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Donnerstag, 1. August 2013, 15:46

Trauma Sportuntericht und Bundesjugendspiele

Angeregt durch die Studie der TK, dass die Deutschen immer mehr zu Sport-Abstinenzlern werden, möchte ich mal in die Runde fragen, welche Erinnerungen ihr noch an sportliche Zwangsmaßnahmen seitens Schule und Eltern habt.

Ich komme aus einer per se unsportlichen Familie. Und da mir das von Kindheit an eingetrichtert wurde, hab ich auch nie etwas anderes geglaubt. Nichtsdestotrotz meinte meine Mutter plötzlich mich ab der Grundschulzeit sportlich fördern zu müssen und hat mich in den Schwimmverein gejagt. Sechs Jahre lang stand Montags und Freitags Schimmen als außerschulische Aktivität auf meinem Stundenplan. Natürlich kann ich heute besser schwimmen, als viele andere die mühsam den Kopf über Wasser halten, während sie irgendetwas praktizieren, was wohl Brustschimmen sein soll. Aber was nützt es mir? Prinzipiell schwimm ich sogar gar nicht mal so ungern, aber dank dieses jahrenlangen Zwangs meide ich heute Schwimmbäder wie die Pest. Wäre vermutlich anders, würde ich irgendwo an der Küste leben wo man auch mal ohne Bademeister, Öffnungszeiten und ähnliche Regularien ins Wasser kann.

Dazu kommt mein Dauertrauma Schulsport. Ballsport, Leichtathletik, Geräteturnen und etwas Schwimmen. Bei mir in Noten ausgedrückt: 4, 4, 4 und 1. Warst du im Verein hattest du in der jeweiligen Disziplin natürlich gewonnen. Wenn nicht, dann hattest du eben Pech gehabt. Zumal praktisch nie etwas erklärt wurde um Fähigkeiten zu vermitteln. Wer es nach der ersten Demonstration nicht konnte, der musste sehen wo er blieb. Von der Vermittlung von "Freude an der Bewegung" ganz zu schweigen.

Und dann noch die Bundesjugendspiele. :evil: Einmal Rennen, einmal Hüpfen und einmal Granat... äh Ballweitwurf. Und ansonsten ohne Sonnenschutz sich zu Tode langweilen. Die bundesrepublikanische HJ-Olympiade. :rolleyes: Einziger Spaß daran waren die Gesichter der Sportbegeisterten und der Lehrer, wenn die Urkunden ausgeteilt wurden. Selbst die bravsten Schüler meinten "Es war bis 13 Uhr angesetzt. Wiedersehen!" und schwangen sich auf ihre Räder. Die Sportbegeisterten die sich um ihren großen Moment betrogen sahen, dass nicht der komplette Jahrgang der Urkundenverleihung zwangsweise beiwohnen musste, hatten so richtig schön entgleiste Gesichtszüge, während die Sportlehrer verzweifelt versuchten die Ordnung aufrechtzuerhalten.

Rückblickend kann ich zumindest für mich sagen: Gerade dieser ganze Schul- und Vereinssport hat mir die Freude an der Bewegung nachhaltig vermiest. Erst lange nach meiner Schulzeit hab ich wieder etwas mehr Gefallen an körperlicher Ertüchtigung außerhalb des Bettes gefunden.

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Donnerstag, 1. August 2013, 17:30

Angeregt durch die Studie der TK, dass die Deutschen immer mehr zu Sport-Abstinenzlern werden, möchte ich mal in die Runde fragen, welche Erinnerungen ihr noch an sportliche Zwangsmaßnahmen seitens Schule und Eltern habt.

Nur die schlechtesten :D
Nicht von Elternseite aus - die sah ganz okay aus. Aber die Schule war definitiv nicht förderlich.

Meine Ausbeute an Urkunden bei Bundesjugendspielen beläuft sich auf eine einzige, und die mehr oder weniger aus Versehen, weil ich in Kugelstoßen eigentlich ganz gut war, das aber nur bei einer einzigen Veranstaltung machen durfte. Die Urkunde ist ein paar Tage später als Anzündhilfe den Flammen eines urplötzlich aufgetretenen und absolut unvermeidbaren Lagerfeuers zum Opfer gefallen.

