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Tina

Queen

  • »Tina« ist der Autor dieses Themas

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1

Montag, 5. Juli 2010, 13:26

Striktes Rauchverbot in Bayern ab 1.8.2010

Bayern hat abgestimmt. Und die Mehrheit (61 %) stimmte dafür das bisher bestehende Nichtraucherschutzgesetz wieder zu verschärfen. Sprich auch in Eckneipen, Raucherclubs, Diskos und Bierzelten wird ab nächsten Monat der blaue Dunst verbannt werden.

Wie steht ihr dazu?

2

Montag, 5. Juli 2010, 14:05

Bin zwar Raucher aber trotzdem für den Nichtraucherschutz!
Freundliche Grüße Öhrchen

3

Montag, 5. Juli 2010, 14:14

Mich persönlich triffts nicht, weil ich (= Nichtraucher) eh nie in Eckneipen, Raucherclubs und Diskos etc. gehe.



Als Schutz für Jugendliche zur Sucht-Prävention ein guter Ansatz. Mehr aber auch nicht.

Von mir aus hätte es so bleiben können wie es war.



Man muss aber auch sagen, dass die Wahlbeteiligung nicht sehr hoch war ( 35 % ? ), was letztlich bedeutet, dass nur ein sehr geringer Teil der Gesamtwahlberechtigten gegen dieses Nichtraucherschutzgesetz gestimmt haben (15 % ? ).



Ich vermute, dass sich heute viele Raucher in den Hintern beißen, dass sie gestern den selben nicht hochgebracht haben um zum wählen zu gehen.

4

Montag, 5. Juli 2010, 14:47

Ich vermute, dass sich heute viele Raucher in den Hintern beißen, dass sie gestern den selben nicht hochgebracht haben um zum wählen zu gehen.

Das hatte ich mir gestern bzw. heute Vormittag auch schon genau so gedacht :DD
Zwischenzeitlich glaube ich fast, dass sogar viele Raucher zum Abstimmen gegangen sind; das zahlenmäßige Verhältnis zwischen Rauchern und Nichtrauchern aber mittlerweile so in Richtung der Nichtraucher verschoben ist, dass es eben doch gereicht hat.

Ich bin übrigens mit dem Ausgang vom Bürgerentscheid sehr zufrieden :]

5

Montag, 5. Juli 2010, 15:13

Bin sehr zufrieden mit dem Ausgang und hoffe auf weitere Einschränkungen auch in den übrigen Bundesländern.

irina

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6

Montag, 5. Juli 2010, 15:15

ich finds scheiße.

ich bin nach wie vor der meinung, dass man den leuten einen gewissen entscheidungsfreiraum lassen sollte, ganz besonders in kneipen. warum darf ein wirt nicht entscheiden, ob er einen "raucherclub" eröffnen will? es wird doch niemand gezwungen, dorthin zu gehen, der keine lust drauf hat und seine gesundheit nicht schädigen will.
»Alles, was Spaß macht, ist entweder unmoralisch, illegal oder macht dick. In besonders spaßigen Fällen alles auf einmal.« (Mae West)

7

Montag, 5. Juli 2010, 16:06

Sieh es auch mal von der Seite, Irina:

Wenn du Nichtraucher bist und/oder Rauch nicht verträgst, und du möchtest trotzdem gern mal Abends ausgehen,

dann hattest du (bisher jedenfalls) eigentlich 0% ne Chance wo hinzugehen, wo nicht geraucht wird.

Kann man ja jetzt auch umgedreht vormulieren: "Es wird doch niemand gezwungen, dorthin zu gehen, der keine Lust hat für ein paar Stunden aufs Rauchen zu verzichten."

Nur hat der Raucher noch den Vorteil, dass er wirklich mal kurz vor die Türe gehen kann und eine rauchen kann, wenn ers nimmer aushält. Ein Nichtraucher hätte zwar die Möglichkeit kurz vor die Türe zu gehen und frische Luft zu schnappen, müsste dann aber wieder zurück in die verrauchten Räume. Von dem her habens die Raucher doch leichter !

8

Montag, 5. Juli 2010, 16:50

dann hattest du (bisher jedenfalls) eigentlich 0% ne Chance wo hinzugehen, wo nicht geraucht wird.


Ähm wann warst du das letzte mal weg?

Das Rauchverbot war doch bereits vor dem Volksentscheid sehr strikt und es gab nur wenige Ausnahme:

  • Sog. Raucherräume getrennt vom restlichen Gastraum

  • Ein-Raum-Kneipen konnte zu sog. Raucherkneipen erklärt werden

  • In Discotheken durfte nicht auf der Tanzfläche aber auch wieder in einem separaten Raucheraum

  • Bierzelte


Ansonsten war es überall verboten.

