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robernd

unregistriert

1

Freitag, 14. April 2006, 16:25

Kunstradio-Radiokunst: floating point

Clara Oppel: floating point 09.April 2006 Österreich1 in Dolby 5.1 Surround-Sound

ORF: Mit der Radioarbeit "floating point" versucht die Künstlerin eine Beziehung zwischen der Welt des Realen und des Vorgestellten bzw. des Eingebildeten herzustellen. Das Hörbare soll zum imaginären Standort des Sichtbaren, Tastbaren werden.

"So etwas könnte ich eigentlich auch" war mein erster Gedanke, als ich die Klangcollage gehört habe. - Aber ich würde es niemandem zumuten.

Kunst kommt von Können. Nun, Clara Oppel kann offenbar Knöpfe am Mischpult (oder PC) bedienen.
Wenig markante Alltagsgeräusche, teils mit steilflankigen Filtern entfremdet, verrührt und auf fünf Lautsprecher verteilt. Fertig ist ein Surround-Brei, richtig schön grau und trist. Und zum abgewöhnen.

Eismarder

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2

Samstag, 15. April 2006, 11:12

Wer tut sich denn sowas an? Kunst als Radiohörspiel?
Ist wohl ne MArktlücke. Mal sehen, hab hier auch irgendwo noch ein Mischpult stehen, dann noch den Sequenzer ran, ein Mikro auf die Herrentoilette am Bahnhof ,mitschneiden.. und fertig ist das Kunstobjekt. Per Stück 34,99 Euronen. Vorbestellung erbeten. :D (Unter 20 Stück wird nicht produziert, Vorkasse erbeten)
Physikalische Gesetze sind dazu da, das man sie bricht.
Unterschätze nie einen Menschen, der einen Schritt zurück macht - er könnte auch Anlauf nehmen!
Der Horizont der meisten Menschen ist ein Kreis mit dem Radius 0. Und das nennen sie ihren Standpunkt
Wer Sex für das schönste hält, der war noch nie richtig kacken !!

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Matze

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3

Sonntag, 16. April 2006, 16:34

RE: Kunstradio-Radiokunst: floating point

Zitat

Original von robernd
"So etwas könnte ich eigentlich auch" war mein erster Gedanke, als ich die Klangcollage gehört habe.


Die kommerziellen Medien haben das Publikum dahin erzogen, sich selbst und ihre kleinbürgerliche Sicht ohne Scham als Zentrum jeglichen Denken zu begreifen. Schade, dass Leute wir Du nie über den ersten Gedanken hinauskommen werden.

Ein verärgerter Matze
In der Bedeutung des Lehnworts aus dem Französischen, wo der "amateur d' art" den kenntnisreichen, enthusiastischen Liebhaber der Künste meint, bin ich ein Dilettant.

Eismarder

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4

Sonntag, 16. April 2006, 21:56

Zitat

Die kommerziellen Medien haben das Publikum dahin erzogen, sich selbst und ihre kleinbürgerliche Sicht ohne Scham als Zentrum jeglichen Denken zu begreifen

Was diesero.a. Komentar zu der Aussage

Zitat

"So etwas könnte ich eigentlich auch" war mein erster Gedanke, als ich die Klangcollage gehört habe.

bedeuten soll, bleibt mir leider verschlossen. :confused:
Aber ich denke wirklich, das vieles, was sich heute Kunst schimpft, von so manchen "Normalsterblichen" genausogut er/geschaffen werden könnte, wobei allein meistens die Idee oder das Vermarktungsgenie fehlt.
Drum ist mein 2ter Gedanke bei solchen "künstlerischen Ergüssen" auch meistens: *Neid* : son scheiß kann doch jeder, aber: :respekt: weil man erst mal auf so eine Idee kommen muß, und diese auch vermarkten muß.
Physikalische Gesetze sind dazu da, das man sie bricht.
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Matze

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5

Montag, 17. April 2006, 05:32

Zitat

Original von Eismarder
Drum ist mein 2ter Gedanke bei solchen "künstlerischen Ergüssen" auch meistens: *Neid* : son scheiß kann doch jeder


Leider geht der zweite Gedanke nur unwesentlich über den Ersten hinaus und verteitigt den Stolz über die eigene Mittelmäßigkeit gegen das Wagnis, sich auf Kunst auch nur ansatzweise einzulassen.

Damit Ihr versteht, was ich meine, zitiere ich aus einem Programm von Dieter Nuhr: "Wer keine Ahnung hat, sollte einfach mal die Schnautze halten."

Meine Meinung. Matze
In der Bedeutung des Lehnworts aus dem Französischen, wo der "amateur d' art" den kenntnisreichen, enthusiastischen Liebhaber der Künste meint, bin ich ein Dilettant.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Matze« (17. April 2006, 05:33)


Eismarder

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6

Montag, 17. April 2006, 10:16

Zitat

Wer keine Ahnung hat, sollte einfach mal die Schnautze halten."


