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81

Sonntag, 6. Dezember 2015, 07:31

Ich habe mit den Hörspielwelten nichts am Hut, war auch keine Seite die häufiger angesurft habe.
Aber ich muss Bruce widersprechenden.
Das Internet ist genau der richtige und beste Platz für so ein Projekt, denn wo oder wie könnte man so etwas besser machen?

Das Problem das ich bei den Welten rauszulesen meine ist meiner meinung schlicht das ein einzelner dachte er könne in der heutigen Zeit eine dynamische webseite alleine auf die beine stellen. Das klappt nicht mehr, da einfach zu viele Leute versuchen andere Sachen im Web aus Lust an der Freud kaputt zu machen. Da kommt es nicht drauf an das etwas toll aussieht sondern das es robust und abgesichert läuft und für so etwas braucht es Leute mit viel Erfahrungen auf dem Gebiet oder man muss eben zu sicherer bereits vefügbarer Software greifen und halt auf das ein oder andere feature verzichten.
Gerade bei Community Projekten ist open source immer prima - warum nicht einfach ale. usern einen direkten Download der Daten erlauben? Wikipedia macht es doch auch so. Wozu denn Bilder die von den Helfern freiwillig gescannt und hochgeladen werden mit wasserzeichen "schützen" - wer hat denn da was von? Selbst wenn jemand die Bilder dann wo anders verwenden würde - was wäre schlimm dran?

Sorry aber das so ein Projekt scheitert liegt meiner Meinung nach nicht daran, dass das Internet der falsche Platz ist, sondern das hat andere Gründe.

joe adder

praktiziert MOVEMBER das ganze Jahr, jedes Jahr!

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82

Sonntag, 6. Dezember 2015, 10:57

warum nicht einfach ale. usern einen direkten Download der Daten erlauben? Wikipedia macht es doch auch so. Wozu denn Bilder die von den Helfern freiwillig gescannt und hochgeladen werden mit wasserzeichen "schützen" - wer hat denn da was von? Selbst wenn jemand die Bilder dann wo anders verwenden würde - was wäre schlimm dran?

Da stimme ich zu. Da habe ich auch nie verstanden. Hotlinking ist da sicherlich ne andere Story, dennoch wurde da immer schwer auf Copyright gepocht. :naja:
"Warum sollte ich mich fürchten? Ich kenne keine Furcht."

Für meine Fotos auf EYEEM: The Art Of Daydreaming <== bitte hier klicken!

83

Sonntag, 6. Dezember 2015, 12:34


Gerade bei Community Projekten ist open source immer prima - warum nicht einfach ale. usern einen direkten Download der Daten erlauben? Wikipedia macht es doch auch so.

Nein, genau das macht Wikipedia nicht. Wikipedia pocht strengstens darauf, daß sämtliche Bilder, die dort von Usern hochgeladen werden, unter eine Creative Commons oder unter eine ähnliche Lizenz fallen - oder völlig frei von Rechten sind.
Das Design der einzelnen Cover ist urheberrechtlich geschützt, normalerweise müßte jeder Urheber oder eventuell sogar weitere Rechteinhaber ein Okay dafür geben, daß seine Bilder in einem bestimmten Zusammenhang verwendet werden. Man kann diesen Urheberrechtspassus mit Tricks und vor allem in einem bestimmten Zusammenhang umgehen, aber es ist immer noch ein heikles Spielchen.

Gruß
Skywise
Radio Liederlicht
Liedermacher & Co.


Dienstag.
Skywise (über neue Kollegin): "Wie heißt denn dieser Grace-Kelly-Verschnitt, der vorhin am Kopierer gestanden hat?"
Kollegin: "'Grace Kelly'? Ja, das paßt perfekt. Den Namen probier' ich nachher an ihr aus!"
Später.
Skywise: "Und, wie war's?"
Kollegin: *motz* "Die Grace Kelly weiß nicht, wer Grace Kelly ist."

84

Sonntag, 6. Dezember 2015, 19:25

Ich habe mit den Hörspielwelten nichts am Hut, war auch keine Seite die häufiger angesurft habe.
Aber ich muss Bruce widersprechenden.
Das Internet ist genau der richtige und beste Platz für so ein Projekt, denn wo oder wie könnte man so etwas besser machen?