Sport war absolut nicht meins. Ich war immer so der Teil des Bodensatzes, der bei der Mannschaftsverteilung am liebsten vergessen worden wäre, mehr oder weniger nur aus Pflicht mitspielen durfte. Der Teil der Klassenbevölkerung, der bei solchen Spielchen wie Völkerball grundsätzlich den Ball als erstes abkriegt, bei solchen Spielchen wie Fußball dagegen gar nicht :spot: Rückblickend betrachtet habe ich nicht die leiseste Ahnung, was mir der Sportunterricht überhaupt hätte bringen sollen, ich habe nicht das Gefühl, daß hier in irgendeiner Form der Teamgeist gefördert wurde (wie auch, wenn man spätestens bei der Notengebung die Leute ohnehin wieder zu Konkurrenten macht), der Spaß an Bewegung oder Fitness konnte auch nur denjenigen vermittelt werden, die ihn von sonstwo mitbrachten. Ich weiß bis heute nicht, was ich mit dem Handstand-Überschlag anfangen kann, den wir in der 11. Klasse zelebriert haben ... viel Sinnvolles gelernt hab' ich dort wirklich nicht und meine Motivation war entsprechend. Ich habe dann zum ersten und einzigen Mal in meinem Leben meinen Hausarzt dazu gedrängt, sich eine gute Ausrede für mich einfallen zu lassen, was dazu geführt hat, daß ich für den Rest meiner Schulzeit vom Sportunterricht befreit wurde. Ich hab's um's Verrecken nicht eingesehen, mir noch eine weitere Packung im Abitur aufzubürden, wo ich ohnehin in Sport immer zwischen 4 und 5 stand. Die Lust, wenigstens eine Fünf sicher ausgleichen zu müssen, hatte ich wirklich nicht; mit Latein, dem Ersatzfach, das ich stattdessen belegt habe, wär's mir aber gelungen. Gute Entscheidung.

Mit Ausnahme eines Sportlehrers in der Grundschule hatte ich aber niemals persönliche Probleme mit den Lehrern. Die meisten waren eigentlich ganz okay und wahrscheinlich sogar stärkeren Tobak gewohnt als er von mir kam. Der eine Sportlehrer in der Grundschule war allerdings die Härte und hat einige Eltern dazu gebracht, Beschwerdebriefe an den Direktor zu schreiben, auch wegen diverser Kontrollgänge durch die Mädchendusche nach der körperlichen Anstrengung ... Nun ja, er hat bis zur Rente durchgehalten. Ich hab' später gehört, daß er an Krebs erkrankt sei, was nicht nur ich ihm von Herzen gegönnt habe (is' in meinem Fall wirklich nix, das oft passiert). Da er allerdings immer noch durch die Gegend stiefelt, bin ich mir nicht so ganz sicher, ob nicht der Krebs an ihm erkrankt ist ... :naja: Egal. Der hat jedenfalls, was was heißen will, sogar meinem Schwesterherz den Sport madig gemacht, und das, obwohl die phasenweise sportlich wirklich sehr aktiv war und noch immer ist.

Ne, geh mir fort mit Sport dieser Sorte.
Inzwischen klappt's bei mir eigentlich ganz gut mit einigen Ausdauer-Sportarten, aber im großen und ganzen nimmt Sport sowohl aktiv als auch passiv bei mir keinen großen Stellenwert ein.

Gruß
Skywise
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Dienstag.
Kollegin 1: (schüttet Zigarettenasche in Brotbeutel) "Meine Oma hat ihre Asche immer an die Zierpflanzen gegeben, und tatsächlich funktioniert das ganz gut."
Kollegin 2: "Du willst mich ja nur zum Weiterrauchen animieren, damit du deine Pflanzen durchkriegst. Keine Chance. Aber hast du mal probiert, ob das auch mit gebrauchten Nikotinpflastern klappt?"

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Freitag, 2. August 2013, 09:34

ab 4. klasse grundschule hatte ich ein amtsärztliches attest wegen wehweh am knie. ausnahme war die 9. klasse, da wollte ich zum skikurs mit ;-)

schulsport - bei mir also nur in der grundschule - war die hölle, ich war dermassen unehrgeizig in allen disziplinen, dass ich und das dicke mädel johanna immer als die letzten bei der teamauswahl dastanden.

ich war zwar sportbefreit, musste aber in der turnhalle immer dabei sein und die neidischen klasskameraden haben immer bälle nach mir geworfen und mit den sprungseilen nach mir gepeitscht.

bei den bundesjugendspielen war ich zeitmesser und aufschreiber und habe auch dem letzten noob zu einer urkunde verholfen, hach, was war ich ein guter mensch...

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Freitag, 2. August 2013, 13:26

Beneidenswert! Jahrelang kein Schulsport! :eek:

Wobei ich Leuten die mit Bällen nach mir werfen, bestimmt nicht noch zur Siegerurkunde verholfen hätte.

Das erinnert mich an etwas was ich in der Grundschule gehasst habe. Sobald die Mädels (also der sportliche Teil) in die Halle kammen, sind sie erst mal in die Mitte des Raumes gegangen und haben einen Spagat hingelegt. OK, als Junge musste das einen eigentlich nicht interessieren (solch bewegliche Mädels wurden ja erst ein paar Jahre später interessant), aber es hat von der ersten Klasse an, gleich mal eine demonstrative Trennung hervorgerufen. Die Sportlichen und die Unsportlichen.