So und warum sollte ich als Nichtraucher einen Raucheraum betreten?

Ich finde dieses rigorose Verbot übertrieben, die vorherige Lösung hat doch gut funktioniert. Im normalen Gastraum kein Rauch, im Separee etc. wurde geraucht.

9

Montag, 5. Juli 2010, 17:12

Volker, mach mir nen gefallen und kommentiere meine Beiträge einfach nicht. Am besten setzt du mich auf ignore oder so.

Ich hab echt keinen Bock mit Typen wie dir zu diskutieren. Ich bin eigentlich nur ins CLH zurückgekommen, weil ich dachte, dass du nimmer hier bist.

... scheinbar hab ich mich getäuscht, aber dann geh ich lieber wieder !

10

Montag, 5. Juli 2010, 17:12

...

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Volker« (5. Juli 2010, 19:08)


11

Montag, 5. Juli 2010, 17:18

Kann man ja jetzt auch umgedreht vormulieren: "Es wird doch niemand gezwungen, dorthin zu gehen, der keine Lust hat für ein paar Stunden aufs Rauchen zu verzichten."

Stimmt schon. Allerdings wäre es mir deutlich lieber, wenn *ich* als mündiger Ex- oder Nichtraucher entscheiden dürfte, ob mir der Rauch etwas ausmacht oder nicht.

Ich weiß genau, daß ein grundsätzliches Rauchverbot mindestens drei Kaschemmen in "meinem" Stadtteil das Genick brechen wird, weil man dort die Nikotinspuren und den Tabakgeruch wahrscheinlich frühestens am jüngsten Tag aus dem Gebäude rausbekommt. Diese Renovierung würde sich für die Betreiber definitiv nicht lohnen; die sind ja froh, daß sie mit ihren drei bzw. vier Tischen, ihrem Tresen und ihrem Stammpublikum, bestehend aus Mittags- bzw. Stammtischlern, Feierabendtrinkern, Würfel- oder Skatwütigen und ein paar Automaten- bzw. Billardzockern ihre Unkosten zumindest halbwegs gedeckt kriegen. Als hier das erste Rauchverbot durch die Straßen schwappte, waren die Dinger plötzlich wie ausgestorben, weil - man kann sich ja zum Zocken auch bei Herbert oder Willi in der Wohnung treffen ... da darf man rauchen, braucht nicht ständig das Spiel zu unterbrechen ("Wir sind ja nicht zum Spaß hier!") und das Bier ist auch noch günstiger.
Als findige Gastwirte mit der "Raucherclub"-Idee um die Ecke kamen, kamen die Leute langsam wieder zurück. Und das fand ich auch gut so. Und von mir aus kann man gerne diese Regelung beibehalten.

Und wir wollen auch nicht vergessen, daß die Raucher mit ihrer Sucht auch die Terrorbekämpfung finanzieren, gelle? ;)

Gruß
Skywise
Radio Liederlicht
Liedermacher & Co.


Donnerstag.
Kollegin 1: "Geh'n wir in der Mittagspause Eis essen?"
Kollegin 2: "Och ..."
Kollegin 1: "Ich lad' dich auch ein."
Kollegin 2: "Na dann - immer"
Kollegin 1: "Aber nur ein halbes Bällchen."
Kollegin 2: "Ich glaube, ich nehm' doch lieber mein Portemonnaie mit."

Tina

Queen

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12

Montag, 5. Juli 2010, 19:57

Ich denke mal, der Grund für die überwiegende Zustimmung für einen stärkeren Nichtraucherschutz begründet sich darin, dass die bestehende Regelung sehr schwammig war und auch oft umgangen wurde. Ich hab nicht selten erlebt, dass auf einmal im Lokal geraucht wurde, weil eh nur wenige Gäste anwesend waren. Die Mehrzahl davon Raucher natürlich. :{ Die Leute hatten wahrscheinlich Angst, dass sie in ein paar Jahren wieder da gewesen wären, wo vor sie vor dem Gesetz aufgehört haben. Als Dulder.

Das neue Gesetz ist mir als Nichtraucher allerdings auch schon fast zu radikal. Gegen die Eckkneipe mit ihren Stammgästen hätte ich nichts gehabt. Allerdings hat es mich schon länger gewurmt, dass man hier auf dem Land als "Rauchanfälliger" wieder nicht mehr in Fest- und Bierzelte gehen konnte, ohne am nächsten Tag eine saftige Migräne zu davonzutragen. Auch die Bedienungen taten mir oft leid, wenn sie sich erstmal den Weg freischeiden mussten, durch den Dunst im angrenzenden Raucherzimmer.

