannte sich fortan Jeremias Gotthelf.

Mit:
Jeremias: Ernst Flückiger
Präsident: Paul Hofmann
Wirtin: Elisabeth Oppliger
Grossvater: Hans Gfeller
Grossmutter: Gertrud Demenga-Schwarz
Benz: Oskar Bachmann
Mutter: Eva Minder-Wilker
u.a.


Sendetermine: DRS 1 MW - Sonntag, 18. März 2007, 14:00 Uhr - Teil 11 von 12



Hello, I'm Glen Sherley

Autor(en): Ludwig Fels (BRD 1946)
Produktion: RB 2006
Regie: Christiane Ohaus
Komposition: Sabine Worthmann

Inhaltsangabe: Die Geschichte ist so groß, sie könnte Hollywood gefallen: der zwielichtige Gefängnisaufseher, der geläuterte Verbrecher, der hartgesottene Anstaltsdirektor, die einsame Frau, die Musik ? all die alten Kinobilder. Hinzu kommt Johnny Cash, der legendäre Country-Star. Bei einem seiner Knast-Konzerte in "Folsom Prison" spielte er 1968 auch das Lied "Greystone Chapel" eines Gefangenen namens Glen Sherley, der während seiner Haft eine Reihe von populären Liedern schrieb. Tatsächlich kam es während des Konzertes zwischen Cash und Sherley zu einer Begegnung, doch der Rest dieser traurigen Geschichte ist frei erfunden.

Glen Sherley, der wegen verschiedener Raubdelikte mehrere Jahre Knast abzusitzen hat, liebt seine Verlobte Hedelin, die ihm versprochen hat, auf ihn zu warten. Sie besucht ihn einmal im Jahr zu Weihnachten, sonst hört er nichts von ihr. Sherley dagegen schreibt ihr so oft er kann herzzerreißende Liebesbriefe, in denen er seine ganze Sehnsucht wortmächtig zum Ausdruck bringt. Der Aufseher Maharry hilft ihm, diese Briefe weiterzuleiten. Sherley revanchiert sich für diese Dienste und schreibt Maharry schwülstig-schöne Liebesbriefe, mit denen der wortungelenke Mann seine Freundin betört. Doch eines Tages macht sich Maharry an Hedelin ran ?

Mit:
Wolfgang Kraßnitzer, Martin Engler, Christoph Zapatka, Kathrin Angerer, Hans-Peter Hallwachs, Reiner Schöne, u.a.


Laufzeit: 85 Minuten
Sendetermine: HR 2 - Sonntag, 18. März 2007, 14:05 Uhr



Unten am Fluss

Autor(en): Richard Adams (Großbritannien 1920)
Produktion: SWR 2006
Bearbeitung Literatur / Kinderhörspiel
Regie: Leonhard Koppelmann
Komposition: Henrik Albrecht
Übersetzung: Egon Strohm

Inhaltsangabe: Das Kaninchen Fiver wird von einer düsteren Vision heimgesucht. Wenn sie nicht sofort fliehen, wird der Tod das Gehege aufsuchen und nicht ein Kaninchen lebend zurücklassen. Doch innerhalb der festgefügten Regeln und Hierarchien der Kaninchengemeinschaft ist es für einen »Outskirter« nicht leicht, Gehör zu finden. Nur eine Handvoll Kaninchen, unter ihnen der beherzte Hazel, sind bereit, der dunklen Prophezeiung Glauben zu schenken. Der Weg in eine ungewisse Zukunft wird gefährlich, das weiß Hazel. Und er begreift auch: Wenn dieser bunte Haufen aus ehemals Privilegierten und sozialer Unterschicht es nicht schafft, sich zusammenzuraufen, wird alles vergebens sein. Doch für eine Umkehr ist es zu spät. Der Exodus hat begonnen.

Die grünen Hügel, die Fiver in seinen Träumen sieht und von denen er weiß, dass sie die neue Zufluchtstätte für die Kaninchen sein werden, sind weit entfernt, und die Zahl der Feinde ist groß. Neue Wege müssen erprobt, alte Traditionen gebrochen werden. Oder hätte man je davon gehört, dass sich ein Kaninchen mit einer Lachmöwe anfreundet? Doch es gilt ebenso, die alten Überlieferungen zu erhalten, um ein geistiges Fundament für die neue Zeit zu bewahren. Und so erzählen sich die Kaninchen die Mythen von El-arairah, dem Kaninchenfürsten, der mit Schläue und Schnelligkeit seine Feinde besiegt und selbst dem Schöpfer Frith gegenübertritt. Doch bei all den Schwierigkeiten und Gefahren in der Fremde haben sie etwas wichtiges übersehen: Es ist nicht ein einziges weibliches Kaninchen unter ihnen. Wie soll der Fortbestand ihres Daseins gesichert werden?