Kunst ensteht aber nicht aus der Kunst selbst, sondern wird über die Kultur geschaffen. Sprich über solche Leute wie mich, robernd und andere,in deinen Augen, unwissende. Ohne uns "Unwissende" wäre Kunst nur Alltag.
Der Begriff Kunst hat sich ja auch über die Jahrhunderte erst entwickelt. Zeichnete der Begriff in seiner Enstehung wirklich nur denjenigen aus, der Handwerklich oder Geistig der Masse überlegen war, bedeutet heute der Begriff Kunst etwas ganz anderes.Der Begriff ist in der Jetzt-Zeit leider sehr schwammig geworden. Kunst kann alles sein, was eine bestimmte Volksmenge aus Ihm macht. Sprich: wenn du 20.000 Idioten findest , die einen Haufen Scheiße toll finden, kann er als Kunst in die Gesellschaft aufgenommen werden. Muß nicht, kann aber.
Für mich ist Kunst halt immer noch mit dem Begriff "Können" verbunden, und das wird auch immer so bleiben. Deswegen ist ein Bild von Monet oder Degas, Dali oder Picasso für mich halt ein Beispiel nicht nur handwerklichen Könnens, sondern auch ein Erscheinungsbild und Darstellung des zur Zeit der Enstehung herrschenden Zeitgeistes.Wohingegen solche "Schaffensgeister" wie Beuys oder Christo bei mir den Begriff "Künstler" nicht verdient haben. Das sind geniale Marktstragtegen, die halt wissen/wußten, was man dem "unwissenden" als "Kunst" mit der "passenden Geschichte" verkaufen konnte und noch kann.
Physikalische Gesetze sind dazu da, das man sie bricht.
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Matze

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7

Montag, 17. April 2006, 10:24

Zitat

Original von Eismarder
Wohingegen solche "Schaffensgeister" wie Beuys oder Christo bei mir den Begriff "Künstler" nicht verdient haben. Das sind geniale Marktstragtegen, die halt wissen/wußten, was man dem "unwissenden" als "Kunst" mit der "passenden Geschichte" verkaufen konnte und noch kann.


Sag dich gleich: Entartet.
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Eismarder

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8

Montag, 17. April 2006, 10:29

Zitat

Sag dich gleich: Entartet.


Schade. Bisher hatte ich dich für halbwegs Intelligent gehalten.
Mit diesem Begriff hast du dich aber leider selbst disqualifiziert. Entweder du bist zu Dumm, um die Geschichte hinter diesem Begriff zu kennen, oder so Ignorant, das du nur deine Äußerungen als Kern der Weisheit empfindest, und alle anderen nur dein schmückendes Beiwerk sind.
Also für mich ist hier absolut Ende Gelände. Denn auf so ein Niveau begebe ich mich nicht herab. Und Tschüß.
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Matze

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9

Montag, 17. April 2006, 10:37

Scheißliberale Gutmenschenargumentation!

Um Deinen Argumentation mal zu übersetzen:

"Konst ensteht aba nächt aus da Konst selbst, sondern wärd öba de Koltor geschaffen! Sprrräch öba solche Loite we mäch, rrrobernd ond anderrre,än dainen Aogen, onwässende! Ohne ons \"Onwässende\" wärrre Konst nor Alltag!
Da Begrrräff Konst hat säch ja auch öba de Jahrhonderte erst entwäckelt! Zaichnete da Begrrräff än saina Enstehong wärkläch nor denjenägen aus, da Handwerkläch oda Gaistäg da Masse öberlegen war, bedoitet hoite da Begrrräff Konst etwas ganz anderrres!Da Begrrräff äst än da Jetzt-Zait laida sehr schwammäg geworden! Konst kann alles sain, was aine bestämmte Volksmenge aus Ähm macht! Sprrräch: wenn do 20!000 Ädäoten fändest , de ainen Haufen Schaiße toll fänden, kann a als Konst än de Gesellschaft aufgenommen werden! Moß nächt, kann aber!
För mäch äst Konst halt ämma noch mät dem Begrrräff \"Können\" verbonden, ond das wärd auch ämma so blaiben! Deswegen äst ain Bäld von Monet oda Degas, Dalä oda Päcasso för mäch halt ain Baispiel nächt nor handwerklächen Könnens, sondern auch ain Erschainongsbäld ond Darstellong des zor Zait da Enstehong herrschenden Zaitgaistes!Wohängegen solche \"Schaffensgaister\" we Boiys oda Chrrrästo bai mär den Begrrräff \"Könstler\" nächt verdient haben! Das sänd genäale Marktstrragtegen, de halt wässen/woßten, was man dem \"onwässenden\" als \"Konst\" mät da \"passenden Geschächte\" verkaufen konnte ond noch kann!"

Verstonn dat wer will.

Mit Kopfschütteln, Matze
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Matze« (17. April 2006, 13:03)