Zum Schutz Unbeteiligter und der Jugend ist dieses neue, strikte Gesetz sicher ein guter Weg. Ich hab auch schon von Rauchern gehört, die auch pro gestimmt haben, weil sie dann nicht mehr so oft zum gemeinschaftlichen Rauchen verführt werden. Ich hab auch für den erweiterten Nichtraucherschutz gestimmt.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Tina« (5. Juli 2010, 20:26)


13

Montag, 5. Juli 2010, 20:51

Naja, das mit dem "nicht gezwungen werden hinzugehen" kann man meiner Meinung nach genau so gut auf die Raucher auslegen, die nach meinen Beobachtungen - wie schon gesagt - immer mehr in der Minderheit zu finden sind; sonst wäre das gestern definitiv ganz anders ausgegangen.

Gezwungen werden/wurden z.B. -wie von Tina erwähnt- die Bedienungen oder aber auch Hilfskräfte wie Sanitäter oder Ärzte, die zur Sicherheitsaufstellung bei Volksfesten beordert sind. Die wollen den Leuten ja helfen und können dann eben nicht unbedingt entscheiden, ob sie nun in das Bierzelt gehen oder nicht.
Bei kleineren Ortsgruppen kann sich da dann auch kaum einer die ganze Zeit drücken.

Auch bei Vereinstreffen, bei denen man evtl. sogar in der Vorstandschaft des Vereins ist, musste man da manchmal in den sauren Apfel beißen, auch wenn da immer wieder Kompromisse gesucht und gefunden wurden.

Mein Mitgefühl mit den Wirten hält sich um ganz ehrlich zu sein auch in überschaubaren Grenzen, bei all den Hintertürchen, die sie sich da gesucht haben.
In jeder anderen Branche biste auch für Dich selbst verantwortlich, dass Du Deinen Kunden/dem Publikum attraktive Angebote machst. Hilfe oder eben Schlupflöcher in diesen Ausmaßen sind in den meisten Bereichen ja kaum möglich.
Müssen sich halt auch die "betroffenen" Wirte umtun: williges nichtrauchendes Publikum sollte eigentlich zu finden sein.
Wenn sie natürlich weiter bocken und zicken, geht man als zahlender Gast ganz bestimmt sehr gerne in diese Lokalität :rolleyes:

Auch der immer wieder herangezogene Vergleich mit Alkohol hinkt meiner Meinung nach gewaltig.
Beim Alkohol trifft man noch immer selbst die Entscheidung, wann, wie viel und was Du trinkst ganz für Dich alleine.
Als Passiv-Raucher hast Du diese Selbst-Regulierung und -Entscheidung eben nur in der Hand, wenn Du zu Hause bleibst.

Für mich hatte dieser Bürgerentscheid gestern - wie ebenfalls schon gesagt - genau das richtige Ergebnis gebracht.
Die ganzen Sonderregelungen, die dieses Jahr noch auf dem Oktoberfest und damit wahrscheinlich auf einigen Volksfesten gelten sollen, lassen aber schon wieder neue Schlupflöcher befürchten :trommel:

joe adder

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14

Montag, 5. Juli 2010, 23:22

Ich stimme diesem Entscheid voll und ganz zu. :]
Ich finde diese ganzen Sprueche wie "es zwingt einen ja keiner" und "finanzieren ja mit den Steuergeldern" total ueberholt und ehrlich gesagt peinlich. :D
Rauchen gehoert vor die Tuer! Ganz klar! Und es funktioniert in anderen Laendern ja auch. Da gehen die Raucher auch vor die Tuer oder auf die Terasse oder in den Biergarten. Das Problem mit den Kneipen sind ja sicher nicht die Raucher, die dann angeblich wegbleiben, sondern die starrhalsige Konzeptlosgkeit der Gastwirte, die denken, dass ne normale Kneipe funktioniert.
"Warum sollte ich mich fürchten? Ich kenne keine Furcht."

Für meine Fotos auf EYEEM: The Art Of Daydreaming <== bitte hier klicken!

15

Dienstag, 6. Juli 2010, 00:29

Ich find das Verbot gut, weg mit dem Gift in der Öffentlichkeit. An der Uni darf auch nur noch draußen geraucht werden, ist noch keiner von gestorben bis jetzt. Das ist zwar jetzt ein bißchen intolerant, aber Raucher sollten froh sein, daß es überhaupt noch legal Zigaretten gibt und sie nicht Schwarzmarktpreise für diese tödliche Droge bezahlen müssen.