Das Problem das ich bei den Welten rauszulesen meine ist meiner meinung schlicht das ein einzelner dachte er könne in der heutigen Zeit eine dynamische webseite alleine auf die beine stellen. Das klappt nicht mehr, da einfach zu viele Leute versuchen andere Sachen im Web aus Lust an der Freud kaputt zu machen.


Hallo NightCaller,

Ich verstehe deine Einwände, kann ihnen aber nur teilweise zustimmen. Von der sicherheitstechnischen Seite verstehe ich zu wenig, um da qualifiziert mitreden zu können. Soweit ich weiß, waren Roland und sein Team aber keine blauäugigen Anfänger. Wenn ich mich nicht irre, macht Roland auch beruflich etwas in diese Richtung, aber ich weiß es nicht genau.

Doch selbst wenn die Dinge absolut professionell aufgezogen werden, würde es nicht langen, Daten auf Dauer ausschließlich in digitaler Form zu sichern. Das Projekt stellt(e) ja so etwas dar wie einen Gesamtkatalog aller von ca. 1950 bis 1990 kommerziell erschienen Hörspiele in deutscher Sprache auf Schallplatte und MC. Das sind meines Erachtens Daten, die es wert sind, dauerhaft erhalten und zugänglich gemacht zu werden, weil es sich um ein wichtiges Kulturgut mit ungeheurer Breitenwirkung in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts handelt. Es ist ein Datenprojekt, das Museums-Charakter hat. Wir haben nicht mit wissenschaftlichem Anspruch und der damit verbundenen Präzision an den Sachen gearbeitet, aber für den Amateurbereich war das schon ziemlich gut.

Was das Sammeln von Daten angeht, ist nun die Wikiform sicher eine gute Option. Es dürfte nur nicht dabei bleiben, denn früher oder später geht IMMER etwas schief. Ich beobachte die Computerdatenveröffentlichung seit Anfang der 80er Jahre, als die ersten bezahlbaren PCs auf den Markt kamen. Und immer in der jeweiligen Gegenwart haben die Leute geglaubt, die Daten wären dauerhaft gesichert, so dass sogar das Papier abgeschafft werden sollte. Schaut man aber mit einem gewissen Abstand von sagen wir mal 10 Jahren auf die Sachen, verschwindet faktisch alles in der Tonne, spätestens mit der überüberübernächsten Programmversion. Das wird auch mit den heutigen System nicht anders sein. Und Leute, die die Projekte durchführen, gehen Pleite, kriegen Alzheimer oder sterben einfach auf Straße. Und für die Umstellung auf neue Systeme fehlt dann Lust, Zeit und Geld. So ist es meistens. Auch Wikipedia wird es nicht ewig geben, frag mal in 50 Jahren nach.

Wer wirklich Daten sichern will, muss dies auf möglichst dauerhaftem Material tun und in einer ausreichenden Streuung. Bezahlbar ist das eigentlich nur gedruckt auf säurefreiem Papier und gelagert in den großen wissenschaftlichen Bibliotheken der Welt, zum Beispiel in der deutschen Nationalbibliothek in Leipzig, Frankfurt und Berlin. Dann hat es eine gute Chance, auch ein paar Weltkriege, neue Weltreiche u.ä. zu überleben. Beruflich beschäftige ich mich mit Texten, die ca. 1500-4000 Jahre alt sind. Am dauerhaftestens war die Keilschrift auf Tontafeln, wenn die Bibliothek abgebrannt ist :-) Aber schon Bücher auf gutem Papier können richtig gelagert durchaus 1000 Jahre überleben. Das wär doch schonmal was für den Anfang. :)

Dieser digitale Computerkrempel dagegen ist nur was für das unmittelbare Alltagsgeschäft. Mit mehr als 20 Jahren würde ich da im Normalfall nicht rechnen. Da müsste schon ziemlich viel Geld und Wille dahinter stehen, Dinge langfristiger zu sichern, immer wieder in neue Systeme zu sichern, zu pflegen und vorzuhalten.

Also wäre m.E. die Kombination der digitalen und der analogen Vorteile eine gute Sache.
Zahlreiche Hörspiel-LPs zum Anschauen und Kaufen

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Becks

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85

Montag, 7. Dezember 2015, 00:07

Bruze, 20 Jahre sind doch ne Menge Zeit! Und - mal ganz ehrlich - wer wird sich in 1000 Jahren für irgendwelche Märchenhörspiele interessieren...? ;)

Aus meiner Sicht ist "dieser digitale Computerkram" großartig, allein, weil es dadurch möglich ist, alle an den Daten Interessierten weltweit alle Infos zugänglich machen zu können. Natürlich nur, sofern der Inhaber dieser Daten daran interessiert ist. Und genau dort liegt wohl der Knackpunkt.