Die Kaninchen um ihren Anführer Hazel sind gezwungen, die Existenz ihres kleinen Geheges durch List und Gewalt zu sichern. Ihr Weg führt sie nach Efrafa, dem totalitären Überwachungsstaat unter General Woundwort. Ob es ihnen gelingt, weiß diesmal nicht einmal der hellseherische Fiver vorauszusagen. Dies ist nicht nur die Geschichte eines umherziehenden Trupps vagabundierender Tiere auf der Suche nach einem besseren Leben. Es ist die Saga eines wandernden Volkes, gezwungen, sich in der Fremde zu behaupten, zu kämpfen und sich anzupassen. Es ist auch eine Geschichte über die Mühen eines Neuanfangs und den beschwerlichen Aufbau eines funktionierenden gesellschaftlichen Systems.

Mit:
Erzähler: Peter Fricke
Hazel: Marc Hosemann
Fiver: Jens Wawrczeck
Bigwig: Gottfried Breitfuß
Threarah: Ernst August Schepmann
Blackberry: Matthias Haase
Hawkbit: Oliver Kraushaar
Bluebell: Tim Seyfi
Holly: Hans Georg Panczak
Speedwell: Nikolaj Alexander Brucker
Kehaar: Sophie Rois
Woundwort: Rainer Basedow
Chervil: Christoph Zapatka
Avens: Michael Tregor
Dandelion: Juan Carlos Lopez
Acorn: Nikolaos Eleftheriadis
Vervain: Philipp Schepmann
Campion: Wolfgang Pregler
Groundsel: Hanns Jörg Krumpholz
Hyzenthlay: Christiane Rossbach
Junge: Peter Eisinger
Mädchen: Janka Eisinger
Thethunning: Nadine Kettler


Gesamtlaufzeit: 162 Minuten
Sendetermine: NDR Info - Sonntag, 18. März 2007, 14:05 Uhr - Teil 2 von 3



Der Schuster als Herzog

Autor(en): Wim Witteboer
Produktion: BR 1964
Bearbeitung Literatur / Kinderhörspiel
Regie: Jan Alverdes
Bearbeitung: James Krüss
Komposition: Karl von Feilitzsch
Übersetzung: James Krüss


Sendetermine: BR 2 - Sonntag, 18. März 2007, 14:05 Uhr



Blut im Schuh

Autor(en): Florian Bartsch (DDR 1955)
Produktion: SWR 2006
Originalhörspiel dt. / Krimi
Regie: Judith Lorentz

Inhaltsangabe: Clara Vollard, vierzehn, ist seit drei Tagen nicht nach Hause gekommen. Gerade von einer Geschäftsreise zurück, erfährt es ihr Vater. Noch in der selben Nacht fährt er zur Polizei und meldet sie als vermisst. Beruhigend gemeinte Hinweise auf eine alterstypische Neigung zur Ausreißerei lässt er nicht gelten, die vermeintliche Untätigkeit der Polizei versetzt ihn in Wut. Mehrfach äußert er die Befürchtung, Clara habe sich etwas angetan. Ihre Mutter ist vor zwei Jahren tödlich verunglückt. Zwischen der neuen Frau des Vaters und ihr gibt es Spannungen, auch zwischen ihr und den mitgebrachten Stiefschwestern, und der Vater ist viel unterwegs. Hat Clara gestört? Musste sie weg, um den Familienfrieden zu retten? Das erste Mal wäre es nicht, dass es mit einer Vermisstenanzeige beginnt und mit einem Geständnis endet, meint Kommissar Jordan.