Daß es einige Kneipen trifft, die nur mit dem Giftzeug leben können, ist vielleicht für die Wirte bedauerlich, aber diese Schicksal teilen sie mit den ehemaligen Besitzern der Opiumhöhlen ...
Zahlreiche Hörspiel-LPs zum Anschauen und Kaufen

Bruzes Plattenkiste & Hoerspielplatte.de



16

Dienstag, 6. Juli 2010, 07:55

Mensch Bruze, buchstabier mal bitte "Toleranz". ;)

Je älter ich werde, desto empfindlicher bin ich bei Rauch geworden. Früher war ich sehr tolerant, mittlerweile sehe ich die Sache eher so wie Joe.
Gruß
Gonzales

irina

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17

Dienstag, 6. Juli 2010, 08:06

ich kann diese militante haltung ehrlich gesagt nicht verstehen. es redet ja keiner davon, den nichtraucherschutz wieder komplett abzuschaffen, sondern davon, an der einen oder anderen stelle eine lockerung zuzulassen, wo bedarf vorhanden ist.

wir reden hier nicht vom arbeitsplatz oder öffentlichen gebäuden, wo man sich aufhalten MUSS und von rauchern/rauch belästigt wird, sondern von der freizeitgestaltung. ich versteh nicht, wieso nichtraucher nicht einfach von raucherkneipen (so es sie denn noch gäbe) fern bleiben können, wenn sie nicht passivrauchen wollen, und stattdessen in die nichtraucherkneipen gehen.
»Alles, was Spaß macht, ist entweder unmoralisch, illegal oder macht dick. In besonders spaßigen Fällen alles auf einmal.« (Mae West)

Quercus

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18

Dienstag, 6. Juli 2010, 08:08

Mensch Bruze, buchstabier mal bitte "Toleranz". ;)

Je älter ich werde, desto empfindlicher bin ich bei Rauch geworden. Früher war ich sehr tolerant, mittlerweile sehe ich die Sache eher so wie Joe.
jupp, ich bin auch vom raucher zum militanten nichtraucher geworden.
was jetzt noch fehlt ist das rauchverbot bei kindern im auto und am strand,dann ist alles gut :)

aber die bayern haben ja selber schuld, sie hatten ja ein ordentliches nichtraucher-schutz-gesetz mit ausnahmen und recht strikten regeln. aber weil die csu nach der wahl kalte füße bekommen hat wurde es ja gelockert und hat den bürgerentscheid auf den plan gerufen. wären sie bei ihrer linie geblieben, hätte es keinen entscheid und kein generelles rauchverbot gegeben

zum thema disco: ich gehe mit 36 auch nur noch sehr sehr selten in discos, aber wenn, dann spürt man dort den unterschied wirklich am deutlichsten. konnte man in meiner jugend die luft in diesen echt schneiden, hat man nun nur noch das problem mit dem mangel an deodorant ;)

eckkneipen und extra räume: wie oben beschrieben, wären sie bei ihrer alten linie geblieben, hätte es hier lösungen gegeben, nun ist der deckel zu.

was man nie vergessen darf: es geht nicht nur um die gäste, es geht auch um den schutz des personals. und bei arbeitsschutz muss eigentlich immer der gesetzgeber ran, denn ein arbeitgeber macht quasi nie etwas freiwillig für seine angestellten. und ich habe in kiel schon eine schwangere kellnerin gesehen, die das bier in so einen raucher-salon gebracht hat ...

im übrigen: es ist sehr unwahrscheinlich das die regeln in bayern auch überall anwendung finden. ein problem der ersten version war ja, dass sich kein schwein darum gekümmert hat und man, insbesondere im ländlichen raum, überall weiter rauchen konnte. und wenn die polizisten selber raucher sind und order haben, dass nicht zu ahnden, was soll man da machen: anzeigen? och ein wenig übertrieben, oder. da kommt es auf die ordnungsämter und entsprechende verwarngelder an.

William Shakespeare: "Wenn alle Leute nur dann redeten, wenn sie etwas zu sagen haben, würden die Menschen sehr bald den Gebrauch der Sprache verlieren."

