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Jaxx

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Montag, 12. April 2004, 10:13

Sherlock Holmes: Das Musgrave-Ritual (3)

Länge: ca. 01:00:00"
Buch: Sir Arthur Conan Doyle / Daniela Wakonigg
Produzent: Maritim-Studioproduktion
Regie: Studio Maritim
Technik: Studio Maritim
Musik: Studio Maritim
Coverdesign: Simon Römer



Inhalt:
Das Musgrave-Ritual ist ein jahrhundertealter Familienbrauch der Herren von Gut Hurlstone. Meisterdetektiv Sherlock Holmes erkennt, dass in dem Ritual der Schlüssel zu einem Schatz von historischer Bedeutung verborgen liegt. Aber nicht nur Holmes versucht dieses Geheimnis zu entschlüsseln. Noch ehe er es lösen kann, haben bereits zwei Menschen ihr Leben verloren.



Kritik:
Dieses Mal erleben die Freunde und Detektive Holmes und Watson keinen gegenwärtigen Fall. Holmes erzählt seinem Freund von einem Fall aus der Vergangenheit: Dem Musgrave-Ritual. Was ein Leinensäckchen, gefüllt mit einem Stück Eisen und ein paar bunten Kieselsteinen dabei für eine Rolle spielt und wieso der Butler auf einmal so merkwürdig ist – Holmes wird es nach bekannter Manier aufklären...

Das Hörspiel hat mich leider nicht so recht überzeugen können. Die Parts der Dialoge sind mit schätzungsweise 70% der Gesamtzeit recht dominierend und – vereinzelnt – recht in die Länge gezogen. Gespielte Handlungsszenen bleiben leider ein wenig auf der Strecke. Was mich dieses Mal besonders nervte, waren die übertriebenen Darstellungen von Holmes Genie: Zu berechenbar waren Holmes seine weiteren Schritte. Watson und Musgrave hingegen wirkten wie „dumme Schuljungen“ und konnten nicht eins und eins zusammenzählen, was ein Sir und ein Doktor unter normalen Umständen locken können müssten. Kurzum: Mir wurde das Hörspiel einfach zu langweilig weil Holmes Handlungen einfach zu berechenbar waren. Dieser Zustand änderte sich erst im letzen Drittel. Hier wurde es dann wirklich kriminologisch interessant und war eines Holmes würdig.

Ein Blick auf die Sprecher läßt normalerweise jedes Hörspiel-Fan-Herz höher schlagen: Christian Rode als Holmes, Peter Groeger als Watson, Norbert Langer als Sir Musgrave, Manfred Lehmann als Butler und Joachim Kerzel als Gärtner. Doch leider wurden auch hier meinen Erwartungen nicht entsprochen. Kerzel sprach maximal drei Sätze und Lehmann wirkte auf mich sehr gelangweilt. Die deutsche Bruce Willis-Syncro-Stimme hat einfach mehr drauf. Leider nicht in diesem Part. Wirklich hervorragend allerdings war das Dreier-Gespann Rode, Groeger und Langer. Hier spürt man die professionelle Routine und es macht einfach viel Spass, den Sprechern zu lauschen. Die beiden weiblichen Stimmen gefielen mir auch. Anna Dramski (bekannt aus Guitar Lea) und Babara Becker werden hoffentlich noch in weiteren Hörspielen zu hören sein.

Geräusche und Musik sind sehr einfach gehalten, lassen den Hörer jedoch in die Zeit des alten England abtauchen. Die Geräusche fügen sich, ohne dabei störend in den Vordergrund zu treten, ein. Insgesamt eine tolle Leistung. Das Cover hingegen läßt nicht viel Spannung oder einen spannende Erwartung aufkommen und ist für mich eher ausdruckslos.

Fazit:
Eine eher langweilige Geschichte, die erst zum Ende hin spannend wird – so würde ich das „Musgrave-Ritual“ bezeichnen. Von der Besetzung hätte ich eigentlich ein wenig mehr erwartet. Ein „2-Sätze-Kerzel“ und ein Lehmann der gelangweilt klingt, haben mich dieses Mal nicht so recht überzeugen können. Hinzu kommt die Lastigkeit der Sprecherparts. Hierdurch wird die aktive Handlung zu sehr unterdrückt und es entsteht der Eindruck, es handelt sich hier um ein Hörbuch mit (überwiegend) drei Sprechern.
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Jaxx« (12. April 2004, 10:14)