Die Seite wurde aufgesetzt und über viele Jahre wurde ein umfassender Datenbestand aufgebaut, in dem hervorragend recherchiert werden konnte. Viele User haben dazu maßgeblich beigetragen, indem sie Zeit und Arbeit investiert haben, um diese einzigartige Datenbank wachsen zu lassen. Nirgendwo anders im gesamten Internet fand man eine so zuverlässige und umfassende Datensammlung zum Thema Hörspiele, inklusive einer ganzen Reihe ausgezeichneter Specials. Eine Sammlung, die lt. Bruze (und da schließe ich mich uneingeschränkt an) Museums-Charakter hat und die es in diesem Umfang nirgendwo anders gab und gibt.


Das war einmal. Und das ärgert mich.

Ich staune darüber, dass hier viele immer noch schreiben "Naja, ist ja nur ein Hobby, dann dauert es halt noch ein paar Jährchen, bis alles wieder online ist." Liebe Freunde, jetzt mal ganz ehrlich: So schlimm viel um die Ohren und so unglaublich wenig Zeit *kann* man gar nicht haben, um innerhalb eines geschlagenen Jahres nicht mal eine einzige Zeile zu posten und mitzuteilen, was eigentlich los ist. Wirklich nicht. Nicht mal das eigene Team ist informiert.

Sorry, aber das ist absolut albern. Ein erwachsener Mann sitzt auf dem mühsam gesammelten Datenbestand dieser Hörspiele, die er eigentlich nur verwaltet und schafft es nicht, zumindest mal ein Wort fallen zu lassen, was genau passiert ist und wie es weitergehen soll?

Im Grunde sind nun alle mit Schwung vor den Kopf geschlagen, die ihre eigene Zeit geopfert haben, um Coverscans, Inhalte und Ergänzungen zu posten, um nun komplett ohne eine einzige Zeile Info (die sie offenbar nicht wert sind) im Regen zu stehen.

Ja, ich habe gelesen (vor einem Dreivierteljahr), dass alles noch da ist und hart daran gearbeitet wird. Ich erspare mir einen Kommentar dazu.
Helfen lassen wollte man sich schon nicht, als die Seite noch online war. Aktualisierungen haben zum Teil eine Ewigkeit gedauert, falls sie überhaupt bearbeitet wurden. Wenn Leute vorsichtig nachgefragt haben, was da eigentlich so unglaublich lange dauert, ein paar Ergänzungen freizuschalten, bekamen sie eine Watschen und die Info, dass das ja nur ein Hobbyprojekt ist, das nebenbei erledigt wird. Schließlich hat man noch anderes zu tun, und zwar monatelang. Nein, man hat innerhalb 90 Tagen keine Viertelstunde Zeit, um eine Handvoll Ergänzungen nachzutragen. Nein, Helfer möchte man nicht, denn viele Köche verderben den Brei. Kann man alles in diesem Forum nachlesen, wenn man Langeweile hat. :rolleyes:

Ich persönlich ziehe daraus die Konsequenz, mich an Projekten nicht mehr zu beteiligen, die von der Befindlichkeit und der Tageslaune eines Einzelnen abhängig sind.

86

Montag, 7. Dezember 2015, 00:20

Bruze, 20 Jahre sind doch ne Menge Zeit! Und - mal ganz ehrlich - wer wird sich in 1000 Jahren für irgendwelche Märchenhörspiele interessieren...? ;)


Da bin ich absolut und völlig anderer Meinung. 20 Jahre sind ein Wimpernschlag. Unsere ganze Kultur lebt davon, dass wir Wissen und Dinge über Jahrtausende vorhalten. Nichts vom dem, was wir heute hier machen, würde ohne die Kulturtechniken funktionieren, die vor Jahrtausenden entwickelt und überliefert wurden. Keine Schrift, keine Mathematik, keine Technik, keine unserer Religionen, kein Recht, nichts. Und selbst 1000 Jahre sind nicht viel.

Und deshalb müssen wir zusehen, dass unser Wissen bewahrt wird. Da war die Antike ziemlich gut. Und wir werden ziemlich schlecht abschneiden, wenn wir uns nur auf ein paar flüchtige Speichermedien verlassen.