Mit:
Vollard: Oliver Stokowski
Clara: Julia Hummer
Martini: Karoline Eichhorn
Jordan: Dietmar Mues
Marlene: Christiane Leuchtmann
Dr. Arnold: Rainer Gahlke
Volker: Andreas Schlager


Laufzeit: 55 Minuten
Sendetermine: DLR - Sonntag, 18. März 2007, 15:05 Uhr



Der harte Handel

Autor(en): Oskar Maria Graf (BRD 1894 - 1967)
Produktion: BR 1970
Bearbeitung Literatur
Regie: Edmund Steinberger
Bearbeitung: Edmund Steinberger

Inhaltsangabe: Die Geschichte eines Versicherungsbetruges vor dem Hintergrund der Weltwirtschaftskrise der Dreißiger Jahre: Joseph Lederer, ein bayerischer Bauer, misstraut jedem Gesetz, das in sein Leben eingreift. Er stellt sich grundsätzlich gegen jene staatlichen Mächte, von denen er glaubt, dass sie ihm seinen Besitz streitig machen wollen. Mit Härte und Verschlagenheit ringt er um den elterlichen Hof, scheut vor nichts zurück, um der Armut zu entgehen, und will sein eigener Herr bleiben, koste es, was es wolle.
"Aus dem Gefühl einer sozialen Verantwortung heraus habe ich es immer als meine schriftstellerische Aufgabe betrachtet, die Menschen und Zustände so zu schildern, wie sie wirklich sind. Wer die Wirklichkeit aufhellt und ihr eine unzweideutige Gestalt zu geben vermag, der schafft Erkenntnisse für die Zukunft." (Oskar Maria Graf).
Graf beendete den Roman Der harte Handel 1932, kurz vor Hitlers Machtantritt. Erst drei Jahre später konnte der Text im Amsterdamer Querido Verlag gedruckt werden, der damals Werke vieler emigrierter deutscher Schriftsteller publizierte.

Mit:
Erzähler: Hellmuth Kirchammer
Sepp Lederer: Max Griesser
Liesl Anzensberger: Elfie Pertramer
Amrainerin: Marianne Brandt
Lergler: Maxl Graf
Hansl: Wolfgang Fischer
Pfarrer: Robert Michal
Lochbichler: Ludwig Schmid-Wildy
Justizrat: Hanns Stein
Bleicher: Ludwig Wühr
Toni: Karl Obermayr
Annie: Ilse Neubauer
Resl: Gusti Kreissl
Kathi: Vera Rheingold


Laufzeit: 77 Minuten
Sendetermine: BR 2 - Sonntag, 18. März 2007, 15:15 Uhr



Zarah Leander - Honig aus dem Maul der Löwen

Autor(en): Peter Steinbach (BRD 1938)
Produktion: WDR 2007
Originalhörspiel dt. / Biographie
Regie: Claudia Johanna Leist

2. Teil: Die Durchhaltefee

Inhaltsangabe: Ein schwedisches Revue-Girl, ganz und gar nicht der Typ des blonden deutschen Frauchens, kommt über Wien nach Berlin, wo sie 1936 einen Vertrag bei der Universum Film AG (UFA) unterzeichnet. Die Wirkung der singenden Leinwandheldin mit der männlich-rauchigen Stimme ist so überwältigend, dass ihr bald nicht nur das deutsche Volk, sondern auch die Mächtigen des Dritten Reiches zu Füßen liegen. Zarah Leander singt in schwerer Zeit von Liebe und Hoffnung, spielt mit den unberechenbaren Nazi-Löwen, die sie zur Deutschen machen wollen. Sie aber bleibt Schwedin und kassiert trotzdem die höchsten Gagen. An der Seite ihrer Freundin Grete Weiser zieht sie durch Berlin. Der Mann, Vidar, bleibt in Schweden, begleitet wird sie von ihrer Mutter Mathilde, die sich um die beiden Kinder kümmert und zur Distanz gegenüber den Nazis mahnt. Zarah Leander träumt von einem Landgut auf einer schwedischen Insel, mit Wäldern und einem Stück des großen Meeres, in dem sich die Heringe tummeln. Lohnt sich dafür das gefährliche Schattenspiel der Macht?