Dazu dieses Mannschaftswählen. Die Besten dürften wählen. Ein Selektionsprozeß wie ihn sich der Adolf nicht besser hätte ausdenken können. Und alle hatten das Muster brav internalisiert. Einmal, aus welchen Gründen auch immer, dürfte ich wählen. Ich hab mit Absicht eine Mannschaft aus sportlichen Nieten zusammengestellt, um das mal zu sabotieren und wurde prompt dafür von den Sportbegeistersten niedergemacht. Die wurden richtig wütend, weil ich ihre schöne natürliche Ordnung störte. Und das obwohl sie ja davon proftierten, in einer haushoch überlegenen Mannschaft zu sein. Der Sportlehrer meinte dann nur "naja" und somit war klar, dass meine Wahlberechtigung eine einmalige Sache bleiben würde.

Insgesamt hatte ich sogar erträgliche Sportlehrer. Die Erste war so eine typische Grundschullehrerin frisch von der Uni. Unfähig, aber harmlos. Der Zweite war praktisch die Kopie des Sportlehrers aus den Abenteuern des kleinen Spirou. Hat geraucht wie ein Schlot, war Alkoholiker und mit einem veritablen Bierbauch ausgestattet. Dafür hat er uns angetrieben wie ein KZ-Scherge. In der Unterstufe wurde es dann besser. Die waren alle ok bis wirklich nett, aber eben auch diesem Ideal "Jugend trainiert für Olympia" verfallen.

@Sky: Das mit durch die Umkleide traben, hatten wir auch in der Vierten im Schwimmunterricht. Unsere Schwimmlehrerin platzte ständig in die Jungsumkleide. Als wir uns beschwerten, meinte sie nur "Habt euch nicht so, ich hab selbst Söhne!". Naja, die Frau war der reinste Troll und vermutlich sehr viel näher an der XY-Kombination, als an der mit XX. Hätte man die vor dem Schwimmbad erschossen, hätte sich die Polizei gewundert, seit wann es Wildschweinjagden in der Innenstadt gibt.

irina

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Freitag, 2. August 2013, 17:40

Bundesjugendspiele, oh mein Gott, die waren mir immer ein Horror. Ich hab mir ab der 6. oder 7. Klasse ein Attest geben lassen und war dann als "Helfer" dabei. Ich habs wirklich gehasst; wenn irgendwas nicht mein Ding ist, ist es Leichtathletik mit allen Disziplinen (außer vielleicht Wurfdisziplinen).

Ansonsten fand ich Schulsport nur so halb schlimm, je nach Sportart halt. Sämtliche Individualgeschichten waren mir schon immer verhasst, also neben Leichtathletik auch Schwimmen, Geräteturnen und gar … oh mein Gott, ich darf gar nicht dran denken: Gymnastik und Tanz. *örks* Dafür war ich aber immer mit großer Begeisterung dabei, wenn es um Mannschafts-/Ballsportarten ging, das hat mir immer Spaß gemacht.

Unsere Sportlehrerinnen waren leider großteils nicht durchsetzungsfähige Dummnasen, die vermutlich nicht eine Sportart, die sie unterrichtet haben, noch ernsthaft betreiben konnten.
»Alles, was Spaß macht, ist entweder unmoralisch, illegal oder macht dick. In besonders spaßigen Fällen alles auf einmal.« (Mae West)

joe adder

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6

Samstag, 3. August 2013, 01:17

Da falle ich ja total aus der Reihe! :lol:

Ich habe Sport immer geliebt und empfand Bewegung als grundsaetzlich wichtig und aufregend. Wir haben die meiste Zeit meiner Kindheit draussen mit Spielen verbracht. Sport durch Spiel. Was anderes ist es ja wirklich nicht. Das ging dann schon in der Grundschule so weiter und im Gymnasium hatte ich durchweg immer ein "Sehr gut" im Sport. Das ist kein Angeben! Ich bewege mich eben gerne. :] Dabei moechte ich jedoch bemerken, dass ich nie ein Ausnahmesportler war und man mich eher in die Sparte des "Bewegungstalents" einordnen koennte. Aber selbst ein "Talent" muss sich weiterbilden, um wirklich herausragend zu werden. Diese Ambition hatte ich nie und ich verliess mich zu sehr auf mein "Talent". Ich gehoerte auch nie zu der "Elite" in unseren Klassen. Ich war eher duerr und schlaksig und wurde so im Mittelfeld der Auswahl reingewaehlt. Dass jemand, der die Wahl hat, sich erst die staerksten Spieler an Land zieht, ist doch mehr als nachvollziehbar. :]