Was deine übrigen Ausführungen angeht, tendiere ich im Prinzip dazu, dir recht zu geben. Aber da ich die Umstände nicht kenne, zögere ich.
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87

Montag, 7. Dezember 2015, 06:23

Helfen lassen wollte man sich schon nicht, als die Seite noch online war. Aktualisierungen haben zum TeilIch persönlich ziehe daraus die Konsequenz, mich an Projekten nicht mehr zu beteiligen, die von der Befindlichkeit und der Tageslaune eines Einzelnen abhängig sind.
Kann ich nachvollziehen.
Allerdings hätte ich damit kein Problem wenn der Datenbestand frei wäre. Also man bsw. jeden Monat oder so die aktuelle Datenbank zum Download angeboten bekommt. Wäre bsw eine bekannte Wikisoftware im Einsatz könnte jeder mit dem Datenbackup in einer Stunde oder so den Inhalt wiederherstellen und eine identische Seite online stellen. Ginge mit der Wikipedia ja auch. Da wäre es dann egal ob der ursprüngliche Seitenbetreiber keine Lust oder Zeit mehr hat - oder wenn derjenige verstirbt oder was auch immer.
Könnte man bei Foren ja auch machen. Da stecken die User auch viel Zeit rein und am Ende ist dann alles weg...

Was die Rechte betrifft Cover zu zeigen hat ein selbst erstelltes Wasserzeichen denke ich keinen Einfluss auf die Rechtmäßigkeit. Es sollte sich halt ein Fan finden der ausgewandert ist und dessen neues Land brauchbarere Gesetze hat. Als EU Bürger habe ich schon lange keine Lust mehr eine private Webseite zu betreiben. Und würde ich ein Internetstartup machen wollen, dann bestimmt auch nicht hier in der EU. Aber irgend ein Nichteuropäer dürfte sich schon finden lassen können.

Ein echtes Museum zum Anfassen hat eher Nachteile als Vorteile finde ich. Da:
Viel teurer im Unterhalt. - Für die meisten gar nicht in Reichweite. - Vorteil sehe ich keinen- Cover kann man als Grafik eher besser im Web sehen als hinter Vitrinen und nun ja ich persönlich sehe da keinen Mehrwert.
Das Problem habe ich aber auch bei vielen anderen Museen. Wenn ich mir nicht Grade Dinosaurier angucke die aufgrund der Größe halt einfach in natura beeindrucken.


Aber ob ich mir ein Bild im Luvre oder im Web angucke - für mich ändert es das Bild nicht

88

Montag, 7. Dezember 2015, 09:12


Was die Rechte betrifft Cover zu zeigen hat ein selbst erstelltes Wasserzeichen denke ich keinen Einfluss auf die Rechtmäßigkeit.

Stimmt, aber gleichzeitig wird dadurch wenigstens halbwegs gesichert, daß die Daten schlechter gestreut werden.

Zitat

Es sollte sich halt ein Fan finden der ausgewandert ist und dessen neues Land brauchbarere Gesetze hat.

Nun ja, definiere "brauchbarer". Daß einem Künstler an seinem Werk Rechte zustehen, ist sogar ein Passus in den Menschenrechten ... :gruebel:

Gruß
Skywise
Radio Liederlicht
Liedermacher & Co.


Dienstag.
Skywise (über neue Kollegin): "Wie heißt denn dieser Grace-Kelly-Verschnitt, der vorhin am Kopierer gestanden hat?"
Kollegin: "'Grace Kelly'? Ja, das paßt perfekt. Den Namen probier' ich nachher an ihr aus!"
Später.
Skywise: "Und, wie war's?"
Kollegin: *motz* "Die Grace Kelly weiß nicht, wer Grace Kelly ist."

89

Montag, 7. Dezember 2015, 09:34

Ich würde die USA mit ihrem Fairuse Gesetz jetzt nicht unbedingt als Künstlerfeindlich betrachten :)
Bei denen spielen halt auch die Rechte der Bürger eine Rolle und nicht nur die der Lobbyverbände.

Ob das Wasserzeichen eine Verbreitung der Bilder reduziert ist rechtlich doch egal. Legal ist der Cover upload es jedenfalls nicht - hier nicht.