Gesamtlaufzeit: ~ 150 Minuten
Sendetermine: WDR 5 - Sonntag, 18. März 2007, 17:05 Uhr - Teil 2 von 3 (Ursendung)



Iphigenie auf Tauris

Autor(en): Johann Wolfgang von Goethe (Deutschland 1749 - 1832)
Produktion: MDR 2006
Bearbeitung Theater
Regie: Leonhard Koppelmann
Bearbeitung: Heide Böwe
Komposition: Steffen Schleiermacher

Inhaltsangabe: Heimatlos ist Iphigenie auf Tauris: Vor seinem Feldzug gegen Troja wollte ihr Vater Agamemnon sie der Göttin Diana opfern, um seinen Schiffen für die Überfahrt seines griechischen Heeres im Trojanischen Krieg günstigen Wind zu verschaffen. Im letzten Moment jedoch entführte die Göttin Iphigenie in ihren taurischen Tempel, wo sie ihr nun als Priesterin zu dienen hat. Thoas, der König der Taurer, will sie heiraten. Da sie seiner Werbung ausweicht, befiehlt er, den alten Brauch der Diana gewidmeten Menschenopfer wieder einzuführen, den er Iphigenie zuliebe aufgegeben hatte. Die ersten Fremden, die sie als Priesterin opfern soll, sind ausgerechnet ihr wahnsinniger Bruder Orest und sein Gefährte. Nach dem Mord an seiner Mutter hofft Orest, dem Fluch der Rachegöttinnen zu entkommen, indem er Gott Apoll das taurische Standbild der Diana bringt. Doch nicht der göttlichen Schwester Apollons, seiner eigenen begegnet er. Als die Geschwister sich erkennen, planen sie die Flucht. Dies Vorhaben durchzuführen aber hieße, die ewige Kette von Täuschung und Betrug ihres blutbefleckten Geschlechts fortzusetzen. ("Soll denn dieser Fluch nie enden?") Iphigenie entschließt sich, den Weg der Selbstbestimmung und der Vernunft zu gehen und appelliert an die Menschlichkeit von König Thoas.
Die Wirkung seines Schauspiels betreffend, war Goethe eher skeptisch. Unter "Nachklang des Stückes" heißt es in seinem Tagebuch: "Man tut unrecht, an dem Empfindens- und Erkennensvermögen der Menschen zu zweifeln, da kann man ihnen viel zutrauen, nur auf ihre Handlungen muss man nicht hoffen." Nach verschiedenen Prosafassungen der "Iphigenie" erschien acht Jahre später (1787) Goethes "Schmerzenskind" in einer vierten Fassung (1802 von Schiller inszeniert) als Schauspiel in fünfhebigen Jamben, dem idealen Versmaß des klassischen Dramas.

Mit:
Iphigenie: Ulrike Krumbiegel
Thoas: Hilmar Thate
Orest: Philipp Hochmair
Pylades: Boris Aljinovic
Arkas: Burghart Klaußner


Laufzeit: 80 Minuten
Sendetermine: SWR 2 - Sonntag, 18. März 2007, 18:20 Uhr



Es ist spät geworden

Autor(en): Frank Conrad (BRD 1976)
Produktion: DLR 2005
Originalhörspiel dt.
Regie: Barbara Plensat
Komposition: Peter Kaizar

Inhaltsangabe: Irgendwie hatte es nie richtig geklappt mit den Frauen: missglückte Rendezvous, Singlepartys, Inserate. Doch plötzlich Oksana: "Oogen wie vonne Katze und n Mund, wo de drin versinken möchtest." Mit der soll es Eheglück geben, wie bei seinen Eltern. Er ahnt nicht, dass es dort nur noch Stille und Einsamkeit gibt. Derweil die Mutter auf gepackten Koffern sitzt, erzwingt der Sohn, vom Alkohol umnebelt, dass er nie mehr verlassen wird.

Mit:
Frau: Rosemarie Fendel
Mann: Axel Prahl


Laufzeit: 74 Minuten
Sendetermine: DLR - Sonntag, 18. März 2007, 18:30 Uhr



Die Sperrmüllpiraten oder Ein Ohr für alle Fälle

Autor(en): Franz Sales Sklenitzka
Produktion: NDR 2006
Originalhörspiel dt. / Kinderhörspiel
Regie: Jesko von Schwichow
Bearbeitung: Jesko von Schwichow