In meiner Grundschulzeit landete ich dann auch im Schwimmverein, was an sich gar nicht so schlecht war, aber nicht unbedingt das, was ich gerne gemacht haette. Und um ehrlich zu sein, wuesste ich heute nicht einmal, was ich ueberhaupt gerne gemacht haette. Ich konnte ja irgendwie alles. :lol:

In der 5. oder 6.Klasse kam es dann, dass meine Sportlehrerin auf mich aufmerksam wurde, weil ich ein guter Ausdauerlaeufer war. Das machte mir auch Spass und dass ich dann beim Bayer landete, war auch mehr als nur naheliegend. Fuer mich als "Spargeltarzan" war das jedoch enttaeuschend, denn da waren so viele Leute, die physisch viel weiter entwickelt waren als ich. Und ich glaube, dass meine Eltern nicht einmal mit dem Trainer gesprochen hatte, denn ich machte da ploetzlich alles. Kugelstossen, Speerwerfen, 100m Sprint, 110 Huerden usw. Und ich war dafuer einfach noch nicht so weit. Ich hatte ja nicht mal die physische Substanz! :lol: Es dauert bestimmt ein Jahr oder zwei bis meine Trainer auf meine Ausdauer aufmerksam wurde. :fassungslos: Das muss man sich mal vorstellen! :lol::rofl: Da motiviert deine Sportlehrerin deine Eltern, dich wegen deiner Mittel- und Langstreckenausdauer zum Bayer in die Leichtathletik zu schicken und die sprechen noch nicht mal mit dem Trainer. :lach: Naja, bei nem Fuenfkampf bin ich dann allen anderen davongelaufen, und lustigerweise nur als Zweiter ins Ziel gekommen, weil meine Sprintfaehigkeiten ziemlich beschissen waren. Und immernoch sind. Ich kann nur gut weg laufen! :lol::rolleyes: Dennoch fragte mich dann der Trainer, ob ich nicht zum Mittelstreckentraining kommen wollte. Hallo! :yaya: Deswegen war ich doch hier!
Oh Mann! War das ein Mist! Laufen, laufen und nochmals laufen. Nachmittags, bei Bullenhitze im Sommer um nen See herum, waehrend alle anderen im Wasser plantschten, rannte ich durch die Wallachei! :irre: Das fuehrte nach kuerzester Zeit dazu, dass ich anstatt zum Training fuer 2 Stunden mit dem Fahrrad einfach durch Leverkusen radelte. Mein Dad war uebelst gelaunt, dass ich keinen Fortschritt machte und fuhr mit mir eines Tages ausserhalb von Leverkusen ins Bergische und meinte, ich muesse mehr trainieren... und fuhr dann neben mir her. Mensch, kam ich mir bloede vor! Und das war auch das letzte Mal, dass ich laufen gegangen bin.

Letztlich war es fuer mich nie wichtig, ob jemand besser oder schlechter war als ich. Moment, ich korrigiere! Es war fuer mich wichtig, ob jemand schlechter war als ich, denn dann hatte ich die Moeglichkeit zu helfen. Selbst wenn ich im schlechten Team war, sagen wir beim Volleyball, habe ich immer mein Bestes gegeben und andere motiviert, ebenfalls ihr Bestes im Rahmen ihrer Moeglichkeiten zu geben. Wenn man trotzdem verloren hatte, musste man sich nicht nachsagen lassen, man haette nicht alles in seinen Moeglichkeiten getan, um zu gewinnen. Denn es geht nicht ums Gewinnen, sondern darum, ein Ziel vor Augen zu haben, dass es zu erreichen gilt. ;)

Schlussendlich: Sportunterricht und Bundesjugendspiele waren fuer mich kein Trauma. Ganz im Gegenteil!! :bg:
"Warum sollte ich mich fürchten? Ich kenne keine Furcht."

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7

Samstag, 3. August 2013, 04:44

Schlussendlich: Sportunterricht und Bundesjugendspiele waren fuer mich kein Traum. Ganz im Gegenteil!! :bg:
Meinst Du da nach Deiner Ausführung nun KEIN Traum oder Trauma :gruebel:




Edit: habs im eigentlichen Beitrag gemäß Joes Wunsch angepasst :)

LibussaKrokus

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8

Samstag, 3. August 2013, 11:42

Da falle ich ja total aus der Reihe! :lol:

Ich habe Sport immer geliebt und empfand Bewegung als grundsaetzlich wichtig und aufregend. Wir haben die meiste Zeit meiner Kindheit draussen mit Spielen verbracht. Sport durch Spiel. Was anderes ist es ja wirklich nicht. Das ging dann schon in der Grundschule so weiter und im Gymnasium hatte ich durchweg immer ein "Sehr gut" im Sport. Das ist kein Angeben!
Willkommen im Club! :up:

Also, ein Bewegungslegastheniker war ich nicht gerade. Von der ersten bis in die 13. Klasse hatte ich durchweg ne Eins und Ehrenurkunden in Sport. Kein Wunder bei dem Vater! Mein alter Herr war als Ringer im erweiterten Olympiakader. Dementsprechend stand Bewegung bei uns immer ganz weit oben auf der Agenda!
Mein Ding waren aber nicht die Ausdauer- bzw. Kraftdisziplinen sondern Sprint, Wurf, Weitsprung und vor allem Ballsport jeglicher Art (naja, Volleyball musste nicht unbedingt sein). Ich muss allerdings sagen, dass ich den Schulsport weder geliebt noch gehasst habe. War halt ein Fach, wie jedes andere . . . aber meine Lehrer waren durch die Bank echte Recken! Mein erster im Gymnasium hat zur Demonstration noch mit 65 einen Feldumschwung in Zeitlupe (!) gemacht.

Sport im Verein war etwas anderes! Da bin ich mit 9 Jahren beim Handball hängen geblieben und habe nach ein paar Jahren Oberliga, kaputten Knien, kaputten Hüftgelenken und 5 Nasenbrüchen mit 37 in der AH mein Trikot an den Nagel gehängt! Den wirklich großen Sprung hab ich nie geschafft, was ich allerdings auch nicht schlimm finde. Ich war immer eher der verspielte Typ, ein Riesentalent aber keiner, der sich gerne quält . . . dementsprechend habe ich die Vorbereitungsphasen incl. Trainigslager vor der Saison immer gehasst. Kondition pumpen pur! Definitiv nicht mein Ding! Drück mir einen Ball in die Hand und ich renne Stundenlang im Sprint durch die Halle, jag mich zum Joggen in den Wald und ich bin nach 5 Minuten platt wie ne Flunder! Auf dem Feld war ich dann aber schon ein giftiges Schafferle, das herrlich austeilen aber auch einstecken konnte! :spot: Heute mache ich außer Radfahren ins Geschäft nichts in Richtung Sport und vermisse aber auch nix!

Bei all der Leistung (5 mal die Woche Training) hatte ich ab ca. 16 Jahren zur Freude meiner Mutter in der Musik immer meinen Ausgleich! Allerdings sehr zum Leidwesen von meinem Daddy, der langsam meine Sportlerkarriere davonschwimmen sah!
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9

Montag, 5. August 2013, 11:30

Sport war während meiner Schulzeit eines der Höhepunkte.
Ich mochte nicht alles, aber das meiste.

Sport ist in meinen Augen ein reines Problem der Motivation. Kinder sind grundsätzlich für Bewegung zu begeistern und viele Studien belegen, dass Sport auch die geistige Leistungsfähigkeit deutlich steigert. Es gibt berechtigte Forderungen, die täglichen Schulsport oder zumindest Frühsport fordern.

Das mit der passenden Motivation vieles geht zeigte mir ein Referendar, den wir in der 10ten Klasse hatten. Die Pubertät war voll im Gange und vor allem viele Mädchen hatten wenig Lust auf den von Jungen dominierten Schulsport.

Aber der Lehrer hat es geschafft alle zum Schulsport zu motivieren und hat sein Lehrprogramm so gestaltet, dass alle gut bedient wurden. Das Ziel, ein einstündiger Geländelauf zum Ende des Schuljahres wurde zwar nicht erreicht. Aber wenn die ersten in der ersten Sportstunde schon nach 5 Minuten (eine Runde) schlapp machten, so konnte die gesamte Klasse am Ende des Jahres 45 Minuten durchgängig joggen.

In meinen Augen darf eine Sportnote auch nicht nur etwas mit der tatsächlichen Leistung zu tun haben. Entscheidend ist die eigene Motivation, das enorm wichtige Sozialverhalten und die eigene Leistungsteigerung. Sabine, die vorher schon beim Zubinden der Schnürsenkel nicht mehr konnte und 12 Monate später 45 Minuten laufen konnte, hat in meinen Augen mehr erreicht als der Kollege, der professionell Sport im Verein machte und seine Bestzeit nicht veränderte.

Aber solche Lehrer gab es nur selten

PS: Im übrigen bin ich gegen den koedukativen Sportunterricht

William Shakespeare: "Wenn alle Leute nur dann redeten, wenn sie etwas zu sagen haben, würden die Menschen sehr bald den Gebrauch der Sprache verlieren."