90

Montag, 7. Dezember 2015, 10:07

Ich würde die USA mit ihrem Fairuse Gesetz jetzt nicht unbedingt als Künstlerfeindlich betrachten :)
Bei denen spielen halt auch die Rechte der Bürger eine Rolle und nicht nur die der Lobbyverbände.

Ausgerechnet die USA? Das ist hoffentlich nicht Dein Ernst, oder? :eek:
Wenn man an irgendeinem Land sehen kann, was ungezügelter Turbokapitalismus und radikal durchgezogener Lobbyismus aus einer Nation machen können, dann an den USA.
"Hey, die Waffenlobby darf uns erzählen, daß man die vielen Waffen in unseren Straßen nur mit neuen Waffen in Schach halten können. Neulich hat man vor meinem Fenster wieder eine ganze Straßengang in Fetzen geschossen, angeblich damit man sich vom Kopfgeld eine Zahnbehandlung leisten kann, aber dafür kann ich auf meinem Smartphone Albencover betrachten. God bless America." :naja:

Zitat

Ob das Wasserzeichen eine Verbreitung der Bilder reduziert ist rechtlich doch egal. Legal ist es jedenfalls nicht - hier nicht.

Es kommt drauf an. Es gibt ja heute auch noch eine Menge Seiten, auch deutsche, auf denen Albencover angezeigt werden. Eine der wesentlichen Vorgaben insbesondere der Juristerei war beim Zudrücken eines Auges, daß neben fehlender Gewinnerzielungsabsicht eben diese Albencover nicht verbreitet werden können, sprich: das Cover soll nicht so eingebunden werden, daß man es ausdrucken oder zur Erstellung von Collagen oder ähnlichen Geschichten verwenden kann. Das erreicht man im Regelfall, indem man die Qualität entsprechend eindampft oder solche Wasserzeichen verwendet. Unter anderem. Es gibt noch ein paar andere Möglichkeiten, Albencover zu verwenden, aber ich schätze, für die welten dürfte diese Basis grundsätzlich ausreichen.

Gruß
Skywise
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91

Montag, 7. Dezember 2015, 10:14

Nicht böse gemeint aber ich glaube nicht dass wir hier auf einen Nenner kommen können, daher lasse ich es einfach mal so stehen, da es mit dem eigentlichen topic auch nicht mehr viel zu tun hat :)

92

Montag, 7. Dezember 2015, 15:33

Dann lasst uns doch mal auf den Kern zurück kommen.
So wie es (im Moment) aussieht, wird das mit den HSP-Welten nix mehr.
Wenn man jetzt mal die Tauschfunktion aussen vor lässt, sind die Listen und Coverbilder wohl die am meisten vermissten Dinge. Klar war es mal nett auch was über Spezialserien oder Jahreszahlen zu einzelnen HSP nachzulesen oder die Sprecher, aber die Gesamtübersicht über "alle" Hörspiele fand ich persönlich immer am spannendsten ... zumal man nachlesen konnte, was einem noch fehlt bzw. was noch nicht in der Liste ist.

Was kann man also machen, damit man wieder mal startet ... also einfach eine nette Übersicht nach Labeln und ein Bild dazu ...
mehr kann man ja später überlegen ... wie kann man das im Netz gut darstellen (Stichwort: WIki) und wie kann man sich beteiligen. Gibt es da keine Möglichkeiten ...
Und ja, ich weiß, das ist schwer ... braucht Zeit,... kaum umsetzbar, etc. also ... wie könnte sowas aussehen, ganz rudimentär :gruebel:
Lg MO

LibussaKrokus

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93

Montag, 7. Dezember 2015, 15:46


(...) Das Projekt stellt(e) ja so etwas dar wie einen Gesamtkatalog aller von ca. 1950 bis 1990 kommerziell erschienen Hörspiele in deutscher Sprache auf Schallplatte und MC. Das sind meines Erachtens Daten, die es wert sind, dauerhaft erhalten und zugänglich gemacht zu werden, weil es sich um ein wichtiges Kulturgut mit ungeheurer Breitenwirkung in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts handelt. Es ist ein Datenprojekt, das Museums-Charakter hat. Wir haben nicht mit wissenschaftlichem Anspruch und der damit verbundenen Präzision an den Sachen gearbeitet, aber für den Amateurbereich war das schon ziemlich gut.

(...)