Inhaltsangabe: Die Kinder Jens und Cem finden auf dem Sperrmüll ein radioähnliches Gerät. Der kleine Kasten ist allerdings kein Radio, sondern eine Art hochempfindliches Abhörgerät. Durch Mauern und Wände lassen sich damit Gespräche belauschen. Das elektronische Ohr funktioniert allerdings sehr unzuverlässig. Jederzeit kann es sich unvermittelt auf eine andere Quelle in einer anderen Wohnung einstellen. Dann wieder meldet sich die Taxizentrale (gerade wenn's spannend wird) oder der nächste Radiosender funkt dazwischen. Immerhin bekommen die Kinder genug vom Gespräch zweier Ganoven mit, um zu ahnen, dass die beiden einen dickes Ding drehen wollen. Aber wann? Wo? Und wer sind die zwei, die einen leicht beschränkten Eindruck machen? Nachdem eine Mathearbeit trotz Einsatz des illegalen Lauschmittels gründlich versemmelt wurde, weiß leider die halbe Klasse um das Geheimnis des Kästchens. Und weil ein Mitwisser den falschen Leuten davon erzählt, werden die Sperrmüllpiraten Jens und Cem jetzt von den Ganoven gejagt, die sich vom Horchkasten nützliche Informationen über lohnende Objekte erhoffen.

Mit:
Jens: Anton Sprick
Cem: Aaron Petrovic
Locke: Uli Plessmann
Daddel: Gerhart Hinze
Rita: Verena Reichhardt
Society- Reporterin: Maja Schöne
Viktor Schlawuttke: Stephan Schad
Frau Dengelmeier: Anne Weber
Alex: Dennis Behr
Silvie: Joana Thinius


Gesamtlaufzeit: 54 Minuten
Sendetermine: DRS 1 - Sonntag, 18. März 2007, 19:00 Uhr - Teil 1 von 2



Igor unterm Dach

Autor(en): Helmut Marko (BRD 1961)
Produktion: WDR 2001
Originalhörspiel dt. / Kinderhörspiel
Regie: Burkhard Ax

7. Teil: Fledermäuse schlafen länger

Inhaltsangabe: Igor ist eine nicht ganz "allnächtliche" Fledermaus. Sein großes Problem ist, dass er nicht nur Angst vor der Dunkelheit hat, sondern auch noch vor der Finsternis und der Nacht. Deshalb macht Igor etwas, was Fledermäuse sonst bekanntlich überhaupt nicht tun: Er spricht mit Angelika - und die ist ein Mensch. Sie lebt unter dem selben Dach wie Igor, ist Lehrerin und dachte immer, sie könnte eigentlich alles erklären ... Igors Sicht der Welt und der Dinge allerdings unterscheidet sich von der menschlichen ganz grundlegend - und er stellt Fragen, die selbst der geübten Lehrerin völlig neu sind.


Gesamtlaufzeit: 72 Minuten
Sendetermine: WDR 5 - Sonntag, 18. März 2007, 19:30 Uhr - Teil 7 von 12



Max Aurach

Autor(en): Winfried Georg Sebald (BRD 1944 - 2001)
Produktion: BR 1994
Bearbeitung Literatur
Regie: Ulrich Gerhardt

Preise / Auszeichnungen: Hörspiel des Monats

Inhaltsangabe: In seinem Buch 'Die Ausgewanderten' geht W. G. Sebald in vier persönlichen Erzählungen den Lebenslinien von Menschen nach, die sich unversehens als ausgewandert betrachten mussten, weil ihnen gar nichts anderes übrig blieb.
Sebalds Kunst besteht darin, im Spiegel seines eigenen Halbausgewandertseins – er lebt seit Jahren in England und der Schweiz - die Tragik der Auswandererschicksale als Tragik unserer eigenen Volksgeschichte zu zeigen.
Max Aurach zum Beispiel. Als Maler hat er sein Atelier in einem der verödeten Fabrikgebäude von Manchester eingerichtet. Er unterwirft sich einem unfasslichen Arbeitsprogramm Tag und Nacht - kaum, dass er je diesen Ort verlassen hat -, um unter Bergen von Farbe die Ursachen der eigenen Entwurzelung gleichzeitig zu verdecken und freizulegen. Seit er mit fünfzehn Jahren München und Deutschland verlassen musste, hat er nicht mehr deutsch gesprochen. Als Mahnung. Die Ausgewanderten sind der andere Teil unserer Geschichte.