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Donnerstag, 25. Juni 2015, 20:36

Das Thema geistert ja gerade auch wieder durch die Medien:

Petition gegen die Bundesjugendspiele

joe adder

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11

Donnerstag, 25. Juni 2015, 22:28

Aujau, da sind wir ja wieder beim Thema. :fassungslos:
Ich glaube, es kommt jetzt wirklich darauf an, was zum Einen im Sportunterricht gelernt und trainiert wird und was einem die Eltern zu Hause an den Tag legen. In vielen Kommentaren auf Facebook wird davon gesprochen, dass schlechte Kinder ausgelacht und gehaenselt werden. Wenn das der Fall ist, muss man den Ball zu den Lehrern schieben, denn die sind schliesslich auch fuer die Erziehung verantwortlich. Ich kann schon verstehen, dass man es als Lehrer heute nicht einfach hat, aber in dem Bundesjugendspielalter sollte man den Schlawinern doch ein neues Futtloch bohren koennen.
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12

Freitag, 26. Juni 2015, 09:34

... muss man den Ball zu den Lehrern schieben, denn die sind schliesslich auch fuer die Erziehung verantwortlich


Mal ganz abgesehen vom Thema: da denke ich ja schon, dass v.a. die Eltern für die Erziehung der Kinder verantwortlich sind.
Meinst Du wirklich, ein Lehrer mit 2 Wochenstunde in einer Klasse von 30 Schülern kann für die Erziehung von jedem einzelnen Schüler verantwortlich gemacht werden :eek: :fassungslos:
Zumindest für die "Grundlagen" der Erziehung und der "Wertevermittlung" ist und bleibt noch immer das Elternhaus verantwortlich.

LibussaKrokus

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13

Freitag, 26. Juni 2015, 12:59

:angryfire: Meine Fresse, wieder so eine leidige Diskussion. Und wieder von so militant-fürsorglichen Eltern losgetreten, die ihre lieben Kleinen vor einem eventuellen Frustrationserlebnis bewahren und sie am liebsten in Watte packen wollen. Als nächstes wird dann der Kunstunterricht, der Musikunterricht und am besten gleich noch Mathe, Physik und Chemie, sämtliche Fremdsprachen und Deutsch abgeschafft. Und dann wird verhindert, dass die Lütten sich in einer Berufsausbildung oder einem Studium mit ruppigen Ausbildern oder bockigen Dozenten auseinandersetzen müssen, denn das könnte ja schließlich auch ihrem Selbstvertrauen schaden. Unter den Folgen hätten sie sicher ein Leben lang zu leiden.

Ach ja, Asphalt und Bordsteinkanten werden selbstverständlich auch beseitigt und an jeder Hauskante, Laterne oder sonstigem Hindernis werden Gummipolster angebracht! Man könnte ja stolpern und sich die Haut aufschürfen. Spielplätze kommen natürlich auch auf den Index, denn die Konfrontation mit anderen Kindern, vor allem mit nicht Standesgemäßen, muss ja schließlich auch verhindert werden. Außerdem kann man sich dort ja schließlich auch ein Knie aufschlagen.

Glaubt mir, wenn das so weitergeht, wird uns diese arschgepuderte Generation irgendwann um die Ohren fliegen. Selbstzentriert und unfähig, sich mit Misserfolgen auseinanderzusetzen, werden die im Haifischteich der realen Welt gnadenlos durch die Mangel gedreht. Das wird ein Spaß.

Einfach zum :kotz:
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14

Freitag, 26. Juni 2015, 14:23

:angryfire: Meine Fresse, wieder so eine leidige Diskussion. Und wieder von so militant-fürsorglichen Eltern losgetreten, die ihre lieben Kleinen vor einem eventuellen Frustrationserlebnis bewahren und sie am liebsten in Watte packen wollen.

:D

Die Petition klingt mir ehrlich gesagt auch zu unnötig überbesorgt, um sie deshalb zu unterschreiben. Für absolut richtig halte ich allerdings den folgenden Satz:

Zitat

"Ein Wettkampf, bei dem Einzelne schon vorher wissen, dass sie chancenlos sind, ist sinnlos und unfair."

Wenn die gute Mutter ein bißchen weiter in diese Richtung gedacht hätte, eventuell unter Berücksichtigung von körperlichen Behinderungen einerseits (gerade zu Zeiten, in denen Inklusion heiß diskutiert wird ... ich weiß nicht, was jemanden an Krücken zur Anwesenheit bei den Bundesjugendspielen verpflichten sollte) oder Benachteiligungen aufgrund unterschiedlicher Entwicklungsstufen (Pubertät) andererseits, hätte ich vielleicht nochmal engagierter in dieser Richtung nachgedacht ...

Im wesentlichen enthält die Petition allerdings nichts Neues - ähnliche Diskussionen wurden in der Vergangenheit auch schon öfters geführt ... anscheinend hat die Presse nur wieder nach einer geeigneten Bundesjugendsau gesucht, um sie durchs Bundesjugenddorf zu prügeln. Denen, die sie am weitesten jagen, winken Sieger- und Ehrenurkunden.