Wer wirklich Daten sichern will, muss dies auf möglichst dauerhaftem Material tun und in einer ausreichenden Streuung. Bezahlbar ist das eigentlich nur gedruckt auf säurefreiem Papier und gelagert in den großen wissenschaftlichen Bibliotheken der Welt, zum Beispiel in der deutschen Nationalbibliothek in Leipzig, Frankfurt und Berlin. Dann hat es eine gute Chance, auch ein paar Weltkriege, neue Weltreiche u.ä. zu überleben. Beruflich beschäftige ich mich mit Texten, die ca. 1500-4000 Jahre alt sind. Am dauerhaftestens war die Keilschrift auf Tontafeln, wenn die Bibliothek abgebrannt ist :-) Aber schon Bücher auf gutem Papier können richtig gelagert durchaus 1000 Jahre überleben. Das wär doch schonmal was für den Anfang.


Ich finde, das umfasst ziemlich genau, wozu die hoerspielwelten.de am Ende geworden sind. Bei zuletzt um die 10.000 Einträge ist das wohl mit der größte öffentlich zugängliche Katalog für antiquarische Hörspiele. Egal, welche Intention am Anfang dahinter stand, glaube ich aber, dass die Seite auch durch das Engagement der User über die Jahre hinweg irgendwie zum Selbstläufer geworden ist, zum digitalen Museum, das größer ist, als die ursprüngliche Idee.
Bruze, 20 Jahre sind doch ne Menge Zeit! Und - mal ganz ehrlich - wer wird sich in 1000 Jahren für irgendwelche Märchenhörspiele interessieren...?
Na hoffentlich wird dann jemand Ausgrabungen machen und sich für diese Form der Textwiedergabe begeistern können.

Ein echtes Museum zum Anfassen hat eher Nachteile als Vorteile finde ich. Da:
Viel teurer im Unterhalt. - Für die meisten gar nicht in Reichweite. - Vorteil sehe ich keinen- Cover kann man als Grafik eher besser im Web sehen als hinter Vitrinen und nun ja ich persönlich sehe da keinen Mehrwert.
Das Problem habe ich aber auch bei vielen anderen Museen. Wenn ich mir nicht Grade Dinosaurier angucke die aufgrund der Größe halt einfach in natura beeindrucken.


Aber ob ich mir ein Bild im Luvre oder im Web angucke - für mich ändert es das Bild nicht
Wenn ich dich richtig verstanden habe, dann liegt der Sinn und Zweck eines Museums hauptsächlich darin, Dinge zu sammeln, die in erster Linie dich interessieren bzw. deinen Wissensdurst stillen, und die dann noch möglichst in deiner Nähe präsentiert werden sollen? Wenn dem so ist, dann ist dir hoffentlich klar, dass das kompletter Quatsch ist. Die Daseinsberechtigung eines Museums liegt meines Erachtens unter anderem im Bewahren menschlichen Kulturguts, egal welcher Herkunft und egal ob technischer, kunsthistorischer, religiöser oder geisteswissenschaftlicher Natur. Und egal, ob ich das dann zu sehen kriege oder nicht! Einfach die Tatsache, dass es da ist und für die Nachwelt aufbewahrt wird, reicht schon.

Die Frage nach der rechtlichen oder technischen Machbarkeit so einer Seite wie die hoerspielwelten oder die Frage nach den Befindlichkeiten, was oder wie viel jemand oder ich selbst in die hoerspielwelten investiert hat, habe ich mir ehrlich gesagt noch nie wirklich gestellt. Dazu hat mir das Stöbern einfach viel zu viel Spaß gemacht. Außerdem hat mir einfach immer dieser Gedanke der Nichtkommerzialität gefallen: Keine Werbung, kein Beitrag - eine Website, die nicht zugekleistert sondern schön überschaubar und handhabbar war/ist. Ein Lexikon, das mir als spätberufenen Sammler den Einstieg ins Hörspieluniversum einfach gemacht hat. Ich wage sogar zu behaupten, dass ich ohne die Welten wohl niemals so tief in die Materie eingestiegen wäre. Ohne pathetisch klingen zu wollen: Aber irgendwie isses für mich so, als sei mit der Abschaltung ein über ganz Deutschland verteiltes Hörspielmuseum mitsamt Ausstellungskatalog abgebrannt und sämtliche gespeicherten Informationen somit unwiederbringlich verloren. Zum Glück konnte ich noch eine Kopie der Gesamtliste (leider ohne Bestellnummern) machen, die ich mir auch irgendwann einmal ausgedruckt habe. Selbst wenn es mir die Datei irgendwann einmal zerhauen sollte, wird das Papier überdauern, womit ich im Grunde den Gedanken von Bruze aufgreife.