Perry

bringt Angsthasen nach Muffenhausen

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19

Dienstag, 6. Juli 2010, 08:31

Ich bin auch (noch) Raucher bzw. Ex-Nichtraucher und komme aus Niedersachen, wo es ja seit dem 01.08.2007 auch ein Nichtraucherschutzgesetz gibt, welches jedoch Ausnahmen zulässt:

Niedersachsen hat für Betreiber von Kleingaststätten Ausnahmen vom Nichtraucherschutzgesetz beschlossen, wenn:

  • die Gaststätte nur einen für den Aufenthalt von Gästen bestimmten Gastraum und keinen Nebenraum hat,
  • die Grundfläche des Gastraums weniger als 75 qm beträgt (nicht zur Grundfläche gehört die allein dem Gaststättenbetreiber vorbehaltene Fläche hinter der Theke),
  • in der Gaststätte keine zubereiteten Speisen verabreicht werden,
  • Personen, die das 18. Lebensjahr nicht vollendet haben, die Gaststätte nicht betreten dürfen,
  • die Gaststätte am Eingang deutlich sichtbar als Rauchergaststätte gekennzeichnet ist (mit Hinweis auf das Zutrittsverbot unter 18 Jahren).


Zuhause rauche wir übrigens drinnen auch nicht! Generell begrüsse ich, dass in Speiselokalen das Rauchen verboten ist! Bei meinem Stamm-Italiener ist das jedoch bereits seit gut 15 Jahren so (was also auch zeigt, dass es nicht unbedingt eine gesetzliche Regelung braucht!). Auch in anderen Bereichen finde ich Rauchverbote angebracht. Z.B bei der Bahn. Ich wäre ja im Leben nicht auf die Idee gekommen, mich auf einer Zugfahrt in ein Raucherabteil zu setzen oder in einem Raucherzimmer eines Hotels einzuchecken. Kinos wären da auch noch zu nennen.

Was mich allerdings enorm stört ist, dass in Bars und Diskos nicht mehr geraucht werden darf (da diese im Normalfall die o. a. Ausnahmekriterien nicht erfüllen). Und genau aus dem Grund war ich seit dem 01.08.2007 nicht mehr in einer Bar oder Disko (allerdings vermisse ich es auch nicht wirklich). Also eine ganz bewusste Entscheidung. Ferner ist es mir auch zu doof, mich vor die Tür zu stellen oder mich in einen total zugequalmten "Raucherraum" zu begeben, um zu Rauchen. Das hat natürlich weiter zur Folge, dass ich weniger Alkohol trinke, was ja nun wieder zu begrüssen ist. Und wenn ich bedenke, wieviel Geld ich seitdem gespart habe... Mein Stammwirt wird´s gemerkt haben!

Insgesamt stehe ich den div. Nichtraucherschutzgesetzen kritisch gegenüber.

ich versteh nicht, wieso nichtraucher nicht einfach von raucherkneipen (so es sie denn noch gäbe) fern bleiben können, wenn sie nicht passivrauchen wollen, und stattdessen in die nichtraucherkneipen gehen.
Ich glaube, dass genau da das Problem liegt. Hätte es keine Nichtraucherschutzgesetze gegeben, wäre alles so geblieben wie es war und es hätte mit Sicherheit nur sehr wenige reine Nichtraucherkneipen gegeben, da die Damen und Herrn Wirte Angst um ihre Einnahmen gehabt hätten. Sinnvoll gewesen wäre ein langsame Umstellung in der Form, dass bereits bestehende Lokalitäten Bestandsschutz genossen hätte und nur Neuerrichtungen, Betreiberwechsel oder massive Umbauten zur Umwandlung in ein Nichtraucherlokal geführt hätten. Damit hätten sicherlich aller gut Leben können.
"Wo bist du gerade?" - "In der Bredouille!" - "Hach. Frankreich! Wie schön."

Instagram: Vinylianer

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Perry« (6. Juli 2010, 08:43)


20

Dienstag, 6. Juli 2010, 10:18

ich versteh nicht, wieso nichtraucher nicht einfach von raucherkneipen (so es sie denn noch gäbe) fern bleiben können, wenn sie nicht passivrauchen wollen, und stattdessen in die nichtraucherkneipen gehen.


Na, da war es aber zumindest hier bei uns so, dass die größere Anzahl der Lokalitäten eben die kleinen Schlupflöcher genutzt hat, weil ja die Panik gemacht wurde bzw. aufkam, dass man Einbußen im Umsatz haben könnte und die Besitzer der Meinung waren, nur dann wirklich "wettbewerbsfähig" zu sein.
Die Anzahl der Nichtraucher-Lokale, die man wirklich komplett "risikofrei" betreten konnte, war da schon nicht gerade üppig.