Gruß
Skywise
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joe adder

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15

Freitag, 26. Juni 2015, 23:01

uss man den Ball zu den Lehrern schieben, denn die sind schliesslich auch fuer die Erziehung verantwortlich


Mal ganz abgesehen vom Thema: da denke ich ja schon, dass v.a. die Eltern für die Erziehung der Kinder verantwortlich sind.
Zumindest für die "Grundlagen" der Erziehung und der "Wertevermittlung" ist und bleibt noch immer das Elternhaus verantwortlich.
Da bin ich auch 100% bei dir! :blumen: Was anderes wuerde ich auch nicht sagen wollen. Aber wenn die Eltern bei diesen Spielen nicht anwesend sind, weil sie entweder arbeiten oder mit ihren Freundinnen Kaffee trinken oder auf den Rest ihrer/seiner Kinder aufpassen muessen, muss bei Haenseleien, wenn sie offensichtlich ist, der Lehrer eingreifen und Aersche treten. Dass dies durch unsere gesellschaftliche Rueckentwicklung nicht der Fall ist und auch nicht anders sein wird, ist mir auch voellig klar. ;)
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Samstag, 27. Juni 2015, 10:48

Ich finde, wenn man die Bundesjugendspiele abschafft, müsste man auch gleich alle Klassenarbeiten abschaffen. Denn die sind ja letztlich auch nichts anderes als ein Wettbewerb unter den Schülern. Und manche sind bei der einen oder anderen Klassenarbeit ebenfalls "chancenlos" - oder haben zumindest weitaus geringere Chancen als andere - weil sie halt kein Talent für Zahlen bzw. Sprachen oder sonstwas haben.

Ich kann zwar auch nicht sagen, dass ich mich damals auf die Bundesjugendspiele (wir haben übrigens immer "Sportfest" gesagt) gefreut hätte - aber in Leichtatlethik war ich zumindest weit besser als im (würg) Turnen. Ein Trauma hatte ich davon nie. Das kam eher aus anderen Fächern. :D

Und meinem Sohn schadet's auch nicht. Denn der räumt seltsamerweise immer eine Ehrenurkunde ab. Muss er vom anderen Zweig der Familie haben, nicht von meinem.

Das einzige echte Gegenargument, das mir einfiele , wäre, dass immerhin ein ganzer Unterrichtstag ausfällt. Aber bei dem vielen Stundenausfall, den es an unserer Schule gibt, fällt das auch nicht mehr ins Gewicht.
Ein Lehrer zum anderen:
"Unsere Schüler sehen viel zu viel fern."
"Wieso?"
"Heute ist einer mitten in der Klassenarbeit aufgestanden und hat gesagt: `Ich nehm' den Telefonjoker!´"

joe adder

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17

Samstag, 27. Juni 2015, 22:32

Ich finde, wenn man die Bundesjugendspiele abschafft, müsste man auch gleich alle Klassenarbeiten abschaffen. Denn die sind ja letztlich auch nichts anderes als ein Wettbewerb unter den Schülern. Und manche sind bei der einen oder anderen Klassenarbeit ebenfalls "chancenlos" - oder haben zumindest weitaus geringere Chancen als andere - weil sie halt kein Talent für Zahlen bzw. Sprachen oder sonstwas haben.

In gewisser Weise Ja und Nein. Nach meinem Empfinden ist eine Klassenarbeit kein Wettbewerb sondern eine Evaluierung des erlangten Wissens im Verhaeltnis zum notwendigen Mass. Und da haengt es selbstverstaendlich davon ab, ob der/die Schueler/in im Unterricht aufgepasst und sich zu Hause dementsprechend vorbereitet hat. Dass man eine gewisse Kompetitivitaet empfindet, ist dabei fuer einige ganz normal.
Diese Evaluierung findet im Sportunterricht meist nur durch die Beobachtung des Lehrers statt, da oft kein anderes Mass zur Verfuegung steht. ( Dies mag sich in den letzten 25 bis 30 Jahren geaendert haben :verlegen: ) Insofern dann auch im Sportunterricht entsprechende Uebungen demonstriert und antrainiert wurden, empfinde ich einen Wettbewerb als fair. Ich kann mir vorstellen, dass es fuer Schueler heute vielleicht schwieriger ist, an den Disziplinen beim Bundesjugendspiel teilzunehmen, aber die Disziplinen sind auch altersgerecht. Wenn wir in der 3. oder 4. Klasse damals zu den Spielen gegangen sind, haben wir an Disziplinen teilgenommen, die wir schon allein durch das Spielen im Freien erlangt hatten. Da wurde gerannt, gesprungen, geklettert und Steine oder Wurzelballen vom Weizenfeld geworfen.
Ich sehe ein eindeutiges Problem in der Vorbereitung auf zukuenftige "Wettbewerbe". Sei es jetzt das Vorstellungsgespraech, die Befoerderung oder die Jobsuche generell. Oder wenn man keinen Erfolg bei einer Frau hat. Oder gehen wir heulend nach Hause, wenn wir das Konto zu sehr ueberzogen haben?
Und da ist der Ball ganz eindeutig in Elternhaelfte. Aber so gesehen, hat diese Mutter dann auch nur das gemacht, was aus ihrer Sicht die wahrscheinlich einzig verwertbare Loesung war und zwar die Eliminierung des Problems. :pfeif: Das eigene Kind in gewissen Lebenslagen zu coachen ist fuer manche schwieriger, als die Schuld auf die vermeintliche Ursache abzuwaelzen.
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Samstag, 27. Juni 2015, 23:10