Ich lese gerade ein Buch über Vinylsammler. Auf einer Seite ist ein Bild von einem Mann inmitten "seiner" Sammlung. Der Herr ist Archivar im Nationalmuseum der USA (wohl vergleichbar mit unserer Deutschen Nationalbibliothek), in dem von jedem Tonträger, der je dort veröffentlicht wurde, zwei Exemplare gelagert werden. Nix von wegen digitale Speichermedien! Ich denke, dass die Scheiben und alles was darauf gespeichert ist, nur so über unsere Generation hinaus die Zeit überdauern werden. Eine Liste, wie sie bei den hoerspielwelten abrufbar wäre, kann so einen Schatz nicht ersetzen, sie kann aber helfen, einen Überblick über das, was unsere Zeit diesbezüglich hervorgebracht hat, zu verschaffen. Und das ist meines Erachtens im Grunde die Quintessenz dieser Website. Wenn wir uns zu sehr auf digitale Speichermedien verlassen, wird unser Jahrhundert für die Nachgeborenen irgendwann das dunkle Zeitalter sein . . . wie gesagt, das mag alles pathetisch und idealistisch klingen, ich habe aber auch nie behauptet, dass ich kein Träumer bin.
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94

Montag, 7. Dezember 2015, 22:33

Ein echtes Museum zum Anfassen hat eher Nachteile als Vorteile finde ich. Da:
Viel teurer im Unterhalt. - Für die meisten gar nicht in Reichweite. - Vorteil sehe ich keinen- Cover kann man als Grafik eher besser im Web sehen als hinter Vitrinen und nun ja ich persönlich sehe da keinen Mehrwert.
Das Problem habe ich aber auch bei vielen anderen Museen. Wenn ich mir nicht Grade Dinosaurier angucke die aufgrund der Größe halt einfach in natura beeindrucken.


Ich denke, dass man beides nicht direkt gegeneinander ausspielen sollte. Natürlich haben virtuelle "Museen" auch Vorteile und ich stöbere auch gern im Netz. Und deshalb habe ich ja auch bei den Hörspielwelten mitgemacht, weil ich das Projekt an sich gut fand. Aber es kann trotzdem nicht ersetzen, dass es Museen bzw. Sammlungen mit den Originalen gibt. Und ein Museum ist für mich nur interesssant, wenn es Originale zu sehen gibt. Und das ist etwas ganz anderes als Bilder davon im Netz. Ich schaue mir hundertmal lieber eine Platte im Original an als ein Bild davon. Und im Museum ein echtes Bild z.B. im Louvre zu sehen, ist ein völlig anderes Erlebnis. Das ist der gleiche Unterschied, wie wenn man seine Freundin oder Freund küsst oder sich ein Foto im Netz anguckt.

Und als Altertumswissenschaftler kann ich nur sagen, dass ein Foto niemals ein Original ersetzen kann. Man kann keine seriöse Edition einer Handschrift oder eines antiken Papyrus von einem Foto machen. Dort sieht man nur die Hälfte, wenn überhaupt. Womit ich auf keinen Fall sagen will, dass man keine Bilder erstellen und frei zugänglich ins Netz stellen sollte. Das ist für den Anfang eine tolle Sache, wenn ich nicht ständig für jeden Fetzen durch die Weltgeschichte reisen muss. Aber wirklich ersetzen können und dürfen sie Originale nicht.

@Libussakrokus:

Zitat

Aber irgendwie isses für mich so, als sei mit der Abschaltung ein über ganz Deutschland verteiltes Hörspielmuseum mitsamt Ausstellungskatalog abgebrannt und sämtliche gespeicherten Informationen somit unwiederbringlich verloren.