Mit:
Bruno Ganz, Michael König


Laufzeit: 64 Minuten
Sendetermine: NDR Info - Sonntag, 18. März 2007, 21:05 Uhr



Gedanken über Film - Eine Improvisation

Autor(en): Max Ophüls (BRD 1902 - 1957)
Produktion: HR 1956
Regie: Ulrich Lauterbach

Inhaltsangabe: Max Ophüls hatte sich seit langem Notizen für ein Buch über den Film gemacht. Er holt aus seinem Zettelkasten die noch ungeordneten Notizen hervor und erzählt von Begegnungen und Erfahrungen, teilt seine Gedanken und Hintergedanken mit und stellt Thesen auf. All das ist bestimmt von der Faszination, die der Film für ihn als Künstler hat, und er trägt ein ebenso faszinierendes und pointenreiches Mosaik dieser bunten Zauberwelt zusammen. Film, so meint Ophüls in einem Wortspiel, ist die Verbindung von schönen, guten Waren mit dem Schönen, Guten, Wahren. Er kann sich dabei auf Thomas Mann berufen, der zwar den Film verdammte, aber doch zugab, dass sich dieser in den glücklichsten Fällen mit Kunst vereinigen könne. "Was aber ist Kunst? Darauf weiß ich keine Antwort", bekennt Max Ophüls.

Mit:
Max Ophüls, Friedrich Schoenfelder, Otto Rouvel, Ulrich Lauterbach, Heinz Stoewer, Marianne Kehlau, Gisela Zoch-Westphal


Laufzeit: 62 Minuten
Sendetermine: HR 2 - Sonntag, 18. März 2007, 21:30 Uhr



Stealth Fighter - Krieg auf der Autobahn

Autor(en): Alfred Behrens (BRD 1944)
Produktion: HR/NDR 1994
Regie: Alfred Behrens
Komposition: Stefan Traub

Preise / Auszeichnungen: Premios Ondas

Inhaltsangabe: »Dieses Hörspiel ereignet sich wie ein Angriff aus der Nacht. Aus den Wolken. Aus dem Unsichtbaren. 652.726 Verkehrstote seit 1947 sind nicht länger bereit, dem Ersatzkrieg auf den deutschen Autobahnen tatenlos zuzusehen. Raser, die mit 180 Stundenkilometern und mehr über die Linksaußenspur der Bundesautobahnen jagen und damit sich selbst und andere gefährden, werden von Tarnkappenflugzeugen, die ihnen mit Überschallgeschwindigkeit entgegenfliegen, auf Tempo 110 heruntergebremst. Die Fahrzeuge - meist aggressive Nobel-Karossen vom Typ BMW, Benz, Saab, Porsche usw. - werden dabei auf geheimnisvolle Weise de-lackiert. Das Blech nimmt nie wieder Lack an und bleibt bis ans Ende der Kilometerlaufleistung gebrandmarkt. Rasen macht keinen Spaß mehr. Wer steckt dahinter?
Das Hörspiel simuliert, ironisiert und optimiert New Radio. Format-Radio. Fließprogramm. Mit Merz-, Dada und CutUpReklame. Auf einem Musik/Geräusch-Backbeat, der dem Hörer ein akustisches Road Movie serviert, den Soundtrack zu einem anarchischen Anti-Kriegsfilm.» (Alfred Behrens)

Mit:
Dr. Wittfogel: Joachim Pukaß
Moderator: Thomas Ahrens
Interview-Partner: Uwe Wesel
Veronika / Logos: Verena von Behr
Lutz Behringer: Hansjürgen Hürrig
Otto Sander: Otto Sander
Moderatorin / Logos: Karin Kuschik
Willem van Beack: Heinz Werner Kraehkamp
Dr. Reinking: Gerd Wameling
Peter Messinger: Frank Glaubrecht
Studiogast und Posaune: Albert Mangelsdoff
Marius Zeller, Katharina Gerlach, Wilfried Grunau, Heinz Günter Heigen, Norbert Jochum, Sabine Korsukewitz, Heike Ließmann, Michael Meier, Ulrich Ritter


Laufzeit: 39 Minuten
Sendetermine: MDR Figaro - Sonntag, 18. März 2007, 22:00 Uhr

[Quelle: www.hoerdat.de]
Radio Liederlicht
Liedermacher & Co.


Donnerstag.
Skywise: "Montage-Kleber, steht hier. Der funktioniert nur montags. Ist doof für Fridays For Future, die können sich damit nicht auf die Straße kleben."
Kollege: "Wieso? DIe Montagsmaler kamen doch auch dienstags ...?"