Ich kann mir vorstellen, dass es fuer Schueler heute vielleicht schwieriger ist, an den Disziplinen beim Bundesjugendspiel teilzunehmen, aber die Disziplinen sind auch altersgerecht. Wenn wir in der 3. oder 4. Klasse damals zu den Spielen gegangen sind, haben wir an Disziplinen teilgenommen, die wir schon allein durch das Spielen im Freien erlangt hatten. Da wurde gerannt, gesprungen, geklettert und Steine oder Wurzelballen vom Weizenfeld geworfen.
Ich glaube nicht, dass es für die Schüler heute schwieriger ist. Mein Sohn (13) hatte 4 Diszplinen: 50m-Sprint, 1000m-Lauf, Weitsprung und Ballwerfen. Hatten wir früher alles auch. Und das nun wirklich altersgerecht.
Aber vielleicht waren wir früher alle wirklich fitter, weil wir einfach mehr draußen waren?
An meiner Dauervier in Sport bis zur 8. Klasse (mit einer kleinen Ausnahme, als wir Schwimmen hatten) hat das aber nichts geändert. :D
Ich finde jedenfalls, dass einmal im Jahr so ein Sportwettbewerb sein muss und gut tut. Die momentane Petition ist ein Beispiel für den Trend, Kinder immer mehr überzubehüten und sie von "schlechten Erfahrungen" fernhalten zu wollen. Daher kommt auch der Trend mit den Privatschulen. Eltern, die es sich leisten können, klinken sich und ihr Kind aus dem staatlichen Schulsystem aus, damit sie bloß nicht zuviel Kontakt mit den "unteren Schichten" haben sollen ... :rolleyes:
Ein Lehrer zum anderen:
"Unsere Schüler sehen viel zu viel fern."
"Wieso?"
"Heute ist einer mitten in der Klassenarbeit aufgestanden und hat gesagt: `Ich nehm' den Telefonjoker!´"

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Samstag, 27. Juni 2015, 23:23

Zitat von »joe adder«
Ich kann mir vorstellen, dass es fuer Schueler heute vielleicht schwieriger ist, an den Disziplinen beim Bundesjugendspiel teilzunehmen, aber die Disziplinen sind auch altersgerecht. Wenn wir in der 3. oder 4. Klasse damals zu den Spielen gegangen sind, haben wir an Disziplinen teilgenommen, die wir schon allein durch das Spielen im Freien erlangt hatten. Da wurde gerannt, gesprungen, geklettert und Steine oder Wurzelballen vom Weizenfeld geworfen.

Zitat


Zitat von »Uwe«
Aber vielleicht waren wir früher alle wirklich fitter, weil wir einfach mehr draußen waren?

Das meinte ich auch damit. :] Wir waren auf jeden Fall fitter, was die natuerliche Motorik und Ausdauer anging.
"Warum sollte ich mich fürchten? Ich kenne keine Furcht."

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Donnerstag, 2. Juli 2015, 14:55

Zitat

Die Bundesjugendspiele haben das Ziel, in der Kombination von Sport, Spiel und Spaß allen jungen Menschen eine positive Gemeinschaftserfahrung zu ermöglichen.
Aus der Stellungnahme von KMK, Bundesfamilienministerium und des Deutschen Olympischen Sportbunds

Vielleicht hätte man das auch mal einigen Lehrern mitteilen können :naja:

Gruß
Skywise
Radio Liederlicht
Liedermacher & Co.


Dienstag.
Kollegin 1: (schüttet Zigarettenasche in Brotbeutel) "Meine Oma hat ihre Asche immer an die Zierpflanzen gegeben, und tatsächlich funktioniert das ganz gut."
Kollegin 2: "Du willst mich ja nur zum Weiterrauchen animieren, damit du deine Pflanzen durchkriegst. Keine Chance. Aber hast du mal probiert, ob das auch mit gebrauchten Nikotinpflastern klappt?"

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