Ja, das geht mir ähnlich. Wobei ich nach wie vor hoffe, dass die Sachen nicht dauerhaft verloren sind.
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95

Donnerstag, 10. Dezember 2015, 22:37

Hat hier eigentlich noch wer Kontakt zu Roland? Vielleicht hat er ja irgendwelche gesundheitlichen Probleme oder ähnliches, und kann sich deshalb nicht um die Hörspielwelten kümmern. :keineahnung:

96

Freitag, 11. Dezember 2015, 09:52

Hat hier eigentlich noch wer Kontakt zu Roland? Vielleicht hat er ja irgendwelche gesundheitlichen Probleme oder ähnliches, und kann sich deshalb nicht um die Hörspielwelten kümmern. :keineahnung:


du meinst er könnte stante pedem in ein Wachkoma gefallen sein? Anderen Falls hätte man ja noch Gelegenheit sich mit einem Satz zu melden oder jemandem (z.B. Perry) Bescheid zu geben. Dass das Melden nicht das Erste ist was man tut, ist klar, aber innerhalb eines Jahres dürfte das schon machbar sein. Zudem wurde die Seite ja zumindest aktualisiert mit dem Vermerk, dass sich irgendwann wieder was tuen könnte ...

Gesundheitliche Probleme können ja sein, aber dann wäre es schon sehr "umständlich" kommuniziert ...
Sei's drum ...
Lg MO

97

Samstag, 6. Februar 2016, 13:21

Momentan wird wohl wieder daran gearbeitet, es gibt wieder eine neue Fehlermeldung:


Warning: mysql_connect(): User d01ceada already has more than 'max_user_connections' active connections in /www/htdocs/w012ca63/hoerspielwelten.de/import.inc.php on line 6
User d01ceada already has more than 'max_user_connections' active connections

98

Mittwoch, 10. Februar 2016, 13:22

Seit den letzten Arbeiten an der Seite hat sich einiges getan. Viele wichtige Funktionen wie z.B. die Listenansicht der Hörspieltitel eines Labels funktionieren wieder!

LibussaKrokus

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99

Freitag, 12. Februar 2016, 10:21

Seit den letzten Arbeiten an der Seite hat sich einiges getan. Viele wichtige Funktionen wie z.B. die Listenansicht der Hörspieltitel eines Labels funktionieren wieder!
Ich hab hier irgendwie zwei komplett unterschiedliche hoerspielwelten-Anzeigen. Wenn ich www.hoerspielwelten.de eingebe, komme ich auf die Startseite, auf der gar nichts geht. Irgendwie wurde bei mir auf dem Smartphone aber schon vor einiger Zeit ein Link hinterlegt (keine Ahnung wie und warum), durch den ich direkt auf die Labelseite umgeleitet werde und von da aus kann ich bis auf den Mitgliederbereich alles anklicken . . . also jedes Label und jede Verknüpfung auf der Kopfleiste. Und bis auf die Sortierfunktionen und ein paar wenige Bilder funktioniert auch alles.
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Perry

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Wohnort: 53°18' N, 10°24' O

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100

Samstag, 27. Februar 2016, 06:14

Damit die Spekulationen aufhören und ihr auch etwas habt, worauf ihr euch freuen könnt, teile ich euch mit, dass die Hörspielwelten bereits wieder teilweise online sind. Aber auch, dass im Moment nicht jedermann darauf zugreifen kann.

Wie Jörg aus eigener Erfahrung berichtet hat, ist es möglich, mit einigen alten Links auf Teilbereiche zuzugreifen. Es wird aber auch immer wieder dazu kommen, dass die Welten aufgrund von Arbeiten offline sind. Also nicht wundern.

Es funktioniert aber längst noch nicht alles wieder so, wie wir es gewohnt sind bzw. waren. Aber mehr ist im Moment nicht zu machen.

Soweit ich es überblicke, sind die Sammlungs, Tausch- und Wikilisten erhalten geblieben. Auch 50 unbearbeitete Wiki-Einträge sind vorahnden.
Der letzte Wiki-Eintrag stammt vom 01.12.2014 und ist eine Ergänzung zur Litera-LP "Die Nachtigall". Wer es eingesant hat, wird sich evtl. erinnern.

index.php?page=Attachment&attachmentID=8442

Allerdings funktioniert der Mitgliederbereich noch nicht wieder so, dass man damit arbeiten kann.


Damit also eines ganz klar ist. Der Plan ist, mit den Welten wieder vollumfänglich online zu gehen. Wann das sein wird, ist zurzeit völlig unklar, weil es halt mit enorm viel Arbeit und somit auch Zeit verbunden ist, die nicht jeder, der in diesem privaten Fan-Projekt eingebunden ist, nach Belieben zur Verfügung hat.

Von Nachrichten oder IM in Zusammenhang mit dem Re-Start der Hörspielwelten bitte ich abzusehen.
Folge einem Esel und du kommst in ein Dorf. Folge einer Ziege und du stürzt in den Abgrund.